[Rezension] Wulf Dorn – Mein böses Herz

Wulf Dorn
Mein böses Herz
ISBN 978-3-570-16095-4
Gebundene Ausgabe
16,99 €
Erschienen bei CBJ

Inhalt:
Doro soll Morgens nach ihrem kleinen Bruder schauen und findet im Bettchen seine Leiche. Sie kann nur noch schreien und wird von da an von Halluzinationen verfolgt. Deswegen wurde sie auch in die geschlossene Psychatrie eingewiesen. nun 14 Monate später fühlt sie sich wieder relativ gut. Die Halluzinationen sind weg, ihr Bruder erscheint ihr nicht mehr und nachdem sie einige Monate wegen ihrer Schule bei ihrer Tante verbracht hat kommt sie zurück nach Hause. Allerdings hat sich viel verändert, sie wohnt nun in einem anderen Ort, ihr Vater hat eine Neue und Freunde hat sie auch keine mehr. Mit der Situation muss sie erstmal klar kommen, da hilft es gar nicht das sie sich selber nicht über den Weg traut und erst recht nicht das sie wieder Stimmen hört. Als sie dann einen jungen in der Gartenlaube entdeckt, der auf einmal spurlos verschwindet glaubt ihr keiner das er wirklich da gewesen ist, aber das war er, oder doch nicht????

Meine Meinung:
Ich bin immer noch ziemlich überwältigt und Spannungsgeladen. Wulf Dorn´s erster Jugendthriller hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Ich konnte das Buch gar nicht wirklich zur Seite lesen, nur für die Abschnittsberichte bei Lies & Lausch. Wulf Dorn hat Doro wirklich lebendig geschrieben. In der kurzen Zeit ist sie mir ans Herz gewachsen und sie tat mir doch stellenweise schon sehr leid. Ihre Gabe als Synästhetikerin war für mich total interessant und Wulf Dorn hat es geschafft sie ziemlich unbemerkt in die Geschichte einzuweben. Mein böses Herz war spannend und rätselhaft. Mit jedem Abschnitt hatte ich neue Ideen wie es gewesen sein könnte. Nie konnte ich mir sicher sein ob Doro nun phantasierte oder wirklich das gesehen hat was sie behauptete. Das machte dieses Buch aus, selbst als Leser war ich nicht minder verwirrt wie Doro, stellenweise glaube ich war sie sogar noch klarer.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Doro in der Ich-Form erzählt. So hat man auch keine andere Sichtweise, die als Hilfsmittel dienen könnte. Aber was teilweise hinderlich sein kann sorgte hier dafür das die Spannung nicht mehr zu toppen war.
Von mir also ein ganz dickes Lob an Wulf Dorn, der hier einen grandioses Jugendthriller abgeliefert hat, der auch Erwachsene fesselt und das ganz ohne grausame Leichenfunde oder bildlich dargestelltes Blutvergießen.

Vielen Dank an Lies & Lausch und CBJ

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