[Rezension] Angelika Schwarzhuber – Barfuß im Sommerregen

Angelika Schwarzhuber
Barfuß im Sommerregen
ISBN 978-3-7341-0553-1
Klappenbroschur
9,99 €
Erschienen bei Blanvalet
Leseprobe

Inhalt:
Romy ist ganz schön in Bedrängnis. Sie hat keinen Job und muss aus ihrer Wohnung raus, da kommt der Aushang bei dem eine Haushaltshilfe gesucht wird gerade Recht. Kostenloses Wohnen und sich nur um den noch rüstigen Onkel Alfred kümmern, doch der ist zunächst gar nicht begeistert.
Mit der Zeit gewöhnt er sich jedoch an den Gedanken und Romy möchte gar nicht mehr weg. Doch dann holt sie die Vergangenheit ein und alles scheint wieder auf der Kippe zu stehen.

Meine Meinung:
Auf die Bücher von Angelika Schwarzhuber bin ich vor langer Zeit zufällig gekommen, doch nach dem ersten Buch wusste ich schon, dass sie zu den Autoren gehören wird von denen ich alles lesen möchte. So freute ich mich sehr das nun endlich ein neues Buch erschien.

Barfuß im Sommerregen klingt schon recht romantisch und wenn man dann den Rückentext liest merkt man schnell das es auch romantisch werden könnte. ein romantisches Landleben.
Von beginn an war ich gefesselt von der Geschichte. Es war Romy die mich in ihren bann zog und ihre Geheimnisse, aber auch die Spannung ob Alfred sie wirklich auf dem Hof leben lässt und natürlich was es mit Hannes auf sich hat.

So las ich mich durch unterhaltsame Kapitel und konnte zeitweise kaum aufhören. Die Zeit verging wie im Flug und die knapp 400 Seiten waren, leider, recht schnell vorbei.

Romy und ihr Sohn Tommi sind sehr liebenswerte Figuren. Romy hat Angst vor allem und ist sehr auf Sicherheit bedacht. Warum sie so ist wird im Laufe der Geschichte klar und von der anfänglich ängstlichen Übermutter ist am Ende kaum noch etwas zu spüren. Denn dafür das sie so viel Angst hat ist sie irgendwie auch sehr mutig. Alles stehen und liegen zu lassen und von der Stadt aufs Land zu ziehen.
Die andere, für mich total tolle, Figur ist Alfred. Der grummelige Alleinstehende Hofherr, der das Herz einfach auf dem rechten Fleck hat und mit der Zeit für Romy wie Familie ist.
Hannes macht zunächst auch einen eher überheblichen Eindruck, doch auch er kann sehr einfühlsam sein. So hat man viele herzliche Figuren und ein wunderschönes Idyll von das jeder träumt.

Ein Leben in voller Glück. Schwarze Wolken gibt es kaum. fast schon zu viel des Guten, denn wer schon mal auf dem Land gelebt hat, weiß das es nicht nur gute Seiten hat, wie Nachbarschaftshilfe und schnelle Kontakte. Da gibt es normalerweise auch Neid, Missgunst und die Gerüchteküche. Die schlug hier nur einmal zu und das so eher nebenher. Doch am Ende steht ein sehr unterhaltsamer und auch gefühlvoller Roman, der den Leser in eine traumhafte Welt bringt.

[Rezension] Clare Swatman – Before you go

 Clare Swatman
Before you go
ISBN 978-3-7641-0369-8
Taschenbuch
9,99 €
Übersetzerin: Sonja Rebernik-Heidegger
Erschienen bei Blanvalet
Leseprobe

Inhalt:
Zoe und Ed sind seit vielen Jahren ein Traumpaar und haben schon einige Höhen und Tiefen durch, als Ed bei einem Unfall ums Leben kommt. Doch das Ende ist hier zugleich ein Anfang, denn Zoe reist an entscheidenden Tagen ihrer gemeinsamen Vergangenheit zurück und darf diese Tage nochmal erleben. Kann sie am Ende Ed vor dem Tod bewahren?

Meine Meinung:
Wer wünscht sich nicht manchmal die zeit zurück zu drehen um etwas anders zu machen. Eine Entscheidung zu revidieren oder einfach einen Tag nochmal zu erleben. In dieser Geschichte wird es Wirklichkeit.

Es beginnt mit dem Ende, das eigentlich gar kein wirkliches Ende ist. Doch es fühlt sich für Zoe so an. Es ist der Anfang einer wunderschönen Geschichte, bei der es toll wäre wenn sie passieren könnte.

Clare Swatman hat einen flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil. So fesselte mich dieses Buch von der ersten Seite an.
Als Leser begleitet man Zoe durch ihre Zeitreise und nie wurde mir langweilig. Ganz im Gegenteil. jedes Mal wollte ich wissen ob sie etwas verändern konnte. Ob es der letzte Tag in der Vergangenheit war oder ob dann die Zukunft kommt. Diese Tagesabschlüsse sind perfekt gewählt um Lust auf mehr zu bekommen und das steigert sich von Tag zu Tag.

Man erlebt Zoe und Ed kaum vor dem Unfall, doch als die Reisen in die Vergangenheit anfingen lernt man beide recht gut kennen. Das glückliche Traumpaar kann man allerdings nicht immer erkennen. Sie haben zeitweise schon heftige Probleme, die andere Paare schon längst getrennt hätten. Wenn man eins sicher weiß ist es dass das ja bis zum Unfall nicht geschehen ist. Die Frage ist wie sicher man sich da sein kann.

Irgendwann gab es den Punkt an dem ich anders dachten in Bezug auf das Ende, anders als Zoe. Ich war mir nicht sicher ob sie wirklich etwas ändern konnte, zu viel sprach dagegen. Ob Zoe oder ich recht hatte werde ich natürlich nicht bekannt geben, doch ich kann Euch dieses Buch empfehlen, denn es zeigt auf jeden Fall, das man von vornherein dran denken sollte das jeder Tag der letzte sein könnte und das man nie im Streit auseinander gehen sollte.

[Rezension] Marie Adams – Glück schmeckt nach Popcorn

 Marie Adams
Glück schmeckt nach Popcorn
ISBN 978-3-7641-0494-7
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Blanvalet
Leseprobe

Inhalt:
Martha ist Besitzerin eines kleinen Programmkinos. Es ist ihr Leben und lenkt sie von ihrem Liebeskummer ab, denn an Happy Ends glaubt sie schon lange nicht mehr. Als ihre Freundin und Mitarbeiterin Susanne wegzieht muss jemand Neues gesucht werden und obwohl sie eine Frau bevorzugen würde gibt sie Erik eine Chance. Doch Erik ist ein Optimist und macht es Martha damit nicht immer leicht.

Meine Meinung:
Mein erstes Buch von Marie Adams war Das Café der guten Wünsche in dem es um ein ganz besonderes Café geht und ich hoffte dass diesmal auch etwas von dem Zauber zu finden ist. Diesmal eben nur im Kino.

Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt und so habe ich frohen Mutes angefangen zu Lesen. Der Einstieg war leicht ebenso wie der Schreibstil. So kam ich rasch Vorwärts. Das die Protagonistin sehr negativ eingestellt war sah ich als vorübergehende Situation und ich freute mich auf den Fortgang der Geschichte. ZU Beginn fesselte mich die Neugier, doch dann war es irgendwann etwas müssiger zu lesen. Einfach weil es mir zu negativ erschien. Eine Leichtigkeit fehlte, was ich hauptsächlich Martha zuschrieb.

Diese ist nämlich ziemlich verbittert. Nur ihr Kino bringt ihr Freude und selbst da kommen Probleme vor. Sie jammert und meckert viel herum. Versteht nicht wie man glücklich sein kann. Sie hat eben Liebeskummer. Doch irgendwann sollte das vorbei sein, sagte ich mir, doch darauf konnte ich wirklich lange warten. So verleidete mir Martha mit ihrer negativen Stimmung, aber auch mit ständigem Wechsel der Gefühle und hin und her in anderen Dingen, so ein wenig diese Geschichte.
Ich freute mich immer wenn es um Eric ging. Er ist Optimist und lässt sich durch fast nichts aus der Ruhe bringen. Er hat vielleicht manchmal einen zu verklärten Blick, aber das ist auch das Einzige was man ihm vorwerfen könnte. Insgesamt hat er ein gesundes Selbstbewusstsein und war mein Highlight der Story.

Zum Ende hin wurde es ein wenig besser, aber wenn ich von Ende hin rede geht es da wirklich um die letzten etwa 50 Seiten. Bis dahin zieht das Buch eher runter, als eine romantische Freude zu verursachen.

Leider hat Marie Adams es nicht geschafft das Gefühl vom Vorgänger so wirklich zu transportieren.

[Rezension] J.D. Barker – The Fourth Monkey – Geboren um zu töten

 J.D. Barker
The Fourth Monkey – Geboren um zu töten
Band 1

ISBN 978-3-7645-0624-7
Klappenbroschur
14,99 €
Übersetzerin: Leena Flegler
Erschienen bei Blanvalet
Leseprobe

Inhalt:
Porter wird von seinem Kollegen angerufen. Ein Mann wurde von einem Bus so angefahren das er gestorben ist. Porter weiß erst nicht was er bei einem Unfall soll, doch der Mann hatte ein Päckchen dabei. Genauso ein Päckchen wie der Fourth Monkey Killer seit Jahren versendet wenn er tötet. Ist der Verunfallte der Killer? Haben sie ihn auf diese Weise endlich erwischt und wem gehört das Ohr in dem Päckchen. Fest steht nur dass, wenn das Mädchen noch lebt, es nicht mehr viel Zeit hat, wenn der Tote wirklich 4MK ist.

Meine Meinung:
Bevor ich mich an dieses Buch traute hat es eine Weile gedauert. Es stand zwar recht schnell auf meiner Wunschliste, doch traute ich den Lobeshymnen nicht ganz.

Doch Lesen wollte ich es auf jeden Fall und mehr als das es mir so gar nicht gefällt konnte ja nicht passieren.

Doch zu Beginn sah es schon recht gut aus. Der Einstieg fiel leicht. J.D. Barker hat einen guten und flüssigen Schreibstil, der einen gleich in seinen Bann zieht. Seite um Seite war gefesselt von den taten, von den Ermittlern und natürlich vom Killer.

Zum großen Teil lag das auch an den kurzen Kapiteln und den stetigen Wechseln zwischen Ermittler, und Tagebuchpassagen des Täters außerdem auch zeitweise Kapitel in dem das Opfer zu „Wort“ kommt. So empfand ich die Tagebuchpassagen am interessantesten und war jedes Mal enttäuscht wenn es wieder in die Gegenwart ging. Die Ermittlungen schreiteten zügig voran und doch verlor der Autor sich hin und wieder in Nebensächlichkeiten. So gab es gerade im Mittelteil langatmige Abschnitte, die auch zum Ende hin noch vorkamen, da mag es aber auch an meiner Ungeduld gelegen haben. Schließlich wollte ich wissen was das Motiv genau ist auch wenn ich ab einem gewissen Zeitpunkt schon eine Ahnung hatte.

Die Figuren sind überschaubar.
Porter ist der Ermittler der gerade mit etwas ganz anderem zu kämpfen hat und deswegen eigentlich gar nicht im Dienst wäre. Er wirkt nicht abgehoben und auch nicht wirklich wie ein Super Cop. mir war er recht sympathisch auch wenn er zum Ende hin etwas zu sehr Heldenhaft dargestellt wurde
Clair und Nash sind die Kollegen von Porter. Schlaue Köpfe die vollends hinter ihm stehen.
4MK ist zunächst nur in Form des Tagebuchs Präsent. Doch empfand ich ihn als viel besser beschrieben und mit viel mehr Tiefe ausgestattet wie zum Beispiel Porter. Irgendwie hatte ich das Gefühl den Fourth Monkey Killer viel besser zu kennen.

Am Ende merkt man das es nicht das einzige Buch bleiben wird. Das Ende hat mich schon etwas enttäuscht. Ich hatte da mehr erwartet. Bin aber trotzdem gespannt darauf wie es weiter geht. Ich hoffe nur das es keine Endlos Geschichte wird.

[Rezension] Laura Dave – Hello Sunshine *Werbung*

Auf Grund eines Gewinnspiels im Zusammenhang mit diesem Buch von Blanvalet muss ich diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen. Meine Meinung wurde davon aber natürlich nicht beeinflusst und wird wieder gegeben wie ich sie empfinde.

 Laura Dave
Hello Sunshine
ISBN 978-3-7341-0353-7
Taschenbuch
9,99 €
Übersetzerin: Ivana Marinovic
Erschienen bei Blanvalet
Leseprobe

Inhalt:
Sunshine hat alles zum glücklich sein. Einen perfekten Mann mit einem guten Job, eine schicke Wohnung und auch selber einen guten Job mit viel Anerkennung. Jedoch basiert ihr Part auf einer Lüge, die an ihrem Geburtstag ans Licht kommt. Nun steht sie mit Nichts da und muss sich erst einmal wieder neu finden. Dafür zieht es sie raus aus New York hin zu ihrer alten heimat, einem kleinen Küstenstädtchen.

Meine Meinung:
Hello Sunshine klingt ja zunächst nach einem frechen, lockeren und fröhlichem Roman, doch da täuscht man sich. Es ist eher ein Selbstfindungsroman, aber auch eine Roman der die heutige Zeit wiederspiegelt.

Das klingt nun fast schon zu negativ, so war es dann auch nicht. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, doch es sollte gesagt werden das mit dem Umzug von Sunshine, in ihre alte Heimat, der Roman erst so richtig beginnt und sie ja quasi von vorne anfangen muss. Auf diesem Weg gibt es viele Hürden zu bewältigen. Das macht das Buch sehr interessant und fesselnd.

Die heutige Zeit wird hier in sofern wieder gespiegelt, dass es um Youtube-Channel und Social Media geht. Wie ehrlich ist man dort? Schafft es jeder immer ehrlich zu sein? Wie viel Lügen werden erzählt. Wie viel Aufwand betrieben um gut dazustehen und Erfolg zu haben. Nichts anderes ist es hier und das macht das Buch so Realitätsnah.

Sunshine ist die Hauptfigur der Geschichte, aus deren Sicht bekommen wir die drei Monate mit und lernen sie am besten kennen. Ihr Name ist im Buch leider nicht Programm, denn sie belastet ihre Situation schon sehr, doch sie ist eine Kämpferin und lässt sich nicht unterkriegen, was sie für mich sehr sympathisch macht, trotz dem was sie im Vorfeld getan hat. Sunshine macht im Laufe der Zeit eine große Wandlung durch und wird wieder sie selbst.
Rain ist ihre Schwester und auch wenn ich ihren Groll verstehen konnte fand ich die Reaktion auf ihre Sunshine sehr extrem. Sie hat eine Tochter, die erst sechs Jahre alt ist, bei der man aber manchmal meint sie wäre Erwachsener als alle anderen zusammen
Es gibt viele Figuren die für Sunshines Geschichte wichtig sind. Neben ihrer Schwester und Nichte ist da noch Danny, ihr Mann, den man gar nicht so richtig kennen lernt. Ethan ein Freund ihrer Schwester, Julia, Amber und und und, doch wichtige Hauptfiguren gibt es nur wenige und das hält es übersichtlich.

Hello Sunshine ist ein Roman, der zeigt was wichtig ist. Das Lügen nichts bringt und irgendwann alles raus kommt, das Erfolg nicht alles und Familie das Wichtigste ist. ein Roman der zwar an der Küste den Hauptpart hat, aber das hätte auch jeder andere Ort sein können, der ruhig gewesen wäre und an dem man wieder zu sich selbst finden könnte. Ein Roman der mir von Anfang bis Ende gut gefallen hat. Bei dem ich mir aber ein Epilog gewünscht hätte um auch die letzten Fragen ausräumen zu können.

4buecher

Das Buch erscheint im April 2017 bei Blanvalet

[Rezension] Amy Hatvany – Das Licht zwischen den Wolken



Amy Hatvany
Das Licht zwischen den Wolken
ISBN 978-3-7645-0609-4
Hardcover
19,99 €
Übersetzerin: Alexandra Kranefeld
Erschienen bei Blanvalet
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Natalie wuchs als Einzelkind bei Adoptiveltern auf. Sie hätte gerne einen Bruder oder eine Schwester gehabt, doch dieser Wunsch ging nie in Erfüllung. Dann erfährt sie dass sie eine Schwester hat.
Brooke, vier Jahre älter. Diese hatte nicht das Glück adoptiert zu werden und hat eine harte Kindheit hinter sich. Nun würde Natalie jedoch auch gerne erfahren warum ihre leibliche Mutter sie weg gegeben hat und macht sich auf die Suche ohne zu ahnen was sie damit auslöst.

Meine Meinung:
Das Licht zwischen den Wolken machte mich auf Grund des Titels aber auch der Geschichte der Schwestern neugierig. Am Ende war ich fast vollkommen zufrieden.

Es ist erschreckend wie das Schicksal von Natalie und auch Brooke seinen Lauf nahm. Etwas irritiert war ich das auch die Sicht von Jennifer, die Mutter, so gut beleuchtet wurde, aber es war genau der richtige Weg um Vorurteile gar nicht erst aufkommen zu lassen. So liest man die Chronologie der Ereignisse, die aber nur zum Teil der Reihenfolge nach erzählt wird. Hin und wieder musste ich mich zurecht finden ob die Mädchen nun in der Gegenwart oder in der Vergangenheit sind, aber das war wirklich nur sehr selten der Fall. Meistens konnte man es sehr gut unterscheiden.
Als Leser begleitet man Jennifer, Natalie und Brooke im Wechsel.
Bei Jennifer wurde angefangen als Mutter erzählt sie von ihrem Leben mit ihren Mädchen und auch die Beweggründe sie wegzugeben. Sehr außergewöhnlich und auch nicht immer leicht zu ertragen, doch Nahe an der Realität. Außerdem wird ihr Lebensweg in der richtigen Reihenfolge erzählt.
Anders bei Brooke und Natalie. Sie lernt man als Erwachsene in der Gegenwart kennen, sie erzählen über ihre Vergangenheit durch ihre Erinnerungen. Das Leben der Beiden konnte unterschiedlicher nicht sein.
Während Natalie adoptiert wurde und in behütenden Verhältnissen groß wurde, musste Brooke eine Pflegefamilie nach der anderen hinter sich lassen, die Zeit dazwischen verbrachte sie in einem staatlichen Heim. Ein schlimmes Schicksal, wenn man es so liest und man möchte hoffen das es nur Fiktion ist, doch ich befürchte es geht vielen Kinder so wie Brooke. Man kann gut verstehen warum sie so verkorkst ist. Wobei manche gewiss noch schlimmer dran sind.

Am Ende läuft alles auf das Warum hinaus und ob es eine Familienzusammenführung geben kann und wird. Hier und da gab es Sachen die etwas unrealistisch waren, das hatte aber weniger mit der eigentlichen Geschichte zu tun und ist für mich deswegen nicht so wichtig, doch es ist mir aufgefallen weil es unrealistisch ist und das in einem Buch das sehr Realitätsnah geschrieben ist.

Amy Hatvany hat hier eine schöne und rührende Familiengeschichte erzählt auf die es am Ende ankommt. Es war eine interessante und fesselnde Lektüre bei der die 512 Seiten kaum auffielen.

4buecher

[Rezension] Vincent Kliesch – Der Prophet des Todes

Vincent Kliesch
Der Prophet des Todes
ISBN 978-3-442-37797-8
Klappenbroschur
9,99 €
Erschienen bei Blanvalet

Inhalt:
In Berlin werden zwei Tote in ihren Wohnungen gefunden, ein Ehepaar das getrennt lebte und Eltern von einer noch nicht zweijährigen Tochter waren. Der Mann wurde vergiftet, die Frau hat sich erhängt. Alles sieht danach aus als ob die Frau erst ihren Mann und dann sich selbst getötet hat. Nur weil die Tochter am schreien war wurden die Nachbarn auf den Selbstmord der Frau aufmerksam. Alles passt zusammen und Hauptkommissar Julius Kern versteht gar nicht warum er hinzugerufen wurde, bis sein Kollege ihm einen Brief zeigt auf dem genau die Auffindesituation des Ehepaars als Prophezeiung drauf steht. kern wird klar das es nicht um einen normalen Mitnahmesuizid geht und fängt an zu ermitteln, dann bekommt er selber eine Prophezeiung…

Meine Meinung:
Dies war das Ende der Trilogie rund um Julius Kern und Tassilo und es war ein grandioses Ende. Vincent Kliesch hat mir heute einen netten spannenden und fesselnden Nachmittag beschert. ich wollte das Buch kaum aus der Hand legen und zähle es zu einer meiner Favoriten diesen Monat. Der Schreibstil war leicht verständlich und flüssig wie immer. Als ich anfing zu lesen war ich wieder mittendrin und wurde durch den Fall getragen. Ein echter Page Turner. Der Fall an sich ist schon am Anfang recht merkwürdig wie schafft es ein Täter die Frau dazu zu bringen erst ihren mann und dann noch sich selber zu töten? Was für ein Druckmittel hat er? Warum hinterlässt er diese Prophezeiung und wo ist die Verbindung zu Kern. Das alles wird wirklich erst zum Schluss aufgelöst und bis dahin hatte ich keinen Schimmer. Der Plot wird schon strikt durchgezogen aber darin sind so viele Überraschungen enthalten das ich kaum glaube das irgendjemand auf dieses Ende kommen wird.
Ein toller Abschluss auch wenn ich Schade finde wenn wir Tassilo und Kern nun  nicht mehr lesen werden…oder vielleicht doch?!? Da solltet ihr selber Lesen und Euch Euer Urteil bilden

[Rezension] Charlotte Link – Der Beobachter

Charlotte Link
Der Beobachter
ISBN 978-3-442-36726-9
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Blanvalet

Inhalt:
Samson ist einsam, seine Schwägerin mag ihn nicht und auch sein Bruder hält nur aus Pflichtgefühl zu ihm. Eine Freundin hat er nicht und sein einziger Freund ist Bartek sein ehemaliger Arbeitskollege. so streift er Tag für Tag durch die Gegend und beobachtet Familien in ihrem zu Hause. Vornehmlich die Frauen. Er weiß ihren ganzen Tagesablauf. Besonders für ihn ist aber Gillian die am anderen Ende der Straße wohnt und für ihn die perfekte Familie hat, aber ist es auch so?
In London wird eine ältere Frau umgebracht. 10 Tage lag sie dann unentdeckt in ihrer Wohnung. Der Mörder war sehr brutal und alles schaut danach aus als ob er sie schon längere Zeit beobachtet hat….

Meine Meinung:
In dieses Buch rein zu kommen war für mich sehr schwierig und ich glaube wäre es nicht eine Leserunde gewesen hätte ich es nach 100 Seiten auf die Seite gelegt und nie wieder angerührt. Ich habe schon mehrere Bücher von Charlotte Link gelesen und jedes ist mir in guter Erinnerung, deswegen freute ich mich über die Verlosung zur Leserunde und das ich zu den Gewinnern gehörte. Es wurde in insgesamt 6 Abschnitte aufgeteilt und beim ersten und zweiten Abschnitt quälte ich mich mehr. Es  geschah zwar auch ein Mord aber ansonsten las man von vielen Namen und den dazugehörigen Geschichten. Anfangs eher verwirrend als aufklärend. So ab Abschnitt drei wurde es langsam interessant und ab Abschnitt vier mochte ich gar nicht mehr aufhören und die Spannung stieg. Der Beobachter ist eines der Bücher wo es sich lohnt durchzuhalten und man hinterher trotzdem recht zufrieden ist von dem was man gelesen hat. Die einzelnen Figuren wurden wirklich ausreichend beschrieben, so dass man sich schon fast als Mitglied dieser Gemeinschaft fühlt. der Plot ist recht interessant wurde für mein Empfinden aber eben ein bisschen zu sehr in die Länge gezogen, aber andererseits sollte man das von Charlotte Link schon fast erwarten. Ein Roman mit vielen Drehungen, Verstrickungen und Wendungen und der Auflösung ein wenig zu früh aber schlüssig wenn man es liest.

[Rezension] James Hayman – The Cutting

James Hayman
The Cutting
ISBN 978-3-442-37357-4
Taschenbuch
8,99 €
Erschienen bei Blanvalet

Inhalt:
In Portland geschehen grausame Verbrechen. Erst wird die 16 jährige Katie Dubois entführt und eine Woche später, nackt und Tod, aufgeschlitzt und des Herzen beraubt auf einer Müllhalde gefunden. Etwa zeitgleich joggt die 28jährige Lucinda Cassidy durch ein Waldstück als sie von einem Mann angesprochen, überwältigt und entführt wird. Detective Sergeant Michael McCabe übernimmt zusammen mit Maggie Savage die Ermittlungen in dem eigentlich ruhigen Beschaulichen Städtchen in das McCabe mit seiner Tochter, aus der Großstadt gezogen ist um sicherer zu sein…

Meine Meinung:
The Cutting ist ein Thriller der alles hat. Jede Menge Spannung und Nervenkitzel, Gefühl und Action. Die Mischung ist genau richtig so dass es Spaß macht zu lesen und man kaum aufhören mag.
Von Anfang an ist diese Spannung da, da man auch recht schnell mit den verbrechen zu tun bekommt. Unterstützt wird die Spannung von einem Wechsel zwischen der Polizeiarbeit und den Gedanken des Opfers und auch durch die Zeitangaben die immer an Kapitelanfang stehen. So zittert man mit ob der/ die Täter noch rechtzeitig gefasst werden und noch alles gut geht. Dazu kommt das man eins der Opfer nur kurz kennen lernt, aber immerhin lang genug um es sympathisch zu finden.
Die Ermittlungen sind nicht unnötig ausgeschmückt sondern man erfährt ein wenig mehr als man wissen muss, aber eben nicht zu viel.
Gerade von Detective McCabe erfährt man viel vom Privatleben, was die Spannung aber nicht unterbricht. Ich als Leser fragte mich dann viel eher wird etwas passieren was ihn oder seine Tochter betrifft oder klappt alles Reibungslos.
Den Täter oder sagen wir den Verdacht hatte ich recht schnell, wenn ich anfangs auch auf jemand anderes getippt hätte und dann doch sehr überrascht war, wie am Ende alles zusammen lief und wer wo was getan hat.
Also The Cutting ist ein Hervorragendes Thriller Debüt des Autors James Hayman und so wie ich gelesen habe soll es ja der Auftakt einer neuen Serie sein….leider.

[Rezension] Vincent Kliesch – Der Todeszauberer

Vincent Kliesch
Der Todeszauberer
ISBN 978-3-442-37493-9
Klappenbroschur
8,99 €
Erschienen bei Blanvalet

Rückentext:
SIE SUCHTEN DEN MANN FÜRS LEBEN – UND FANDEN EINEN MANN ZUM STERBEN…
Eine verstümmelte Frauenleiche wird ans Havelufer geschwemmt, und Hauptkommissar Julius Kern steht vor einer neuen Herausforderung: Siebzehn Frauen hat der sogenannte Schläfenmörder bereits getötet, und die Opfer haben nur eins gemeinsam – eine Schlagwunde an der rechten Schläfe. Inmitten der schwierigen Ermittlungen erhält Kern einen anonymen Brief von einem alten Bekannten: Tassilo Michaelis, freigesprochener Massenmörder und Kerns Erzfeind, scheint Informationen zu besitzen, die Kern auf die Fährte des Schläfenmörders führen könnten. Doch er verlangt dafür einen hohen Preis…
Ein psychopathischer Serienmörder, eine neue Frau an Kerns Seite und ein Rivale, der sein ganz eigenes, eiskaltes Spiel treibt – Julius Kern und sein Gegenspieler Tassilo sind mit einem neuen Fall zurück
Meine Meinung:
Ich kenne die Reinheit des Todes nicht, den ersten Roman von Vincent Kliesch mit dem Ermittler Kern. Aber das machte bei dem Thriller auch gar nichts aus, denn wenn man Sachen vom Vorgänger wissen muss, werden sie erwähnt. Ich war gleich vom Prolog an so gefesselt das mein Tag heute aus ganz vielen Lesepausen bestand. Eine Maschine Wäsche, Lesepause, Küche aufräumen, Lesepause usw. Auch hier ist es wieder faszinierend wie ein Autor sich sooo viele Grausamkeiten ausdenken kann und trotzdem auch die menschlichen Gefühle nicht ausser acht lässt, denn beim lesen erfährt man auch warum der Serienmörder so geworden ist wie er ist, bzw. wie alles seinen Anfang nahm. Trotz des ganzen ernstes musste ich hier und da auch schon mal schmunzeln, das lockerte zusätzlich auf oder zu witzig zu sein.Alle Figuren sind hervorragend ausgearbeitet und jede hat seinen Charakter, seine Geschichte. Der Thriller ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert und ich werde ganz bestimmt auch „Die Reinheit des Todes“ noch lesen!!!