[Rezension] Wolfgang Schweiger – Tödliches Landleben

Wolfgang Schweiger
Tödliches Landleben
ISBN 978-3-866532-357-6
Taschenbuch
10,95 €
Erschienen bei Pendragon

Inhalt:
Anna König wurde nach 22 Jahren Haft entlassen. Sie reist in den Chiemgau um einen Politiker zu erpressen. Dabei entdeckt sie den Mann der sie damals verraten hat und obwohl er ein Komplize war selber nie verurteilt wurde. Sie will Rache, aber kurze Zeit später ist sie spurlos verschwunden. Gruber und Bischoff fangen an zu ermitteln.

Meine Meinung:
Tödliches Landleben ist ein Krimi mit gewissen ländlichen Touch. Dieser macht den Fall erst ein wenig explosiv. Wer rechnet schon mit ehemaligen Terroristen in einer verschlafenen Gemeinde im Chiemgau.

Dort ermitteln Gruber und Bischoff im Fall der verschwundenen Anna König. Sie war 22 Jahre inhaftiert und ist in der Gegend um einen Politiker zu erpressen. Danach verschwindet sie. Nun könnte man als Leser denken der Fall ist ja ganz einfach. Der Politiker hat sie beiseiteschaffen lassen, aber das wäre auch dem Autor zu einfach gewesen. Es gibt da noch ehemalige Komplizen die mit dem Verfassungsschutz gemeinsame Sache gemacht haben und die damalige Terroristin verpfiffen haben. Sind sie diejenigen die für das Verschwinden verantwortlich sind? Es gibt noch einige Wendungen und Möglichkeiten bis fest steht wer der Täter ist.

Tödliches Landleben ist keinesfalls Langweilig. Eine Spannung ist von Beginn an da und hält sich auch über die 240 Seiten. Es gibt nur wenige Verschnaufpausen auf den wenigen Seiten. Allerdings sorgt das auch dafür das ich irgendwann überlegte wer jetzt wie und womit zu tun  hatte. Es war ein perfektes Verwirrspiel, aber auch stellenweise etwas anstrengend.

Auf das Privatleben der Ermittler wird nur wenig eingegangen. Die Gegend wird dagegen schon gut beschrieben weswegen es für Leser aus dem Teil Deutschlands oder Urlauber die dorthin fahren gewiss noch interessanter sein könnte.

Der Schreibstil lässt nichts zu wünschen übrig er ist leicht und lässt sich gut verfolgen. Verständnisprobleme gab es keine auch mit Dialekt muss man sich hier nicht rumschlagen, obwohl man das bei einem Krimi vom Land ja schon fast erwarten könnte.

Alles in allem ein nettes Buch für zwischendurch das mit einigen Wendungen und Wirrungen für den nötigen Lesespaß sorgt

Danke an Das Buch-Magazin und Pendragon

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