[Rezension] Petra Mattfeld – Blutschmuck

 Petra Mattfeldt
Blutschmuck
Band 3

ISBN 978-3-8392-2143-3
Klappenbroschur
12,- €
Erschienen bei Gmeiner
Leseprobe

Inhalt:
Sarah Bischoff trifft auf der Beerdigung ihrer Mutter auf deren Jugendfreundin Lisa Schönfeld. Sie unterhalten sich bis Lisa Schönfeld die Kette sieht die Sarah trägt, dann flüchtet sie sehr verstört. Die Neugier ist geweckt und Falko Cornelsen lässt diese Szene keine Ruhe. Er lüftet das Geheimnis der Kette und gerät an einen alten Fall, der mit Sarahs Familie zu tun hat.

Meine Meinung:
Blutschmuck ist das dritte Buch mit dem Ermittler Falko Cornelsen. Es ist als Thriller deklariert, doch als Thriller empfand ich es nicht.

Dennoch fand ich es gut. Der alte Fall ist wirklich spannend und so erzählt als ob er gerade passieren würde. Das liegt daran das die Autorin immer wieder von der Gegenwart in die Vergangenheit wechselt und man dort den Täter begleitet. Man erfährt mehr über seine Beweggründe und auch wie er die Taten begeht, doch immer nur so viel, dass nicht zu viel Preis gegeben wird. Cliffhanger sind hier an der Tagesordnung.
Genau die machen das Buch zu einem wirklich spannenden Krimi, denn ein Thriller ist für mich doch etwas anders. Es gibt keinen Täter der gerade die Taten begeht diese liegen alle in der Vergangenheit.

Falko Cornelsen kennt man schon, wenn man die Vorgänger gelesen hat. Das ist aber nicht zwingend erforderlich da der Fokus wirklich auf dem Fall liegt und weniger im Privaten. Neben ihm ist sein Kollege Stefan mit am Ermitteln und natürlich hat auch Sarah Bischoff ihre Parts, doch diese sind eher gering. Die Nebenfiguren sind zwar zahlreich in den Namen, doch wurden nicht alle näher beleuchtet, so dass man sich die meisten Namen gar nicht erst merken musste.

Der Plot an sich ist sehr interessant gestaltet. Das einzige was mich ein wenig störte sind die Bibelverse die zeitweise etwas überhand nahmen. Hier und da eingestreut verdeutlichten sie was den Täter antreibt, doch dann nochmal zusammen gefasst auf mehreren Seiten, nur weil Cornelsen sie durch geht, fand ich sie einfach überflüssig.

Insgesamt bekommt der Leser hier einen spannenden Krimi über einen fesselnden Fall, der auch seine grausamen Seiten hat.

4buecher

[Rezension] Oliver Wolf – Netzkiller

Oliver Wolf
Netzkiller
ISBN 978-3-8392-1239-4
Taschenbuch
11,90 €
Erschienen bei Gmeiner

Inhalt:
Marcel bekommt von seinem Kumpel eine Adresse für eine illegale Downloadseite, dort soll es alles geben was das Herz begehrt. Als Marcel sich mit seiner Emailadresse dort anmeldet, sieht er massig Programme die er gerne haben möchte, aber die Seite scheint trotzdem nichts zu taugen, denn alle Links führen in die Leere. In der Begrüßungsmail steht: Willkommen im Spiel, unterschrieben von Gamemaster. Die nächste Mail lässt nicht lange auf sich warten. Marcel löscht sie wird aber nicht in Ruhe gelassen, so dass er am Ende doch schaut was sich hinter dem mysteriösen Link verbirgt der in der Email steht. Dort ist ein Bild von einer jungen Frau, rot eingekreist. Mit der nächsten Mail kommen die Spielregeln. Er soll die Person finden und einen Zettel zustecken, schafft er das nicht wird sie sterben. Marcel ist nicht der einzige „Mitspieler“.
Die Kripobeamten Bürkle und Ronda ermitteln in dem Fall, der große Ausmaße hat….

Meine Meinung:
Netzkiller ist das Debüt von Oliver Wolf und er startet richtig gut. Mir ist aufgefallen das man in immer mehr neuen Büchern von Plattformen wie Facebook oder auch Youtube liest. Oliver Wolf hat es direkt zum thema des Buches gemacht. Anfangs geht es in mehreren Erzählsträngen um  scheinbar vollkommen Zusammenhanglose Verbrechen. Da wird eine Leiche an einer Sprungschanze gefunden, da landet ein Gleitschirmflieger auf einer Leiche an einem anderen Ort. Eine junge Frau stößt in London mit jemanden zusammen und findet hinterher einen merkwürdigen Zettel in ihrer Tasche. Dann gehen die Ermittlungen los und man liest wie sich ein Puzzleteilchen an dem anderen anfügt.
Mich hat dieser Krimi sehr gut unterhalten. Es ging gleich ins Geschehen und von da an war die Spannung da. Oliver Wolf ließ jedes Kapitel mit einem Cliffhanger enden so dass man immer weiter lesen wollte. Der Schreibstil war für mich okay, das Einzige was mich dort gestört hat oder sagen wir eher etwas gestoppt hat waren die schwäbischen Dialoge von eine der Figuren, die musste ich meistens zweimal lesen um sie zu verstehen, aber so viele Dialoge gab es da nicht so dass es dem Lesespaß nicht wirklich etwas anhaben konnte.
Die Figuren lernt man alle nicht wirklich kennen. Der Kommissar ist eher wie eine Nebenfigur, einzig über Jochen Winter, einen der Gleitschirmflieger erfährt man mehr und auch übers Gleitschirmfliegen, allerdings war der Ausflug in das Thema für mich ein wenig zu lang. Trotzdem alles in allem ein interessanter und auch erschreckender Krimi, der auch ein wenig zum Nachdenken anregt und vielleicht manch einen dazu bewegt doch nicht alles öffentlich zu machen. Denn zu Zeiten des Internets, Facebook, Google Street View und Co ist unser Leben transparenter als wir uns das vorstellen können. Da müssen wir es den Verbrechern nicht noch leichter machen.

[Rezension] Claudia Rossbacher – Steirerherz

Claudia Rossbacher
Steirerherz
ISBN 978-3-8392-1243-1
Taschenbuch
9,90 €
Erschienen bei Gmeiner

Inhalt:
In der Weststeiermark wird eine Frauenleiche gefunden,. Es handelt sich um Valentina Trimmel, 19 Jahre jung und Studentin. Gebürtig aus der Weststeiermark, wohnhaft aber nun in Graz. Sie wurde grausam ermordet und selbst der erfahrenen Sandra Mohr und ihrem Kollegen Sascha Bergmann werden ganz anders als sie die Leiche sehen. Sie wurde gepfählt und wie eine Vogelscheuche auf dem Acker ihres Vaters aufgestellt. Am ehesten verdächtig ist der Freund von ihr Egon Hausner, der kurz vor ihrem Tod mit ihr gestritten hat und sein Vater…

Meine Meinung:
Auch wenn ich kaum Krimis lesen, weil ich mich oft schon gelangweilt habe, musste ich den zweiten Band mit dem Ermittlerduo Sandra Mohr und Sascha Bergmann lesen, schon alleine weil ich von dem ersten so begeistert war. So ging ich mit hohen Erwartungen an dieses Buch und wurde nicht enttäuscht. Der Mord ist so brutal und gut beschrieben das einem ganz anders wird. Sowas Grausames…Von da an gehen die Ermittlungen los und auch wenn es hier und da Längen gab fühlte ich mich gut unterhalten und gefesselt an dieses Buch. Es gab Stellen an denen ich regelrecht gebibbert habe und gedacht habe: Das kann und darf nicht sein. Selbst die für mich flachen Stellen waren nie so das ich das Buch hätte weglegen wollen. Außerdem lernt man die Beiden Ermittler noch ein bisschen mehr kennen, so das ich mich ihnen recht Nahe fühlte.
Ich möchte auch nicht versäumen zu erwähnen das Claudia Rossbacher ein Glossar dran gehängt hat in dem die  Dialektwörter übersetzt werden. Ich brauchte es nicht unbedingt denn ich kam auch so ganz gut klar, war ja auch nicht übermäßig viel, aber für die die sich sicher sein wollen ob sie es richtig verstanden haben ist es eine tolle Hilfe.
Wirklich ein rundum gelungener Krimi aus der Steiermark.

[Rezension] Friederike Schmöe – Wasdunkelbleibt

Friederike Schmöe
Wasdunkelbleibt
ISBN 978-3-8392-1199-1
Taschenbuch
9,90 €
Erschienen bei Gmeiner

Inhalt:
Kea bekommt von Bastian Hut alias Dv0ttny den Auftrag ein Buch über seine Hackeraktivitäten zu schreiben, als Abschreckung sozusagen, aber Bastian stirbt kurz nach dem er Kea den Auftrag erteilt hat. Ziemlich zur selben Zeit soll Nero einen neuen Patch auf das System des LKA aufspielen, aber kurz bevor es dazu kommt wird die Seite schon gehackt….
Meine Meinung:
Ein durchaus modernes Thema wird hier von der Autorin Friederike Schmöe aufgegriffen und wenn man das alles so liest wird einem Himmel Angst und Bange, auch wenn man unbewusst die Gefahren des Internets kennt kommt man mal wieder zum nachdenken. Trotz des komplexen Themas für das viel Fachwissen nötig ist kam ich am Anfang gut mit, erst im letzten Drittel fand ich es etwas zu holprig und für mich persönlich unverständlich. Der Schluss kam mir zu plötzlich, aber das ist mein empfinden. Die Protagonisten waren mir ja noch unbekannt, denn auch wenn es schon einige Fälle mit Kea der Ghostwriterin gibt kannte ich noch keinen und somit kann ich über Privates von dem geschrieben wird so gut wie gar nichts sagen. Nur gefällt mir Kea hier in dem Band gar nicht ist mir zu kalt und gefühlskalt teilweise gerade was ihren Lebensgefährten Nero angeht. So ging sie mir zeitweise eher auf den Geist. Abbrechen wollte ich das Buch aber trotzdem nicht. Zum einen weil ich natürlich wissen wollte wer nun der Hacker neben Dv0ttny war, aber auch weil ich eine Leserunde mitmachen durfte.

[Rezension] S. Porath / A. Braun – Klostergeist

S. Porath / A. Braun
Klostergeist
Band 1

ISBN 978-3-8392-1124-3
Taschenbuch
9,90 €
Erschienen im Gmeiner Verlag

Inhalt:
Gefallener Engel Pater Pius, Superior des Spaichinger Konvents, feiert mit seinen Brüdern die Morgenmesse auf dem Dreifaltigkeitsberg. Als die Mönche in den kühlen Novembermorgen hinaustreten, fällt ein Mensch vom Klosterturm, direkt vor Pius´ Füße: es ist Hans-Jürgen Engel, der Bürgermeister der kleinen Stadt.
Kommissarin Verena Hälble auf Rottweil und ihr Kollege Thorben Fischer leiten die Ermittlungen. Als dem neugierigen Pater Pius beim Trauergespräch mit der Witwe „zufällig“ ein Kontoauszug in die Tasche seiner Kutte flattert, mischt auch er sich ein…
Meine Meinung:
Der Krimi ist sehr unterhaltsam und ohne Längen. Er liest sich flüssig und rasant. Die Geschichte wird in 4 Tagen erzählt und in den 4 Tagen passiert so einiges. Verena Hälble ist im Fokus dieses Falls. Man ist dabei wie sie ermittelt und untersucht, Verdächtige besucht und Zeugen verhört. Es gibt kaum Nebenhandlungen, der Fokus liegt auf dem Verbrechen und allem was dazu führte oder als Hinweis auf den Täter dienen könnte. Nur eine Ausnahme gibt es kleinere Texte aus dem Radio, die die Geschichte aber auflockern und ein wenig Witz rein bringen.
Insgesamt gute Unterhaltung mit Witz und Charme

[Rezension] Claudia Rossbacher – Steirerblut

Claudia Rossbacher
Steirerblut
ISBN 978-3-8392-1136-6
Taschenbuch
9,95 €
Erschienen beim Gmeiner Verlag

Inhalt:
Auf Heimatbesuch Als Abteilungsinspektorin Sandra Mohr vom LKA in Graz ausgerechnet in die steirische Krakau gerufen wird, um in einem rätselhaften Mordfall zu ermitteln, ist sie alles andere als begeistert. Schließlich hat sie ihrer Heimat nicht ohne Grund vor Jahren den Rücken gekehrt.

Die Suche nach dem Mörder der Journalistin Eva Kovacs, deren nackte, grausam zugerichtete Leiche im Wald aufgefunden wurde, gerät für sie zur Konfrontation mit einer verschworenen Dorfgemeinschaft, aber auch mir der eigenen Vergangenheit…

Meine Meinung:
Das Buch durfte ich dank Lies&Lausch und einer Lieferverzögerung lesen. Denn eigentlich sollte ein anderes Buch gelesen werden.

Aber Steirerblut war keineswegs ein schlechter Ersatz, nein es war ein richtig spannender kurzweiliger Krimi, in dem einem nicht langweilig wird.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen, trotz Dialekt versteht man alles da die Autorin es so toll gelöst hat das man immer weiß was gemeint ist.

Die Protagonisten Sandra uns Sascha sind sehr sympathisch nicht fehlerfrei aber genau das macht sie zu den Figuren die sie sind.
Die Dorfgemeinschaft kennt jeder der selber in einem Dorf gewohnt hat. Außenstehende oder „Abtrünnige“ sind nicht mehr so gern angesehen und alles hält zusammen.

Also ein authentischer Mordfall der genauso passiert sein könnte.