[Rezension] Karen Sander – Schwesterlein komm stirb mit mir

Karen Sander
Schwesterlein, komm stirb mit mir
ISBN 978-3-499-24217-5
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Rowohlt
Leseprobe

Inhalt:
Es wird die Leiche einer Frau gefunden. Brutal getötet und verunstaltet findet sie Kommissar Stadler der davon überzeugt ist das dieser Fall mit einem anderen in Zusammenhang steht. Sein Vorgesetzter sieht das nicht so. Deswegen bittet er Psychologin Liz Montario um Hilfe. Sie soll ein Profil erstellen. Diese sagt zu obwohl sie gerade selber bedroht wird. Sie bekommt anonyme Nachrichten…

Meine Meinung:
Schwesterlein kommt stirb mit mir ist der erste Thriller einer Reihe rund um Kommissar Stadler und Psychologin Montario. Der Autorin ist damit ein großartiger Start gelungen.

Recht schnell fand ich mich in dem Buch zurecht. Ich hatte keinerlei Probleme mit der Schreib- oder Ausdrucksweise. Es gibt zwar einige Figuren, aber die lernt man nach und nach kennen und kann sich somit an sie gewöhnen.
Auch ist der Fall zu Beginn recht verworren. So gibt es mehrere Tatorte und Opfer, aber auch das störte nicht meinen Lesefluss.

Die Spannung stieg unaufhaltsam und gipfelte am Ende. Cliff Hanger am Abschluss jedes Kapitels, die mit Datum und Uhrzeit benannt waren, machen dieses Buch unter anderem zu einem echten Page Turner. Es gibt eine neue Spur, diese wird angedeutet und dann geht es erst einmal mit einer anderen Situation weiter. So kann man gar nicht aufhören zu lesen und selbst am Ende hätte es immer weiter gehen können. So angenehm war es diesen Thriller zu lesen.

Die Erzählersicht wechselt zwischen den verschiedenen Ermittlern und Protagonisten, nur der Täter bleibt außen vor. So bekommt man als Leser jeden Schritt mit und kann sich sein eigenes Bild machen. Da die Figuren aber nicht immer alles miteinander austauschen bin ich wohl schneller drauf gekommen wie die Zusammenhänge sein könnten. Ich war mir aber nicht sicher so blieb die Spannung bis zum Schluss erhalten.
Es gab einige Wendungen und Überraschungen. Opfer die einfach nicht ins Bild passten und Tatorte auf die man nicht gekommen wäre. Allerdings sei auch zu sagen dass die Auffindesituationen doch schon sehr genau dargestellt wurden. Nun nicht in allen Einzelheiten, aber auf jeden Fall sehr blutig.

Die Protagonisten sind mit genau dem richtigen Maß beschrieben. Sie haben eine gewisse Tiefe und sind für mich sehr charakterstark.
Da gibt es die Psychologin Liz die in ihrem schon einiges mitmachen musste und auch nach mehr wie fünfzehn Jahren noch nicht drüber hinweg ist.
Und den Kommissar Georg, ein einsamer Wolf, von der einen Frau begehrt, aber Prinzipientreu und somit Alleine.

Wer nun bei dem Duo an eine Liebesgeschichte denkt ist zumindest im ersten Teil auf dem Holzweg. Es gibt immer mal einen Anflug, aber das ist wirklich ein Hauch und kaum der Rede Wert

Das Ende ist abgeschlossen und so war mir auch erst nicht klar dass es der Start einer Serie ist, das habe ich dann erst beim Lesen der Vita von Karen Sander entdeckt.

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