[Rezension] Mhairi McFarlane – Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt

 Mhairi McFarlane
Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt 
ISBN 978-3-426-51984-4
Klappenbroschur
10,99 €
Übersetzerin: Maria Hochsieder
Erschienen bei Knaur
Leseprobe

Inhalt:
Edie ist auf der Hochzeit von Arbeitskollegen als es zu einem Kuss mit dem Bräutigam kommt. Leider ertappt sie die Braut und so beginnt ein Spießrutenlaufen für Edie. Sie die geküsst wurde wird nun beschimpft und gemobbt. Sie flüchtet nach Hause um dem ganzen zu umgehen und bekommt von ihrem Chef die Chance sich als Ghostwriterin für die Biografie von Elliot Owen zu versuchen bis sich die Aufregung an der Arbeit gelegt hat. Eine Chance die sie mit einem mulmigen Gefühl ergreift auch wenn sich Elliot erst als Nervensäge darstellt.

Meine Meinung:
Ich mochte schon Es muss wohl an Dir liegen recht gerne, so dass ich gespannt auf den Folgeband war, der aber eine vollkommen eigenständige Geschichte ist.

Den Beginn empfand ich als etwas holprig. Ich musste mich erstmal wieder an den Schreibstil gewöhnen, wo ich gerade erst ein Kinderbuch gelesen hatte. Dazu kam das ich auch diese Geschichte bei der Hochzeit als etwas hacklig empfand. Erst nach dem schicksalhaften Kuss wurde es für mich besser und ließ sich sehr gut lesen.

Die Geschichte fing für mich erst richtig in Nottingham an, alles andere war der Grund für Edies Reise in ihre Heimatstadt und für viele viele oberflächlichen Abschnitte die noch folgten, wobei das nicht negativ im Bezug auf das Buch gemeint ist, eher oberflächlich weil Edies Bekanntschaften in London mehr wie oberflächlich waren.
Es gibt hier viele Baustellen an denen Edie zu Kämpfen hat, das öffentliche Mobbing wegen dem Kuss, Vergangenheitsdinge die aufgearbeitet werden müssen, der Kampf mit sich selbst und natürlich der Part als Ghostwriterin. Das Buch hat 540 Seite, sehr viel für einen Roman in der Sparte wie ich finde, doch das vollkommen berechtigt. Die Autorin lässt sich und ihren Figuren eine normale Zeit und macht keine Hektik. Die Geschichte und die Figuren dürfen sich in Ruhe entwickeln, das ist einer der Gründe warum es nie langweilig wurde. Ein anderer ist die gute Mischung von Liebe, Streitigkeiten, Geschwisterzwist, Humor, Ernsthaftigkeit und Freundschaft. Eine Geschichte mit tiefsinnigen aber auch lustigen Dialogen, mit der, für mich, genau richtigen Art von Humor.

Figuren gibt es hier einige, wenn man die ganzen oberflächlichen Arbeitskollegen dazu zählt die Edie mobben. Doch die wichtigsten Personen sind recht schnell aufgezählt.
Edie, sie hat schon Monderwertigkeitskomplexe. Sie muss etwas regeln können oder läuft davor weg. Etwas dazwischen geht nicht. Meistens läuft sie weg. Das bleibt auch lange Zeit so. Dabei ist sie durchaus kein Naivchen, sondern eine Frau die weiß was sie will. Sie kann es nur nicht immer umsetzen. Die Entwicklung hier geschieht ganz nebenher. Es gibt immer wieder Kapitel in denen man es ganz plötzlich bemerkt.
Elliot, der Schauspieler, der das Berühmt-sein eigentlich gar nicht will. Man lernt jemand scheinbar oberflächlichen kennen und merkt recht schnell dass da hinter der Fassade viel mehr ist. Ich mochte Elliot von Beginn an und verstand auch das manch eine Aktion eher ein Schutz war. Am Ende überraschte mich diese Figur jedoch trotzdem am Meisten.
Meg und Edies Dad, die einzige Familie die sie noch hat. Hier gibt es genügend Zündstoff für Streitigkeiten, die aber stellenweise auch sehr amüsant waren.
Margot die exzentrische Nachbarin die nicht mehr möchte als Unterhaltung. Eine wichtige Figur für die Geschichte auch wenn man es zeitweise nicht vermutet hätte. Eine schrullige alte Dame zum liebhaben.
Dazu die Freunde von Edie Hannah und Nick, die hinter ihr stehen und zeigen was Freundschaft bedeutet.
All das sind die Figuren die für Edie wichtig sind. Wichtig für die Geschichte sind da natürlich noch die Arbeitskollegen die auch einiges an Zündstoff rein bringen und damit aber die Geschichte nicht zu einer Liebesschnulze werden lassen.

Das Ende war für mich dann doch überraschend auch wenn die Autorin dem Leser offen gelassen hat wie es ausgehen soll war eine Richtung zu erkennen. Bis dahin gab es viele Unwägbarkeiten und Wendungen die diesen Roman wirklich lesenswert machen.

4buecher

[Rezension] Sebastian Fitzek – AchtNacht

 Sebastian Fitzek
AchtNacht
ISBN 978-3-426-52108-3
Klappenbroschur
12,99 €
Erschienen bei Knaur
Leseprobe

Inhalt:
Was wäre wenn es einen Tag im Jahr geben würde an dem man die Möglichkeit hat seinen stärksten Feind für eine Todeslotterie zu nominieren?
Was wäre wenn es einen Menschen gibt auf den ein Kopfgeld von 10 Millionen Euro ausgesetzt wurde und Du eine Nacht Zeit hast Dir dieses Geld zu verdienen in dem Du ihn tötest. Würdest Du mitmachen bei der AchtNacht?
Benjamin Rühmann ist genau diese Person. Gezogen bei der Todeslotterie kämpft er eine Nacht ums überleben. Gegen zwielichtige Gestalten, aber auch gegen einen Mob deren Menschen einfach nur das Geld wollen und sonst ganz gesetzestreue Bürger sind. Wird er die Nacht überleben?

Meine Meinung:
Nach „Das Paket“ war ich skeptisch ob mir der nächste Thriller von Sebastian Fitzek wieder so gut gefallen würde wie davor. Die Story klang spannend und sie war es auch. Fitzek konnte mich hier wieder abholen und fesselte mich von der ersten bis zur letzten Seite.

Dabei ist schon die Frage spannend ob man selbst einen Kandidaten für die AchtNacht hätte. Mir würde da ehrlich gesagt keiner einfallen. Ich wünsche niemanden den Tod, egal aus welchen Gründen. Doch hier wurde jemand nominiert und er muss nun eine Nacht um sein Leben bangen.

Die Geschichte ist diesmal nicht so wirr, wie beim Vorgänger. Klar strukturiert mit einer Abfolge von Ereignissen kam ich gut mit, musste nicht mehr überlegen als wer wohl derjenige hinter der AchtNacht ist und wer Ben nominiert hat. Der Schreibstil war dabei gewohnt leicht zu lesen und die Kapitel beginnen jeweils mit Name der Person die man begleitet und Angabe von  Ort und Zeit. Die Jagd findet in Berlin statt und auch wenn mir die Orte nichts sagten fühlte ich mich in der Umgebung wohl einfach weil mir die Stadt bekannt ist.

Es gibt nicht so viele Personen in diesem Thriller, wenn man einmal von dem jagenden Mob absieht.
Benjamin Rühmann, genannt Ben hat genug Gewissensbisse für alles Figuren der Geschichte. Er hat für sich große Schuld auf sich geladen und versucht damit zu Leben. Er ist eine gescheiterte Existenz ohne Job und getrennt von seiner Familie die er liebt. Er ist einer der Gejagten in der AchtNacht.
Arezu ist die andere Kandidatin der AchtNacht. Um es spannender zu gestalten gibt es einen Ersatzkandidaten. Sie verursachte bei mir viele Fragezeichen, weil man so wenig von ihr erfährt. Wie lebt sie, hat sie Freunde, Familie. Außer das sie studiert erfährt man nicht viel von ihr und auch zunächst nicht warum sie nominiert wurde.
Es gibt noch zwei Figuren die der Leser extra begleitet, die noch ein wenig Spannung ins Spiel bringen außerdem noch Bens Familie. Für mich persönlich genau die richtige Anzahl und Mischung an Figuren.

Einen möglichen Ausgang der Geschichte erahnte ich schon recht früh. Doch das empfinde ich nicht als schlecht, denn bis zum Ende gab es genug überraschende Wendungen in der Geschichte, die ich dann doch nicht erahnt hätte.
AchtNacht ist für mich ein Szenario das so hoffentlich, dank Menschenrechte, nie geschehen wird und das Sebastian Fitzek  gekonnt beschrieben hat um dem Leser spannende Lesestunden zu bereiten.

4buecher

[Rezension] Michael Tsokos – Zerbrochen

 Michael Tsokos
Zerbrochen
Band 3

ISBN 978-3-426-51970-7
Klappenbroschur
14,99 €
Erschienen bei Knaur
Leseprobe

Inhalt:
Ein Jahr ist vergangen seitdem Fred Abel schwer verletzt wurde. Nun ist er wieder im Dienst und soll den Fall des „Darkroom-Killers“ bearbeiten.
Doch lange kann er sich nicht darauf konzentrieren, denn seine Kinder sind verschwunden. Sie waren zu Besuch in Berlin und wurden entführt. Für Abel zählt es jetzt nur noch seine Kinder zu finden, doch wer ist derjenige der Abel Schaden will.

Meine Meinung:
Ich habe mich schon nach Zerschunden auf die Fortsetzung gefreut. Las dann natürlich zunächst Zersetzt, was mich aber nur bedingt weiter brachte, und hoffte nun mit Zerbrochen endlich eine Aufklärung zu bekommen.

Mit Zerbrochen setzt Michael Tsokos, für mich, perfekt an den ersten Band an. Sowohl die Spannung wie die ganze Handlung haben mich ans Buch gefesselt, das hatte ich im zweiten Band nicht ganz so sehr. So begann ich dieses Buch auch ein wenig mit der Sorge das es mir nicht zusagen könnte, aber diese Sorge war recht schnell verflogen.

Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Die Handlungen aus den Vorgängern die wichtig waren für diese Geschichte waren mir recht schnell präsent, auch weil es geschickt eingebrachte Rückblicke gab. Zerbrochen sollte man trotzdem nicht lesen ohne vorher die anderen beiden Bände zu kennen. Die Rückblicke sorgen für Anschubser bei den Erinnerungen, die komplette Geschichte muss einem natürlich selber einfallen.

In Zerbrochen finden alle Bände ein gemeinsames Ende. Auch wenn die Vorgänger in Teilen abgeschlossen waren, wurden hier noch die letzten Sachen abgeklärt. So kam alles zu einem gemeinsamen Ende.

Schön fand ich das man viele alte Bekannte trifft.
Fred Abel ist verändert durch den Angriff auf ihn. Er scheint ruhiger und nachdenklicher zu sein. Das mag aber auch daran liegen das man mit Kindern nicht mehr so leichtsinnig ist, sondern bedachter vorgeht. Mir gefiel Abel im letzten Band sehr gut. Seine Sorge war authentisch, er brachte mich zum mitfiebern.
Auch wieder dabei ist Lars Moewig, ihn hat Abel im ersten Band aus dem Gefängnis geholt. Eine Figur die viel Raum einnimmt und die ich mir bildlich gar nicht so vorstellen konnte wie sie beschrieben wird. Eben weil er zwar gefährlich wirken soll, es aber gar nicht ist. Er ist ein Fels in der Brandung und guter Freund für Abel, jemand der die Drecksarbeit macht, aber auch das Herz auf dem rechten Fleck hat.
Es gibt noch einige andere Figuren. Kollegen von Abel, aber auch seine Kinder nehmen viel Raum ein in der Geschichte. Die Szenen mit Ihnen in der Zeit der Entführungen fachen die Spannung sehr an.

Am Ende ist alles restlos aufgeklärt. Gespickt mit realen Fällen wie der Darkroom-Killer-Fall, der mir gar nicht geläufig war, aber auch dem Attentat in Istanbul auf eine deutsche Touristengruppe ist dieser Thriller eine ganz besondere Geschichte. Realität und Fiktion sind hier perfekt vermischt. Am Ende stehen wieder ein paar Worte vom Co-Autor Andreas Gößling und auch Worte von Michael Tsokos in denen unter anderem die wahren Fälle der Geschichte benannt werden.

[Rezension] Yasmine Galenorn . Das dunkle Volk Bd.1: Mondschein

Yasmine Galenorn
Das dunkle Volk: Mondschein
ISBN 978-3-426-51115-2
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Knaur

Inhalt:
Cicely ist eine junge Hexe. Sie bekommt vom Wind einen Hilferuf zugeflüstert. Ihre Tante Heather und Rihannon sind in Not. als sie mit ihrer Tante spricht erfährt sie das Marta die Anführerin des Hexenzirkels in New Forest tot ist und sie zur Nachfolgerin benannt hat, aber nicht nur das viele seltsame Dinge geschehen in New Forest so das Cicerly sich sofort auf den Weg dorthin macht. Als sie ankommt erfährt sie das vom Hexenzirkel nur noch drei Hexen übrig sind und sie. Selbst Heather ist verschwunden. Sie hofft von ihrer Jugendliebe Feenprinz Grieve Hilfe zu bekommen aber er rät ihr dazu zu verschwinden und auch sonst ist er irgendwie verändert…

Meine Meinung:
Das dunkle Volk: Mondschein ist der Auftakt zu einer neuen Reihe von Yasmine Galenorn, die manchen schon bekannt ist durch die Bücher aus der Reihe „Schwestern des Mondes“. Ich selber kannte noch keines ihrer Bücher und war aber sofort begeistert von ihrem leichten und flüssigen Schreibstil. Ihr Talent die Fantasy Welt zu beschreiben die sie erschaffen hat, so dass ich sie als Leser gut vor mir sehen kann und trotz dem vielen Fremden eintauchen kann in eine Welt von Vampiren, Feen und Hexen.
Hier in der Serie geht es um Cicerly und ihren Kampf gegen die anderen Mächte, die sie als Bote missbrauchen und sich dann aber mit Hilfe von Freunden selber versucht gegen die Bösen zu stellen. Es geht aber auch um Liebe und die Abhängigkeit von Menschen zu anderen, die dann leider auch als Waffe genutzt werden. Cicerly ist für mich zunächst eine recht eingeschüchterte Person, die aber den Ruf nach Hause folgt um zu helfen und dann sich selbst besser kennen lernt und auch über sich hinaus wächst. Mit Hilfe unter anderem von Ulean, dem Wind der ihr Stimmen zuträgt und eine innige Verbindung zu Cicerly hat. Auch mit Hilfe ihrer Cousine Rihannon und deren Freund Leo. Allesamt helfen sich Gegenseitig und lernen immer mehr dazu.
Ich bin begeistert von diesem Roman, er zeigt das es noch so ausweglos sein kann und man trotzdem einen Weg hinaus finden kann. Allerdings kann ich ihn wirklich erst ab 16-18 empfehlen denn eins hat mich schon etwas gestört. Es gibt einige Sexszenen in diesem Buch, die mal mehr und mal weniger ausgeschmückt werden, aber leider manchmal auch begleitet sind von einer doch recht vulgären Ausdrucksweise. Da diese Szenen nicht so häufig vorkamen vermiesten sie mir nicht wirklich den Lesespaß, aber es fiel mir auf und ich denke das es erwähnt werden sollte. Trotzdem möchte ich gerne den nächsten Band „Eishauch“ lesen, schon alleine weil ich wissen möchte wie es weiter geht. Ob die kleine Gruppe schafft was sie sich vorgenommen hat, denn wie das ja leider bei Serien öfter ist, hat auch dieser Roman ein offenes Ende.

[Rezension] Peter Abrahams – Verblendet

Peter Abrahams
Verblendet
ISBN 978-3-426-50770-4
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Knaur

Inhalt:
Roy ist Bildhauer und Witwer. Seine Frau Delia ist vor fast 15 Jahren bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Als bei ihm Krebs festgestellt wird, der, in dem Stadium, als unheilbar gilt versucht er aus Neugier seinen Nachruf bei der New York Times zu finden. Skippy ein junger Mann der ihm zur Hand geht findet den Nachruf und Roy stellt einen Fehler fest. Als er diesen richtig stellen will erfährt er das dies kein Fehler ist. Er fängt an über den Tod seiner Frau zu recherchieren…

Meine Meinung:
Zuerst muss ich los werden das mir der Titel nicht wirklich einleuchtet, aber das gibt es ja schonmal. Ansonsten fand ich dieses Buch ließ sich gut lesen. Der Schreibstil war einfach und flüssig und der Geschichte auch wenn sie zeitweise etwas kompliziert wurde konnte ich gut folgen. Dies war mein erster Thriller von Peter Abrahams und er macht Lust auf mehr, denn überwiegend fühlte ich mich sehr gut unterhalten nur hier und da gab es ein abfallen der Spannung, mit kleineren Längen. Den Ausgang der Geschichte hätte ich so nicht geahnt und war positiv überrascht, da ich lange vorher ein Ende im Kopf hatte und mich auch einige Zeit bestätigt fühlte. Hmm das Genre Thriller…weiß nicht worunter es sonst abzulegen wäre, aber dafür war mir der Thrill zu wenig. Aber egal mich hat es gut unterhalten und für diejenigen Leser die leichte Thriller mögen sind hier mit dem Buch garantiert gut beraten

[Rezension] Heidi Rehn – Bernsteinerbe

Heidi Rehn
Bernsteinerbe
ISBN 978-3-426-50732-2
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Knaur

Rückentext:
Herbst 1662: In den Wirren des Königsberger Aufstandes trifft Carlotta, die Tochter der einstigen Wundärztin Magdalena, ihre erste Liebe Mathias wieder. Als Offizier der Kurfürstlichen Armee gehört er zu den Belagerern der Stadt – ihre Beziehung steht unter keinem guten Stern.
Als sich die politische Lage in Königsberg zuspitzt, geraten Carlotta und ihre Mutter in den Verdacht, wichtige Geheimnisse an die Belagerer verraten zu haben. Ihnen bleibt nur die Flucht aus der Stadt…

Die ersten Seiten:
Carlotta hat sich gut in Königsberg eingelebt, seit vier Jahren lebt sie nun schon mit ihrer Mutter in dem Haus ihrer Verwandten. Ihr Alltag gestaltet sich recht ruhig bis die Nachricht kommt das der Kurfürst in die Stadt einfallen will. Carlotta hat eine List die sie kund tut. Sie sollen es aussehen lassen als ob in der Stadt die pest wäre, dann würde der Kurfürst gewiss einen weiten Bogen um die Stadt machen. Zunächst gelingt das auch. Alles läuft weiter wie bisher, sie trifft sich ab und an heimlich mit Christoph in den sie verliebt ist und kümmert sich um Tinkturen und Cremes zur Heilung. Aber lange hält diese Ruhe nicht an…

Meine Meinung:
Das wird keine ganz leichte Rezension und gleichzeitig wird es wohl die letzte von einem historischen Roman werden. Ich habe ja schon vor längerem fast alle historische Romane von meinem SuB entfernt und auch das letzte Buch von Heidi Rehn ging an mir vorbei. Ich schaue noch nicht einmal mehr nach Büchern in der Richtung, höchstens für meine Mama. Aber und nun kommt die Einschränkung, ich hatte schon die Wundärztin und Hexengold von Heidi Rehn gelesen und wollte natürlich wissen wie die Reihe weiter geht und freute mich richtig als das Buch gestern per Post kam. 680 Seiten rund um die Geschichte von Magdalena dachte ich, aber erstmal ging es mehr um Carlotta, die Tochter von Magdalena. Zunächst musste ich mich erstmal wieder zurecht finden. Es gab nur wenige Rückblicke auf die vorangegangenen Bände. Gut ist das für die die mit Bernsteinerbe anfangen, denn das kann man auch gut für sich alleine lesen. Schlecht war es für mich weil ich anfangs immer am überlegen war wie Hexengold geendet hat :-/ mein Fehler. Als ich damit aufgehört habe konnte ich auch gut weiterlesen. Allerdings merkte ich selber das mir so ein wenig das Interesse fehlte. Sicher war es interessant zu lesen wie es mit Carlotta und Christoph läuft. Wie Mathias auf sie reagiert. Wie sie versucht als Ärztin zu arbeiten und natürlich auch wie Königsberg als Gesamtes dem Kurfürsten trotzt. Nur meine Neugier wie es ausgeht war es zu verdanken das ich bis zum Ende durchgehalten habe, was ich aber meinem fehlenden Interesse zuschreibe und nicht dem Buch, denn Heidi Rehn hat wieder sehr sorgfältig recherchiert und alles sehr bildlich geschrieben. Ich denke meine Mama als Fan historischer Romane wird Spaß an diesem Buch haben und bestimmt auch jeder andere Leser der diese Richtung mag. Für mich war es nun definitiv das letzte Buch dieser Art. Die Serien habe ich alle beendet und neue werde ich nicht anfangen. Schade nur das ich dieses Buch nicht so würdigen kann wie ich es tun würde wäre es mein Genre.
Eins möchte ich noch hervorheben. Im Nachwort wird die geschichtliche Grundlage dieses Buches geschildert und im Glossar hat Heidi Rehn alle Begriffe erklärt die es heute nicht mehr gibt oder dem Dialekt zu Grunde liegen.

[Rezension] Sara Gran – Die Stadt der Toten

Sara Gran
Die Stadt der Toten
ISBN 978-3-426-22609-4
Klappenbroschur
14,99 €
Erschienen bei Droemer

Inhalt:
Claire DeWitt wird soll den verschollenen Staatsanwalt Vic Willing finden und das im durch Hurrikan Katrina verwüsteten New Orleans. Der Neffe hat ihn das letzte Mal vor der großen Katastrophe gesprochen und macht sich nun Sorgen. Claire DeWitt nimmt den Auftrag an und versucht ihn, auch mit Hilfe unkonventioneller Methoden, zu finden. Was wird sie auf ihrer Suche erwarten? Und ist Vic nur untergetaucht oder bei der Katastrophe umgekommen?

Meine Meinung:
Erstmal zum Positiven, das Buch kommt schon außergewöhnlich daher. Die Ecken sind nämlich rund und nicht eckig (hört sich unlogisch an, weiß aber gerade nicht wie ich es besser beschreiben soll) Die Klappenbroschur ist so geklebt das Leserillen fast unmöglich sind und der Rückentext und auch der Klappentext liest sich gut, ABER, ja nun kommt das Aber für mich hat es definzit an Spannung gefehlt. Erstmal wirkte alles genauso chaotisch wie es wohl in New Orleans nach Katrina war. Auch Claire deWitt war für mich nur Chaos. Ich hatte mir vorgestellt das sie mit ihrer außergwöhnliuchen Ermittlungsweise mehr Spannung und auch ein wenig Witz reinbringen kann, aber da lag ich falsch. Der Schreibstil war doch arg holprig. Gerade am Anfang wurde der Fall für mich viel zu sehr zu Nebensache und ich merkte das genau das mir die Spannung nahm. Sicher war einiges davon wichtig, aber vieles auch vollkommen überflüssig und so nahm es mir nicht nur die Spannung sondern auch den Spaß am Lesen. Es ist aber ein mir netterweise zur Verfügung gestelltes Rezensionexemplar und so wollte ich es natürlich auch beenden. Bis dahin hatte ich aber noch einiges vor mir, stellenweise wirklich interessant, stellenweise für mich aber zum Gähnen langweilig. Die Spannung schaffte Sara Gran nicht zu halten. Aber vielleicht habe ich ihre Art auch zu wenig verstehen können. manchmal nervte sie schon mit ihren Gedankensprüngen oftmals kam ich nicht mehr mit. Das Ende allerdings war für schon etwas anders als erwartet, was man ja schon als Pluspunkt werten kann. Vielleicht war es auch einfach nur kein Buch für mich und jemand anderes mag es verschlingen und wartet das sehnsüchtig auf den nächsten Band, denn es soll der Auftakt einer Serie sein. In dem Fall allerdings nicht für mich.

[Rezension] Sven Koch – Brennen muss die Hexe

Sven Koch
Brennen muss die Hexe
ISBN 978-3-426-50855-8
Taschenbuch
8,99 €
Erschienen bei Knaur

Inhalt:
Im Druidenkreis am Stausee wird eine Leiche gefunden, verbrannt an einem Pfahl, wie die hexen im Mittelalter. nur der Starke Regen der Nacht hat vermutlich dafür gesorgt das sie nicht komplett verbrannt ist. Polizeipsychologin Alex von Stietencron kommt zusammen mit Ihrem Kollegen Schneider zum Tatort in dessen Nähe im Baum eingeritzt eine Nachricht gefunden wurde: Für immer. A.G.
Die Obduktion ergibt das die Frau zuvor nach mittelalterlichen Methoden gefoltert wurde. Es wird die SOKO Flammenhimmel gegründet, denn es ist zu befürchten, das dies erst der Anfang war…

Meine Meinung:
Dieses Buch ist im Gegensatz wie das erste Purpurdrache als Kriminalroman ausgewiesen. Purpurdrache lief unter Thriller und für mich hätte es umgekehrt viel besser gepasst. Während ich bei Purpurdrache gerade am Anfang nur zäh durch kam wollte ich Brennen muss die Hexe kaum aus der Hand legen und hatte selbst heute an der Arbeit die letzten 100 Seiten ruck zuck gelesen. Mich interessierte die Geschichte um die Hexenverbrennung als neuzeitiges Verbrechen doch sehr und das war der Hauptgrund das ich dieses Buch lesen wollte. Ab und an lese ich ja auch heute noch historische Romane und in vielen geht es unter anderem um die Hexenverbrennung. Das jemand auf die Idee kommt heute Frauen auf den Scheiterhaufen zu verbrennen ist mehr als krank. Sven Koch hat genau das zum Modus Operandi gemacht und drumherum eine interessante Jagd auf den Mörder geschrieben. Es war ein kurzweiliges, spannendes und leicht zu lesendes Vergnügen. Viele Fragen waren offen wurden aber am Ende geklärt. Der Mörder selber war mir bis zum Ende nicht klar, auf den wäre ich niemals gekommen. Allerdings konnte ich für mich auch einige Spuren die gelegt wurden ausschließen. So stieg die Spannung recht schnell an und hielt sich dann auch bis zum Schluss. Obwohl es nötig war offene Fragen, als der Täter gefasst war zu klären, wäre es mir vorher eingewoben in der Geschichte lieber gewesen. Irgendwie war da die Luft raus. Trotzdem es war ein toller Thriller mit Alex von Stietencron, die sich als Protagonistin doch sehr weiter entwickelt hat. Im ersten Band war sie noch sehr unsicher und eher die graue Psycho Tante, aber in dem Band merkt man das sie und ihre Meinung doch immer mehr akzeptiert wird. Nun bin ich schon gespannt auf einen nächsten Fall Alex von Stietencron.
Ein Thriller der sich im Gegensatz zu seinem Vorgänger sehr gesteigert hat

[Rezension] Donn Cortez – Du wirst sein nächstes Opfer sein

Donn Cortez
Du wirst sein nächstes Opfer sein
ISBN 978-3-426-50983-8
Taschenbuch
8,99 €
Erschienen bei Knaur


Achtung Kann Spoiler zu Closer von Donn Cortez enthalten!!!

SIE SIND AN EINE BOMBE GEFESSELT. DIES IST KEIN SCHERZ. WENN SIE ÜBERLEBEN MÖCHTEN; LESEN SIE DIESES BUCH!

Inhalt:
Jack ist der Closer und hat es sich zur Aufgabe gemacht Mörder zu töten, aber nicht einfach so. Vorher werden sie so lange gefoltert bis sie alle Einzelheiten der Taten gestanden hat, das nimmt er auf Band auf damit die Angehörigen der Opfer wissen was in den letzten Minuten mit ihren Lieben passiert ist.
Er hat eine Webseite, das Jagdrevier. Nun ist er dort alleine bis eine Neuanmeldung kommt die sich interessant anhört. Remote nennt sich derjenige, er hat es sich ebenfalls zur Aufgabe gemacht Mörder zu töten, aber er macht das nicht selber er benutzt Unschuldige als Werkzeuge indem er sie mit Bomben bedroht und Ihnen seinen Willen so eintrichtert das sie gar nicht mehr anders können als zu töten. Wird Remote das nächste Opfer von Closer.

Meine Meinung:
Donn Cortez hat auch schon Bücher für CSI Miami geschrieben und da das eine der Serien ist die ich gerne sehe war ich auch neugierig auf sein Buch. Als ich dann ein wenig rumsurfte sah ich das es noch einen Band davor gab „Closer“. Beide hatte ich hier und Pflichtbewusst wie ich war wollte ich erstmal mit dem Rezensionsexemplar starten, merkte aber recht schnell das es auf Closer aufbaute. Also doch nochmal umgeschwenkt und nicht bereut. Auch wenn ihr hier keine Rezension zu Closer findet will ich kurz sagen das es ein sagenhafter, genialer aber auch Brutal und perfider Thriller ist, den ich nur empfehlen kann und den man unbedingt lesen sollte wenn man „Du wirst sein nächstes Opfer“ lesen will. Es ist vielleicht nicht 100% nötig aber zu 90 % man versteht viel mehr was in Jack und Nikki vorgeht. Deswegen meine Empfehlung erst Closer dann Du wirst sein nächstes Opfer sein, verpassen sollte man beide Thriller nicht.
Nachdem Jack in Closer auf sein Ziel hingearbeitet hat kann er in diesem Band einfach nicht aufhören, aber nicht weil ihm das Töten Spaß macht sondern weil er es als Nötig erachtet. Er sieht es als notwendiges Übel, aber er trifft auf einen ebenbürtigen Gegner. Während er in Closer viele verschiedene Opfer auswählt dreht sich hier alles um ihn und Remote und das Töten. Auch dieser Band ist wieder sehr ausgeklügelt und perfide, auch brutal wenn auch kam Blut fließt, stellt man sich so einige Szenen vor kann einem schon ganz anders werden. Allerdings gab es für mich hier die ein oder andere erklärende Ausschweifung die mir persönlich zu viel des Guten war, aber die Spannung riss nie ab.
Aufgeteilt ist die Geschichte in drei Teile die immer mit einem Zitat beginnen. Der Schreibstil ist rasant und gut zu verstehen, auch ziehen einen die relativ kurzen Kapitel durch Buch.
Ich finde das Buch ist ein Psychothriler der besonderen Art.

[Rezension] Ava McCarthy – Passwort: Henrietta

Ava McCarthy
Passwort: Henrietta
ISBN 978-3-426-50352-2
Taschenbuch
8,99 €
Erschienen bei Knaur

Inhalt:
Henrietta genannt Harry ist Hackerin und steigt für Firmen in ihre Systeme um Sicherheitslücken aufzudecken. Schon früh lernte sie alles Nötige. Ihr Vater war ihr Vorbild. Sie macht ihren Job gut. Dann wird sie erst auf die Gleise vor die U-Bahn geschubst und dann findet sie ihre Wohnung verwüstet vor. Wer will ihr Schaden und warum?

Meine Meinung:
Passwort: Henrietta ist ein Thriller, der ganz langsam anfängt. Es ist von Vorteil sich ein wenig in der Bankenbranche auszukennen auch wenn alles nach und nach erklärt wird. Allerdings sind es gerade am Anfang viele Fachbegriffe aus Banken- und Hackerbranche. Dann gibt es noch viele verschiedene Personen die zur Geschichte gehören, das alles unter einen Hut zu bekommen und zu verstehen hat bei mir etwas gedauert. Als es mir dann geglückt ist kam ich sehr gut mit und konnte mich von der Geschichte ziehen lassen. Die Spannung baute sich dann auch recht schnell auf  und ich wollte kaum noch aufhören zu lesen. Mit Harry habe ich viel gebangt, ich habe mitgerätselt wer der Böse ist und auf das Ergebnis wäre ich nie gekommen. Das Ende kann man zwar als Happy End bezeichnen aber schon mit Ecken und Kanten. Zwischendrin gab es die ein oder andere Länge, die daher rührte das der Grundstoff: Das Bankwesen, doch für mich recht langweilig war und meistens in den Bereichen erklärt wurde.
Alles in allem ist ein nicht ganz leichter Thriller, aber deswegen nicht weniger spannend