[Rezension] Zoë Beck – Schwarzblende


Zoë Beck
Schwarzblende
ISBN 978-3-453-41043-5
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Heyne
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Niall Stuart ist Kameramann und beschäftigt sich unter anderem mit Landschaftsaufnahmen. Er wird Zeuge eines brutalen Mordes von einem Soldaten der von zwei jungen Männern öffentlich erstochen wird. Sie sagen sie haben diesen Mord für Allah begangen. Niall filmt alles mit der Kamera und wird erst verhaftet, aber dann zu einer Art Helden. Er bekommt den Auftrag eine Dokumentation zu dem Vorfall zu drehen und wird immer tiefer rein gezogen in diesen Sumpf aus Politik und Wahnsinn…

Meine Meinung:
Nach Brixton Hill, wollte ich auch gerne den nächsten Roman von Zoë Beck lesen. Schwarzblende spielt wieder in London. Die Autorin hat ein Thema gewählt, das aktueller kaum sein könnte. Die Kämpfe und Hinrichtungen der IS. Szenen die man sich bildlich vorstellen kann weil man Videos dazu in den Nachrichten sah´. Sachen die nicht nur reine Fiktion sind sondern auch an Attentate wie die in Paris denken lassen. Dies gepaart mit einer fiktiven Geschichte, die so perfekt passt das man sich hier und da fragt ob das wirklich alles ausgedacht ist.

Von Spannung mag ich gar nicht reden. Denn die ist hier von Beginn an vorhanden und das in hohem Maße. Sie hält sich durchweg aufrecht. Jeder der die Nachrichten verfolgt und den das Thema IS interessiert wird auch dieses Buch mögen.

Die Figuren sind alle keine abgehobenen Personen. Niall ist eher ein kleiner Kameramann, sein Team Mitarbeiter eines Produktionsteams. Man kann sich mit jedem identifizieren und fragt sich wie man in den Situationen handeln würde. Bestimmt nicht immer so wie Niall oder Beth es tun, denn diese beiden Personen sind sehr mutig und couragiert. Wer würde zwei Attentäter am Reden halten bis die Polizei kommt? Wer würde eventuelle Attentäter verfolgen? Kaum jemand würde sich solcher Gefahren aussetzen, doch Niall und auch Beth tun diese mehrfach und gerade Niall wird tiefer rein gezogen als er es gerne hätte.
Es gibt auch die Mächtigen und Unnahbaren, die zu denen man aufsieht, oder auch nicht. Deren Meinungen heiß diskutiert werden. Das ist auch hier so und das macht dieses Buch aus. Es bleibt nahe an der Realität.

Und doch kann man es am Ende zuklappen und weiß es war viele Fiktion, aber es macht nachdenklich. Kann das alles nicht auch genauso sein oder passieren. Wie sicher sind wir? Stimmt das alles so was Politik und TV uns propagieren. Das kann keiner so genau sagen, aber ich persönlich hoffe einfach das die ganzen Verschwörungstheorien auch hier null und nichtig sind.
Das Ende hat mich hier und da noch überraschen können und hat mich mit einem nachdenklichen Gefühl zurück gelassen. Ein Roman zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Spannend wie ein Thriller und so nah an der Realität, das man meint man würde eine Dokumentation lesen.

5buecher

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