[Rezension] Iris Stobbelaar – Die Verwunschenen

 Iris Stobbelaar
Die Verwunschenen
ISBN 978-3-407-82356-4
Hardcover
17,95 €
Übersetzerin: Birgit Erdmann
ab 11 Jahren
Erschienen bei Beltz
Leseprobe

Inhalt:
Jakob muss immer auf seine kleine Schwester Katie aufpassen. Egal ob er etwas vor hat oder nicht, seine Eltern drücken sie ihm aufs Auge. Als Samstags ein Fußballturnier ansteht soll er wider erwarten wieder aufpassen. Nun hat er genug. Er geht einfach ganz früh ohne Katie und wünscht sie irgendwohin wo er sie nicht wieder sehen muss ohne zu ahnen was er damit anrichtet. Das bemerkt er erst am Abend als Katie nicht Zuhause ist und er auf einmal in einer fremden Welt landet

Meine Meinung:
Überlege gut was Du Dir wünschst, denn es könnte in Erfüllung gehen. Zumindest ist genau das Jakob passiert und ehe er sich versieht steckt er mittendrin in einem gefährlichen Abenteuer.

Wer kennt das jedoch nicht? Es gibt Leute die einen Nerven und die man am liebsten zum Mond wünscht. In der Geschichte landen sie in der Welt für Verwunschene und müssen dort bleiben, wenn sie niemand abholt. Eine Welt die sehr bildlich dargestellt ist und vor der man schon beim Lesen Angst bekommen kann.

Und das nicht nur durch die Beschreibungen. Der Weg von Jakob zu seiner Schwester ist sehr steinig und für den Leser sehr spannend, doch gab es auch Abschnitte bei denen ich mir über die Altersangabe nicht ganz sicher war. Ab 11 Jahren fand ich da schon fast zu früh. Manche Szenen sind wirklich sehr brutal und sind für zart besaitete Kinder vielleicht nicht so gut zu verkraften. Jemand der allerdings schon etwas härter gesotten ist kann auch diese Geschichte gut ertragen.

Es gibt einige Figuren in der Geschichte, doch lassen sie sich, durch ihre Eigenheiten, recht gut auseinander halten.
Jakob ist der Junge der nun das Abenteuer bestehen muss. Er macht eine gute Entwicklung auf dem Weg zu seiner Schwester durch. Diese Geschichte ist ein Lernprozess und zeigt vielleicht gerade Geschwisterkindern das man aufpassen muss was man sich wünscht. Jakobs Eltern, allerdings, fand ich auch etwas extrem. Die einzige die nichts für die Situation konnte war die kleine Katie, die mit ihren fünf Jahren alles ausbaden muss.
In der Welt der Verwunschenen wird es stellenweise schon mal schwieriger mit dem auseinander halten, denn hier gibt es viele Figuren. Die Sonneborns, Kait und Nasta, der König und Agades. Außerdem Monster die schon fast vermenschlicht wurden kommen noch hinzu. Doch auch wenn man hier und da überlegen muss, waren es nicht zu viele Figuren. Jedoch sind nicht alle wohl gesonnen und man weiß nie wer es wirklich gut meint.

Am Ende kann ich diese Geschichte aber guten Gewissens empfehlen. Sie hat mich gefesselt und sehr gut unterhalten und hat außerdem noch einen Lerneffekt für jung und alt.

[Rezension] Robin Stevenson – Die Unmöglichkeit des Lebens

 Robin Stevenson
Die Unmöglichkeit des Lebens
ISBN 978-3-407-82294-9
Klappenbroschur
13,95 €
Übersetzerin: Inge Wehrmann
ab 14 Jahren
Erschienen bei Beltz
Leseprobe

Inhalt:
Als Mel von Jeremy angesprochen wird ist es ihr zunächst unangenehm. Wer ist der Junge der vom Tod spricht. Doch die Gespräche mit ihm sind interessant und auf einmal redet man von Selbstmord. Was für Mel eher ein makaberer Spaß war wird für Jeremy immer ernster. Doch wie soll man das Ahnen?

Meine Meinung:
Hier an dem Buch hat mich der Titel neugierig gemacht, denn jeder hat Phasen wo er das Leben oder auch zu Leben fast unmöglich findet. Natürlich wusste ich auch das es um Selbstmord geht, ein Thema das man nicht oft genug besprechen kann, solange es nichts verherrlicht und zum nachdenken anregt.

Das schafft dieses Buch. Es geht um einen gemeinsamen Selbstmord und die Frage was passiert wenn einer es doch nicht Ernst meint. Kann man sich sicher sein dass man seine Meinung nicht irgendwie geändert hätte? Gibt es nicht immer Hochs und Tiefs im Leben, die man einfach durch stehen muss?

Die Geschichte von Mel und Jeremy spielt sowohl in der Gegenwart wie auch „davor“ man blickt chronologisch zurück und kommt immer weiter zum Kern der Geschichte. In der Gegenwart erlebt man was danach passiert. Jedes Kapitel beginnt mit der Gegenwart und landet dann auch in der Vergangenheit. Eine Spannung ist immer greifbar auch wenn man schon weiß was passiert. Es gibt keine Stellen die ich wirklich uninteressant finde. Eher Figuren oder Stränge, die sich mir manches Mal nicht ganz erschließen, die am Ende aber durchaus Sinn machen.

Melody ist an der Schule als Todesengel bekannt. Seit einem vermuteten Selbstmord wird sie so genannt, dabei wollte sie sich gar nicht umbringen, doch Freunde und Mitschüler sehen das anders. Sie passt auf die acht jährige hochintelligente Suzy auf, die so Erwachsen wird, aber eben doch erst 8 ist und spricht mit Jeremy, ihren neuen Anker in der Schule. Beide sind recht schnell auf einer Wellenlänge. Das Thema Tod hat sie irgendwie zusammen gebracht aber auch entzweit.
Jeremy hat schon einige Verluste erlitten und springt bereitwillig auf den Zug vom Selbstmord auf. Als Leser hat man das Gefühl das er nur down ist und auch kaum Spaß hat, jedoch gibt es einzelne Momente in denen das anders ist. Da erlebt man einen fröhlichen Jeremy.
Auf Grund dessen dass die Geschichte aus Mels Sicht erzählt wird lernt man Jeremy aber nicht wirklich gut kennen und kennt nur Mels Gefühlswelt. Hier hätte ich mir eine Jeremy-Sicht gewünscht.

Am Ende stelle ich mir bei solchen Büchern oft die Frage wo der Sinn steht. Sicher gibt es Bücher, die nur zur Unterhaltung gelesen werden, aber dies ist ein Buch das zum nachdenken anregen sollte. Nun bin ich weit weg davon mein Leben wegzuschmeißen, doch war ich selber schon in der Situation das eine mir nahe stehende Person dies wollte. Somit kann ich manchen Aspekt aus dem Buch gut verstehen und hoffe einfach, das sich der ein oder andere gefährdete Leser darüber nachdenkt ob es wirklich der richtige Weg ist und ob er seine Mitmenschen vor die selbe Situation stellen möchte wie Jeremy das mit seiner Umgebung macht. Ich finde das Leben viel zu wertvoll um es einfach wegzuschmeißen

4buecher

[Rezension] Fleur Ferris – Im Zweifel tue nichts

 Fleur Ferris
Im Zweifel tue nichts
ISBN 978-3-407-82295-6
Klappenbroschur
13,95 €
Übersetzerin: Michael Koseler
ab 14 Jahren
Erschienen bei Beltz
Leseprobe

Inhalt:
Als Sierra sich mit einem Typen aus dem Internet trifft, deckt Taylor sie, als beste Freundin. Nicht ahnend das dieses Treffen kein gutes Ende nimmt. Schließlich hat Sierra das nicht zum ersten Mal getan und letztes Mal kam sie auch wieder, wenn auch später als angekündigt. So wird aus anfänglicher Wut über die Unzuverlässigkeit, Sorge um Sierra. Taylor weiß nicht ob sie sich an die Eltern wenden soll oder ob sie einfach wartet bis ihre Freundin wieder auftaucht.

Meine Meinung:
Im Zweifel tue nichts ist nicht nur der Titel es ist auch die Reaktion von vielen, auf Dinge, bei denen wir hoffen das sie gut ausgehen. Hier in dem Jugendbuch ist das nicht anders. Nur das hier gezeigt wird was passieren kann wenn man nichts tut.

Die Geschichte startet kurz vor dem Treffen, man lernt die verschiedenen Figuren kennen und weiß sie recht schnell einzuschätzen. Es liest sich von Beginn an flüssig und als Erwachsene ahnt man auch schon was passieren wird. Ob das bei jedem so ist wage ich zu bezweifeln.

Das Buch ist durchgehend fesselnd. Gut finde ich das an einem gewissen Punkt nicht Ende ist, sondern das es noch eine Zeit danach gibt. Hier werden die Gefahren des Internets aufgezeigt und mit allen Vor- und Nachteilen genannt, das nicht mit erhobenen Zeigefinger, sondern verpackt in einer spannenden Geschichte. Fleur Ferris hat hier ein Buch mit Lerneffekt geschrieben. Eine Buch, dass ich mir auch gut als Schullektüre, beim Thema Gefahren im Internet, vorstellen könnte.

Taylor und Sierra sind 15 Jahre alt und mitten drin in der aufregenden Zeit rund ums verlieben und Jungs kennen lernen. Sie halten sich nicht immer an das was Eltern sagen, was normalerweise auch gut ausgehen kann, hier aber nicht so gut endet. Taylor scheint sehr Verantwortungsbewusst und eher bodenständig. Sie wirkt ehrlich und scheint ihrer Mutter immer zu vertrauen, doch sie ist auch loyal, vor allem ihrer Freundin Sierra gegenüber, die selbst etwas gedankenlos wirkt.
Neben den beiden Freundinnen gibt es noch Freunde, Eltern, Lehrer und andere Nebenfiguren. Die wichtigste Person ist hier wirklich Taylor, aus deren Sicht diese Geschichte erzählt ist.

Am Ende steht für mich nicht nur ein kleiner Jugendbuch Krimi, sondern auch viel Lehrreiches, das Kindern, und auch Erwachsenen die Gefahren des Internets aufzeigen kann. Die Geschichte zeigt das wirklich jeder in diese Situation kommen kann, was es noch ein wenig spannender und aufregender gestaltet.

[Rezension] Sue-Ellen Pashley – Am Abgrund des Himmels

 Sue-Ellen Pashley
Am Abgrund des Himmels
ISBN 978-3-407-74923-9
Hardcover
16,95 €
Übersetzerin: Claudia Max
ab 14 Jahren
Erschienen bei Beltz
Leseprobe

Inhalt:
Grace ist mit ihrer Grandma nach Bruny gezogen um zur Ruhe zu kommen, doch dort wird Nick auf sie aufmerksam. Er sieht Grace und verliebt sich direkt in sie, doch Grace macht es ihm nicht leicht. Er erzählt ihr von seiner Gabe, von der niemand wissen darf und die dafür sorgt das eine Beziehung zwischen ihnen nicht gerne gesehen ist. Doch Nick kämpft um seine Liebe und um Grace.

Meine Meinung:
Eine Liebe die nicht sein darf macht mich schon recht neugierig, auch die Frage um welches Geheimnis es geht sorgte dafür das mich dieses Buch neugierig machte.

Zu Beginn sei gesagt das ich in letzter Zeit selten ein Buch so verschlungen habe. Es ist eine Geschichte in der ich eintauchte und erst wieder raus kam als ich sie beendete. Natürlich machte ich Lesepausen, doch beschäftigte sie mich auch dann noch. Es ist eine sehr fesselnde Geschichte in der es um mehr geht als um eine Liebe die nicht sein darf. Die Liebe zwischen einem Gestaltenwandler und einem Mensch ist nicht gern gesehen, gar verpönt und erinnert an manch verschrobene Meinungen das gewisse Arten von Liebe nicht sein dürfen. Diese Geschichte lässt sich so gut auf viele Arten von Liebe ummünzen und das macht sie zu mehr als einer Fantasy Geschichte, denn am Ende steht eine Botschaft, die man nie oft genug wiederholen kann.

Sue-Ellen Pashley schafft es mit ihrer Geschichte, ihrem Schreibstil und den wechseln zwischen den Protagonisten zu fesseln und das von Anfang bis Ende. Es gibt einige spannende Stellen und auch die nicht spannenden waren interessant zu lesen.

Die Figuren sind auch hier überschaubar. Nick, Grace, Lilie, Grace Grandma und Henry, Nicks Vater. Außer Lilie kommen auch alle Protagonisten zu Wort und sorgen dafür das man als Leser nichts verpasst.
Nick ist dabei als Figur etwas glatt. Es gibt keine Macken an ihm. Mich stört das nicht, aber manche mögen diese zu perfekten Figuren nicht. Doch es reicht ja schond as er Gestaltwandler ist, da muss man nicht mit noch mehr kämpfen.
Grace schleppt Ballast mit sich herum, ist stellenweise ganz schön zickig und am Anfang suhlt sie sich auch in Selbstmitleid. Das macht sie zunächst nicht wirklich sympathisch, doch mit ihrem Verhalten änderte sich auch meine Einstellung ihr gegenüber.
Henry ist der typische sture strenge Vater bei dem nicht sein soll was nicht sein darf. Er merkt dabei nicht wie er sich von seinem Sohn entfernt.
Lilie dagegen ist da ganz anders. Immer verständnisvoll ist sie für mich die typische weise Grandma.

Bis zum Ende gibt es einige Wendungen und Überraschungen. Das Ende selbst empfand ich dann als ein wenig zu plötzlich auch wenn es passte. Ein Epilog hätte mir hier gut gefallen, weil ich das ein oder andere gerne noch erfahren hätte. Auf der anderen Seite ist die Geschichte jedoch gut abgeschlossen und lässt keine Fragen übrig.

[Rezension] Lea-Lina Oppermann – Was wir dachten was wir taten

 Lea-Lina Oppermann
Was wir dachten, was wir taten
ISBN 978-3-407-82298-7
Klappenbroschur
12,99 €
ab 14 Jahren
Erschienen bei Beltz
Leseprobe

Inhalt:
Als es einen Amokalarm gibt hofft die Mathe-Klasse von Herrn Filler noch davon zu kommen, sicher zu sein, doch dann ist der Täter mitten unter ihnen und zwingt sie Geheimnisse preis zu geben. Stunden des Bangens beginnen, keiner weiß wie es am Ende ausgehen wird.

Meine Meinung:
Was wir dachten, was wir taten ist die Geschichte eines Amoklaufs, den es so nicht gegeben hat, der aber doch sehr Realitätsnah erzählt wurde.

Als Leser landet man mitten in einer Mathestunde als der Amokalarm ausgerufen wird. Man liest wie ein Lehrer und zwei der Schüler diesen Amoklauf erleben und bekommt so sämtliche Emotionen hautnah mit. Hier bringt einem die Erzählweise mit den Wechseln zu der jeweiligen Person die Geschichte viel näher als ich es je erlebt habe. Ich musste am Ende erst einmal schauen ob es diesen Amoklauf überhaupt gegeben hat. So realistisch hat er gewirkt.

Man ist in diesem Klassenzimmer eingesperrt, zusammen mit den Schülern, den Lehrern und dem Amokläufer und man wird ein Teil von Ihnen. Man will wissen wie es weiter geht. Hofft das alles gut ausgeht und ist fassungslos über das Geschehen. Doch neben den Ängsten des Amoklaufs bringt die Autorin noch andere Ängste zum Vorschein. Zumindest bei der Klasse, denn es werden Geheimnisse gelüftet, die zeigen dass man den Menschen nur vor den Kopf schauen kann und nie weiß was in ihnen vorgeht. Selbst wenn man sie noch so gut kennt.

Die Geschichte ist aus Sicht von Fiona, Mark und Herrn Filler erzählt. Das macht es sehr authentisch. Damit man immer weiß wer gerade erzählt stehen die Namen oben drüber. Es sind willkürlich ausgewählte Schüler denke ich. Alle hätte man nicht zu Wort kommen lassen können, dann wäre es nicht so übersichtlich und damit leicht verständlich geblieben. Die Autorin hat sich für Lehrer, Schüler und Schülerin entschieden und so die verschiedenen Gruppen genutzt um dem Leser auch die Denkweisen derjenigen Nahe zu bringen.

Am Ende hätte ich mir ein persönliches Wort von Lea-Lina Oppermann gewünscht. Ob dieser Amoklauf wirklich statt gefunden hat und wie sie auf die Idee kam. Das habe ich dann bei einem Interview lesen können, das man auch auf der Seite zum Buch finden kann.

Was wir dachten, was wir Taten ist für mich eine Geschichte die eine ganz besondere Spannung hat und mich als Leser in ihren Bann gezogen hat. So sehr das ich nicht mehr unterscheiden konnte: Ist es real oder nur erfunden.

[Rezension] Christian Walther – DMBDW

Christian Walther
DMBDW
ISBN 978-3-407-74331-2
Taschenbuch
8,95 €
Erschienen bei Beltz

Rückentext:
Hast Du Humor?
o Ja
o Nein
o Weiss nicht
o Vielleicht
o Ist das ansteckend?

Auswertung:
1-4: Du brauchst Das meiste Buch der Welt
5: Was denkst du denn?

Meine Meinung:
Das wird eine etwas andere Rezension, denn dieses Buch lässt sich nur schwer rezensieren. Als ich die Anfrage vom Beltz Verlag bekam ob ich über das Buch berichten mag, habe ich nicht lange überlegen müssen. ich war neugierig was das wohl für ein Buch ist was hinter dem Kürzel DMBDW steht. Was ist hinter dem einfach weißen Cover mit dem schwarzen Ausrufezeichen. Promotion hatte ich schon viel gesehen. Ich war neugierig und wartete gespannt auf Post. Es kam und ich musste schon beim Rückentext lachen, den ich wohlgemerkt vorher nicht kannte. Dann die Warnung im Innenteil: Für Humor Allergiker. Da gehöre ich nicht dazu und ein ich blätterte durch und fand ein Buch mit dem man viel lachen kann und über das man viel lachen kann. Interaktiv, denn dieses Buch ist nicht nur zum Lesen, sondern zum benutzen. es ist Das meiste Buch der Welt und ich glaube am meisten Spaß macht es wenn man es mit mehreren Leuten durchstöbert. Micha und ich haben schon herzhaft gelacht und ich finde es ist eine gute Idee für Partys oder auch um es an Geburtstagen zu verschenken.

[Rezension] Anna Kuschnarowa – Junkgirl

Anna Kuschnarowa
Junkgirl
ISBN 978-3-407-74259-9
Klappenbroschur
12,95 €
Erschienen bei Beltz & Gelberg

Rückentext:
„Die Zeit mit Tara war die großartigste Zeit meines Lebens. Und die beschissenste“
Alissa
blond, Alien, unscheinbar.
Tara
pitchblack Angel, laut, mittendrin
Liebe
sehnsuchtsvoll, zärtlich, unendlich
Drogen
verführerisch, berauschend, gefährlich

Inhalt:
Alissa wächst als jüngstes von fünf Kindern gut behütet in einer sehr gläubigen Familie auf. Überhaupt ist alles sehr spießig. Sonntags geht es in die Kirche und schwarze Unterwäsche ist unhygienisch. Alissa ist nicht nur die Jüngste, auch der Abstand zu den großen Geschwistern ist riesig, sie war ein Unfall und so sieht sie sich als schwarzes Schaf der Familie. In der Schule ist sie unscheinbar, bis eines Tages Tara auftaucht. Sie hilft ihr bei einer Auseinandersetzung mit einem Mitschüler und macht so auf Alissa einen Riesen Eindruck. Tara ist 18, wohnt bei der Oma und ist alles andere als angepasst, eher rebellisch. Alissa ist fasziniert von ihr und verliebt sich in sie. Sie passt sich immer mehr Tara an und wird von der unscheinbaren Alissa zur rebellischen Alice….

Meine Meinung:
Junkgirl hat mich sehr an Die Kinder von Bahnhof Zoo erinnert, denn die Geschichte ist ähnlich: Ein junges Mädel hat die falschen Freunde und fängt an Drogen zu nehmen. Das Anna Kuschnarowa, das Thema wieder aufgreift finde ich gut, denn welcher Teenie liest heute noch Die Kinder von Bahnhof Zoo. Ich glaube das klingt für viele schon nach Langeweile und Leseunlust obwohl ich es ein super Buch finde, aber darum geht es gerade nicht. Junkgirl zeigt eben auch das nicht nur Kinder aus asozialen Familien Probleme machen können, sondern auch Kids die alles haben, es nur nicht zu schätzen wissen.
Das Buch ist nicht wirklich dick mit 220 Seiten und so hat man es ruck zuck gelesen. Vor allem da man Anfangs schon ein Ende erahnen kann und gespannt ist wann es nun dazu kommt. Trotzdem kommen immer noch Sachen dazu die überraschen, aber für mich blieb am Ende auch die ein oder andere Frage offen und ich hätte mir noch ein paar Seiten mehr gewünscht. Trotzdem ist es für mich sehr empfehlenswert auch als Aufklärungsbuch was passieren kann wenn….

[Rezension] Eric Walters – We all fall down

Eric Walters
We all fall down
ISBN 978-3-407-74249-0
Taschenbuch
7,95 €
Erschienen bei Beltz & Gelberg

Rückentext:
11. September 2001
Der Tag, der die Welt veränderte.

New York, 11.09.2001, 08:46 Uhr:
Will und sein Vater befinden sich im Südturm des World Trade Centers und können nicht fassen, was sie gerade beobachtet haben: Ein Passagierflugzeug ist in den Nordturm geflogen – er steht in Flammen. Noch bevor sie einen klaren Gedanken fassen können, erschüttert eine gewaltige Explosion ihren eigenen Turm. Ab jetzt zählt jede Sekunde…

Die ersten 50 Seiten:
Will hat einen Elterntag von der Schule aus und geht mit seinem Vater, einem Handelsvertreter an die Arbeit. Eigentlich hat Will so gar keine lust darauf, macht aber mit auch weil sein Vater, der sonst sehr wenig Zeit mit der Familie verbringt, sich schon sehr drauf zu freuen scheint. Der Tag beginnt früh und recht normal. Sie fahren erst zur U- Bahn, mit der geht es dann weiter zum WTC, dort angekommen zeigt Will´s Vater ihm erstmal New York von oben und erklärt ihm ein bisschen was über das World Trade Center. Gegen halb neun machen die Beiden sich zu Fuß vom 107. Stock auf den Weg runter in den 78. Stock….

Meine Meinung:
Es ist schwer über dieses Buch meine Meinung zum Ausdruck zu bringen, nicht weil es schlecht geschrieben ist oder ähnliches…Nein gar nicht…es geht unter die Haut und es wird mal eine andere Art der Rezension. Wenn alles klappt wird dieser Post genau am 11.09.2011 um 8.46 Uhr veröffentlicht und das nicht ohne Grund, auch wenn wir es hier schon später hätten habe ich die Zeit genommen, an der das erste Flugzeug in den Nordturm des WTC rein geflogen ist. Das Buch erzählt die Geschichte von Will und seinem Vater, die diesen Tag zusammen verbringen wollen, sollen und auch werden. Aber nichts wird danach mehr so sein wie es war. Das Buch wurde aus Sicht von Will erzählt. Der Teenie der gar keine Lust auf diesen Tag an der Seite seines Vaters hat. Ein Vater der eh kaum noch Zeit hat. Ein Vater den der Ehrgeiz zerfrisst, der vor lauter Geldgeschäften seine Familie ganz aus den Augen verloren hat. Die Beiden erleben den schlimmsten Terroranschlag den es je gegeben hat. Sie wachsen über sich hinaus, sie halten zusammen….mehr will ich nicht dazu schreiben. Nur der Autor hat es mit der Ich-Perspektive geschafft das ich mit gelitten habe. Ich habe gehofft das sie es schaffen, ich habe mit gelitten als sie es geschah und auch bei allen anderen Ereignissen. Das Buch ist Fiktion in einem gewissen Sinne, kommt aber denke ich sehr nah an die Wahrheit dran.Wir alle wissen was an dem 11. September geschehen ist. Wer sollte auch davon nicht wissen.

Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen, obwohl es mir lieber wäre es gebe es gar nicht, nicht weil es keine Berechtigung hat, sondern weil ich wünschte dieses Ereignis hätte nicht statt gefunden und somit hätte keiner die Idee zu solchen Romanen gehabt

Ein Nachwort von mir:
Dieses Jahr jährt es sich zum 10. Mal und eigentlich sollte es für mich ein schöner Tag werden. Luca hatte an dem Tag errechneten Entbindungstermin. Der Tag lief ganz normal. Wir waren unterwegs, einkaufen, bei Verwandten und es blieb keine Zeit für TV oder ähnliches, aber auch wir konnten die Augen nicht verschließen. Zwischendurch meinte meine Große noch da sind Flugzeuge in Türme geflogen und ich dachte sie hätte irgendetwas komisches im TV gesehen. Dann setzt ich mich Abends an meinen PC, machte meinen Browser auf und sah seitlich ein Bild von rennenden Menschen und die Türme im Hintergrund, wenn ich dran denke habe ich dieses Bild noch genau vor Augen, es hat sich in meinem Gedächtnis fest gesetzt. Ich dachte…na kommt ein neuer Katastrophenfilm raus?!? Und klickte auf das Bild und war wie erstarrt, denn es ging nicht um einen Film. das war tatsächlich passiert. Ich bin sofort vor den Fernseher und kam von selbigen die nächsten Stunden auch nicht los. es war unfassbar was in New York passiert war und es zu begreifen dauerte seine Zeit.
Luca machte sich dann am 14.9. auf den Weg in die zu der Zeit grausame und verunsicherte Welt und jedes Jahr wenn sich sein Geburtstag nähert, denke ich an den 11. September zurück. Dieses Jahr ist das erste Jahr wo er sich sehr dafür interessiert und ich überlege wie ich es ihm so kindgerecht wie möglich erklären kann, das unsere Welt nicht immer so sicher ist wie er es gewohnt ist, ohne ihm Angst zu machen. Denn er fragt mir Löcher in den Bauch und natürlich möchte ich es ihm alles erklären, zeigen und hoffe das so etwas nie wieder passiert!!!

[Rezension] Matt Whyman – Inside the cage

Matt Whyman
Inside the Cage
ISBN 978-3-407-74250-6
Taschenbuch
8,95 €
Erschienen bei Beltz & Gelberg

Rückentext:

Ein Gefangenenlager am Polarkreis.
Schwerverbrecher, Terrorverdächtige, Serienmörder und mittendrin – Carl
Brutale Verhöre, unmenschliche Bedingungen.
Doch Carl ist überzeugt, dass er unschuldig ist.
er will diesem Albtraum ein Ende machen und fasst einen riskanten Entschluss: Flucht…
Die ersten 50 Seiten:
Carl Hobbes ist Student und hackt sich in Computer ein, genau das wird ihm zum Verhängnis, denn als er von der Uni auf dem Weg nach Hause ist, wird er festgenommen. Beim Verhör wird ihm gesagt das es besser ist zu kooperieren und sich ausfliegen zu lassen um alle Fragen zu beantworten, er wäre wenn alles gut läuft bis zum Wochenende wieder zu Hause. Tut er dies nicht würde er mit 18 vor ein Gericht gestellt werden und empfindlicher bestraft werden. Carl stimmt zu und findet sich in einem Flugzeug wieder ohne Komfort, bekleidet mit einem orangen Overall mit Schwerverbrechern zusammen. Sein einziges Vergehen: er hat sich in Fort Knox eingehackt. Nun ist er auf den Weg in den Norden, nur Schnee und Eis und immer mehr das Gefühl das er nicht so schnell wieder dort weg kommt…..
Meine Meinung:
Inside the cage ist eingeordnet im Genre Kinder & Jugendbuch und ich würde es so ab 16 lesen lassen. Ich glaube jüngere Leser würden nicht wirklich verstehen worum es geht. Anfangs wird geschrieben das die Geschichte genauso passiert ist…da Geiheimdienste ja so einiges verheimlichen möchte ich nicht vollkommen ausschließen das es genauso passieren könnte und das ist erschreckend. Denn in diesem Roman werden Menschen gefoltert und mißhandelt und weggesperrt. Was ist mit den Menschenrechten??? Sicher Verbrecher haben je nachdem schon Taten begangen die nicht entschuldbar sind und wo jeder gerne sehen möchte das sie büßen, aber was ist wenn man nicht die Schuld trägt die einem vorgeworfen wird? Wenn man nur ein kleines Rädchen ist, selber ausgenutzt und nicht mit den Folgen gerechnet hat??? Das ist hier die Frage. matt Whyman schreibt diesen Jugendthriller in der Ich Form aus Sicht von Carl Hobbes und gerade das lässt den Leser vollkommen eintauchen und mitbangen. Anfangs hatte ich etwas Probleme reinzukommen, aber das legte sich recht schnell und ich wollte das Buch kaum aus den Händen legen. Der Schreibstil ist flüssig und auch Fachchinesisch wird so gut erklärt das es jeder Laie versteht. Die Personen sind sehr authentisch, wie oben schon geschrieben habe ich mich gut in Carl reinversetzen können und habe mitgezittert.
Eins noch zum Rückentext. Ich finde er stimmt nicht so ganz, da es ja nur ein kurzer Anriss der Geschichte sein soll ist es nur eine kurze Notiz, aber wenn man schon so eine Notiz schreibt sollte man doch wenigstens das Richtige schreiben und nicht die Geschichte verdrehen.

[Bücher] Der Grüffelo war zu Besuch

Letzten Dienstag war es soweit der Grüffelo klingelte an unserer Tür. Pünktlich zum Mittagessen ;-). Er kam von Annette und hatte schon Mainz gesehen

Unser Essen wollte er aber nicht, dabei gab es leckere Nudeln a la Carbonara. Er hatte ja sein eigenes Proviant dabei, aber setzte sich zu uns. Luca hatte ihn direkt ins Herz geschlossen und war traurig das der Grüffelo nur auf der Durchreise ist, aber natürlich verstand er das nicht nur Frankenberg sehr interessant sein kann ;-) und auch andere Kinder ihn gerne kennen lernen möchten. So saßen wir zusammen und haben gegessen.

Nach dem Essen war Zähneputzen angesagt, aber nicht Luca übernahm das sondern Monique, die auch zu Besuch war. Das musste sein ;-)

Dann ging es zum Fußball spielen, aber nur für Luca, draußen war es matschig und Luca sieht immer genauso braun aus wie der Grüffelo, wenn er vom Fußball spielen nach Hause kommt. So sollte der Grüffelo ja nicht aussehen, also hat er sich erstmal von der anstrengenden Reise erholt.


aber Fußballspielen konnte der Grüffelo trotzdem, allerdings ist der Ball etwas zu groß für ihn auch wenn es nur die kleine Ausführung ist.

Zum Ausgleich weil ich alleine geblieben bin wurde der Grüffelo hinterher geknuddelt, das entschädigt für Alles ;-)

Geduscht hat der Grüffelo auch, am Brunnen vor unserem 10 Türmigen Rathaus

Naja nicht wirklich, aber sieht doch fast so aus, oder???

Nun noch ein Bild vor dem sehr bekannten Rathaus. Wir wohnen quasi um die Ecke und mussten dem Grüffelo doch wenigstens eine Kleinigkeit zeigen, wenn wir schon nicht in den Urlaub gefahren sind

Dann war es schon soweit, der Grüffelo saß auf gepackten Koffern und wollte weiter zu Ronja, Celina, Jamie und Kilian von der Kinderbücherbox.

Grüffelo es war toll mit Dir!!!!