[Rezension] Ursula Poznanski – Aquila

 Ursula Poznanski
Aquila
ISBN 978-3-7855-8613-6
Klappenbroschur
16,95 €
ab 14 Jahren
Erschienen im Loewe Verlag
Seite zum Buch

Inhalt:
Nika wird ohne Erinnerung an die letzten Tage wach. Sie hat einen kompletten Filmriss. Zudem ist sie in ihrer Wohnung eingesperrt, hat kein Handy und keinen Laptop mehr und ihre Mitbewohnerin Jenny ist auch verschwunden. Das einzige, dass ihr nun weiterhelfen kann ist ein Zettel mit Hinweisen, die aber sehr kryptisch sind. Die Suche nach den Antworten beginnt.

Meine Meinung:
Aquila heißt das neuste Werk von Ursula Poznansnki und bis auf Erebos war ich von allen Büchern mehr wie begeistert.

So durfte ich dieses in einer Leserunde lesen. Was das Leseerlebnis immer noch ein wenig intensiver macht.

Der Einstieg war genauso verwirrend wie er vermutlich auch für Nika war, denn auch als Leser weiß man nicht mehr. Der schreibstil gewohnt flüssig und fesselnd und das obwohl ich gerade die ersten 70 Seiten als stellenweise langatmig empfand. Dieses auf der Stelle treten weil Nika am rätseln ist was geschehen ist dauert mir hier einfach zu lang. Trotzdem hielt mich etwas an dem Buch. Der für mich zweite Abschnitt war dann schon wesentlich spannender und auch im weiteren Verlauf steigerte sich die Spannung stetig. Es gab Zeiten, da wollte ich das Buch gar nicht an die Seite legen.

Den Figuren fehlt es ein wenig an Tiefe und ab und an waren gerade die Handlungen von Nika für mich nicht nachzuvollziehen. Ein 19 Jähriges Mädchen würde doch denke ich ganz anders reagieren, gerade wenn es in einem fremden Land ist. Obwohl ich so manche Handlung nicht verstand oder eher manche Handlung gar nicht erst kam, was ich wiederum nicht verstand, empfand ich Nika als sehr mutig. Sie kämpft darum ihre Erinnerungen wieder zu bekommen und lässt sich selbst von Drohungen nicht zurückhalten.
Nikas Eltern werden zwar kurz erwähnt, haben aber sonst keinen Einfluss auf die Geschichte. Auch Freunde aus Deutschland gibt es wohl, bleiben aber sonst außen vor. Es gibt noch Bekannte in Italien, die Nika auch helfen, doch trauen kann man in der Geschichte wirklich keinem und die Nebenfiguren bleiben für mich sehr blass. Am Ende erklärt sich so manches Verhalten, aber bis dahin sind alle Nebenfiguren eigentlich nur „Werkzeuge“ für die Geschichte.

Zum Schluss war ich doch recht begeistert von der Geschichte. Hier und da gibt es Aspekte, die ich nur bedingt nachvollziehen kann und das führte auch zum  Punktabzug. manch Szenario fand ich dann doch recht unvorstellbar oder nur schwer umzusetzen. Es fehlte da ein wenig die Logik.

Trotzdem kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen, denn fesselnd war es von Anfang bis Ende

4buecher

[Rezension] Heather Brewer – Vladimir Tod ist ganz schön untot (Bd. 5)

Heather Brewer
Vladimir Tod ist ganz schön untot (Bd.5)>
ISBN 978-3-7855-7106-4
Taschenbuch
9,95 €
Erschienen bei Loewe

Achtung enthält Spoiler zu vorherigen Bänden

Inhalt:
Dorian hat sich zwischen Vlad und Joss geworfen und hat so den Pflock abbekommen der für Vlad gedacht war. Dorian stirbt und Vlad prügelt auf Joss ein, wird dann aber aufgehalten. Sein Vater steht auf einmal vor ihm und ist kurz danach wieder verschwunden. Keiner außer ihm hat ihn gesehen. Hat Vlad nun Halluzinationen? Dann taucht auch noch Em auf und erinnert Vlad an den bevorstehenden Prozess. Allerdings gibt es nur noch einen Anklagepunkt: Die Verbindung von seinem Vater, dem Vampir zu seiner Mutter, einem Menschen. Vlad berichtet von dem Auftauchen von Tomas und bekommt Aufschub. Sollte er Tomas finden und ihm der Prozess gemacht werden können, kommt Vlad mit dem Leben davon. Andernfalls muss er dafür gerade stehen. Und dann ist da ja noch die Prophezeiung. Ganz schön viel was auf Vlad einströmt

Meine Meinung:
Wow das nenne ich mal einen hochexplosiven Abschluss einer Serie. Alles klärt sich und vieles hat mich wirklich überrascht.
Schön fand ich das dieser Band sich nahtlos anreiht an den letzten Band. Diesmal startet es nicht am Anfang des Schuljahres sondern damit wie der vierte Band geendet hat. Es gab auch kleinere Rückblicke aber auch ohne diese war ich direkt wieder drin und kam gut zurecht. Eine der Überraschungen war auf jeden Fall das Tomas Vlads Vater aufgetaucht ist. Da ich ja alle Bände in Leserunden gelesen habe kam hier und da schonmal der Verdacht auf das er noch lebt, aber das es tatsächlich so ist war dann doch eine Überraschung. Aber nicht die Einzige. Es gab einige Wendungen die man am Anfang dieser Serie nicht für möglich gehalten hätte. Da mag ich aber nicht zu viel verraten. Ihr sollt Euch selber überraschen lassen. Fest steht das Heather Brewer mit diesem Band ein wirklich super Abschluss gelungen ist. Ich bin etwas traurig das diese doch recht ungewöhnliche Vampirserie zu Ende ist.
Wie heißt es so schön: man soll aufhören wenn es am schönsten ist und das ist auf jeden Fall gelungen. Es war ein sehr rasanter und actionreicher Band. Es gab viele Kämpfe und alle Fragen wurden beantwortet.
Besser finde ich kann man diese Serien nicht Enden lassen

[Rezension] Kiersten White – Dreams´n´Whispers

Kiersten White
Dreams ’n‘ Whispers
ISBN 978-3-7855-7239-9
Gebundene Ausgabe
17,95 €
Erschienen bei Loewe

Inhalt:
Evie lebt ihr gewünschtes normales Leben. Sie geht zur High School und hat eine Fernbeziehung mit Lend, der zum College geht. Dort möchte sie auch angenommen werden weswegen sie versucht gute Noten in der Schule zu bekommen. Aber so aufregend ist das normale Leben nicht, auch wenn sie ja in einem Diner mit anderen Paranormalen arbeitet, passiert nicht viel und es ist eher langweilig. So nimmt sie bereitwillig das Angebot von Raquel an für die IBKP zu arbeiten. Zu Evies Bedingungen….

Meine Meinung:
Dreams´n´Whispers ist der zweite band der Trilogie Lebe lieber übersinnlich und ist perfekt für Mädels im Teeniealter. Trotzdem hatte auch ich als „alte“ Frau Spaß dran diesen locker leichten Jugendlichen Fantasy Schmöker zu lesen. Wie der erste Band schon hat mir auch dieser total gut gefallen. Evie ist reifer geworden habe ich das Gefühl und trotzdem piept es manchmal im Text. Am Schreibstil merkt man richtig in welcher Altersklasse man sich als Leser bewegt und auch die Gedankengänge die Evie hat und die Problemchen ähneln doch sehr die eines Teenies. Das alles macht es aber nicht langweilig,. Während das Buch am Anfang doch eher einer Erzählung ähnelt und ich erstmal rein kommen musste tauchen doch recht schnell neue Figuren auf die Pep rein bringen. Jack mit seinem Witz und Charme hat mich einige Male zum Schmunzeln gebracht. Als es dann los ging das Evie für die IBKP arbeitet, kam man aus der Spannung nicht mehr raus.
Dreams´n´Whispers ist eine gelungene Fortsetzung von Flames´n´Roses und man sollte diesen Band auch nicht ohne den ersten zu kennen, lesen. Denn Rückblicke gibt es kaum bis gar nicht und ohne den ersten Band weiß man nicht wirklich worum es geht.
Einer folgt ja nun noch und ich bin schon gespannt worum es darin geht.

[Rezension] Jeyn Roberts – Dark Inside

Jeyn Roberts
Dark Inside
ISBN 978-3-7855-7396-9
Klappenbroschur
14,95 €
Erschienen bei Loewe

Inhalt:
Mason hat nur „Glück“ das er aus der Schule weg geholt wurde weil seine Mutter einen Unfall hatte, denn kurze Zeit später fliegt seine Schule in die Luft.
Aries ist gerade in einem Bus unterwegs als ein Verrückter sagt das sich bald ein Tor auftut, er zählt von 10 rückwärts, als dann bei Null ein Erdbeben die Umgebung ins Chaos stürzt.
Clementine ist mit ihren Eltern bei einer Gemeindeversammlung in der es um Hilfe für die Erdbebenopfer an der Westküste geht, als ihre Mutter sie raus schickt, gerade rechtzeitig bevor dort ein Blutbad angerichtet wird.
Michael wird Zeuge eines merkwürdigen Unfalls. Ein Autofahrer fährt absichtlich in ein Motorrad so das der Motorradfahrer von seiner Maschiene fliegt und von einem LKW überrollt wird. Anschließend werden alle Zeugen von der Polizei aufgefordert zu gehen ohne das sie befragt wurden. Michael sieht noch wie die Polizisten denn verrückten Unfallverursacher erschießen. Danach schießen sie auch auf Michael und seinen Freund im Auto….

Meine Meinung:
Dark Inside ist mal ein Buch das nicht nach einer Katastrophe startet sondern mittendrin. Als Leser ist man dabei wie vier Jugendlich schlimme Sachen widerfahren. Bei dem einen ist es ein Amoklauf in der Schule, bei der anderen ein Erdbeben. Bei der Dritten ebenfalls ein Amoklauf allerdings in einer anderen Stadt und auch der Vierte wird Zeuge von äußerster Brutalität. So flüchten alle drei vor dem Bösen, das Menschengestalt angenommen hat. Sie werden gejagt von den Hetzer und als Leser bekommt man mit wie sie versuchen zu überleben. Wie die Umgebung immer Böser wird und die Zivilisation wie wir sie kennen zerfällt.
Der Schreibstil ist locker und flüssig und so kommt man wirklich schnell voran. Die Protagonisten bleiben für mich etwas zu blass, man erfährt nur sehr wenig über sie so dass sie nur das verkörpern was man sich in der Geschichte erliest. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen ist es eine interessante Geschichte, die sich aufs wesentliche beschränkt und wo man lesen kann wie die Vier versuchen zu überleben.
Dieses Buch ist der erste Teil eines Zweiteilers und ohne zuviel vorweg nehmen zu wollen, merkt man das am Ende auch. Es hat mich doch eher unzufrieden zurück gelesen mit vielen offenen Fragen, die wohl dann erst im zweiten Teil beantwortet werden.

[Rezension] Amy Plum – Von der Nacht verzaubert

Amy Plum
Von der Nacht verzaubert
ISBN 978-3-7855-7042-5
Gebundene Ausgabe
18,95 €
Erschienen bei Loewe

Inhalt:
Kates Eltern kamen kurz nachdem Kate ihren Führerschein bestanden hat bei einem Autounfall ums Leben. Daraufhin zieht sie zusammen mit ihrer Schwester Georgia von Amerika nach Paris zu ihren Großeltern. Dort igelt sich Kate zunächst ein. Erst auf Drängen von ihrer Schwester geht sie wieder ein bisschen mehr vor die Tür, wenn auch nur um im Cafe zu sitzen und ihre Bücher zu lesen. Dabei lernt sie jede Menge Stammgäste des Cafes kennen, aber nicht nur das, sie sieht auch einen hübschen jungen Mann, der sie von da an fasziniert. Von dem Moment an ist sie täglich in dem Cafe um ihn wieder zu sehen. Bei der nächsten Begegnung erfährt sie das er Vincent heißt und noch eine Begegnung später verabredet sie sich mit ihm. Irgendwas hat er an sich was ihr gefällt, aber er ist auch ein wenig merkwürdig….

Meine Meinung:
Heute bei der Buchhandlung lachte mich dieses Buch an und auch wenn ich wusste das ich es als Wanderbuch bekommen sollte konnte ich mich nicht dagegen wehren es mitzunehmen. Da ich dazu diesen Monat doch schon 21 geplante Bücher gelesen hatte und heute Abend ein K.O. Lesen bei den Buchgesichtern statt findet wollte ich mit dem Buch anfangen. Ich kannte ja schon die Leseprobe und habe nicht gewartet bis 18 Uhr bis das K.O. Lesen anfing sondern war schon vorher dran. Um 17 Uhr etwa fing ich an und gegen halb sechs hatte ich die ersten 60 Seiten weg gelesen. knapp 90 Minuten später die nächsten 160 Seiten, ein persönlicher Rekord, der auch zeigt wie gut dieses Buch ist. Es liest sich weg wie nichts. Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. Die ganze Handlung ist trotz des für mich neuen Aspektes das es Revenants sind überschaubar und unkompliziert. Nie kam ich ins stocken und ich konnte so richtig eintauchen in diese bezaubernde Geschichte von Kate und Vincent. Eine Lovestory im Fantasy Bereich. Kate das Mädchen das mit ihrer älteren Schwestern bei den Großeltern lebt weil die Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind und Vincent der Revenant – ein Wiedergänger, der bisher durch Rache getrieben wurde und sich nun in Kate verkuckt hat. Auch alle anderen Figuren zeichnet eine wärme aus, die man selbst beim Lesen merkt. Natürlich nur die Guten. Bei den Bösen erahnt man auch das gleich. Eine aufregende und wunderschöne Story von der ich gerne mehr lesen würde. Manche Bücher sind einfach zu schnell zu Ende.

[Rezension] Heather Brewer – Vladimir Tod kämpft verbissen Bd. 4

Heather Brewer
Vladimir Tod kämpft verbissen Bd. 4
ISBN 978-3-7855-7375-4
Taschenbuch
9,95 €
Erschienen bei Loewe

Inhalt:
Die Sommerferien sind fast rum und Vlad hat jede Menge Kummer. Joss der Vampirjäger trachtet Vlad nach seinem Vampirleben, Mit Meredith hat er zwar Schluss gemacht, aber das nagt noch sehr an ihm. Otis und Vlad haben auch ein paar Unstimmigkeiten außerdem hat er Angst um Otis weil der Prozess bevor steht und dann ist da noch Dorien, der sein Blut saugen möchte….

Meine Meinung:
Nachdem ich die ersten drei Bände von Vlad gelesen habe musste der vierte und vorletzte Band auch sein und gleich zu Beginn war ich wieder mittendrin. Vlad wird älter und muss sich in dem Band nicht nur mit seinem verkorksten Liebesleben rumschlagen sondern auch noch mit so einigen Leuten, egal ob Vampir oder Mensch, die ihm nach dem Leben trachten. Vlad wird Erwachsener er muss es auch werden, denn Naivität würde ihn das Leben kosten. Auch mit den andere Protagonisten wie Otis und Henry und D´Ablo haben wir wieder zu tun und es ist wie nach Hause kommen. Dieser teil ist sehr rasant geschrieben, es sind zwar klitzekleine Verschnaufpausen drin aber die sind wirklich nur kurz und die Spannung hat einen sehr hohen Level vom Anfang bis zum Ende
Einen Teil wird es noch geben und so hat dieser Buch ein paar Antworten aber auch noch viele Fragen. Spannender kann man eine Reihe nicht fortsetzen wie ich finde.
Ein kleines Highlight ist ein Interview zwischen Heather Brewer und Vladimir Tod am Ende des Buches.

[Rezension] Kelly Creagh – Nevermore

Kelly Creagh
Nevermore
ISBN 978-3-7855-7389-1
Klappenbroschur
14,95 €
Erschienen bei Loewe

Inhalt:
Isobel muss zusammen mit einem Partner eine Hausarbeit erledigen und der Lehrer teilt ihr ausgerechnet Varen zu. Varen läuft gruselig rum und ist auch sonst recht merkwürdig. Er gibt ihr seine Nummer und sie wollen dieses Projekt gemeinsam machen. Isobels Freund Brad findet das gar nicht gut und bedroht  Varen sogar. Isobel kommt hinzu und verteidigt ihn außerdem fängt sie an ihre Freunde zu belügen wenn sie mit Varen für die Schule lernt. So schlecht wie gedacht fühlt sie sich in seiner Gegenwart gar nicht.

Meine Meinung:
Puh, Ich finde es diesmal etwas schwer eine Rezension zu verfassen. Die Geschichte war sehr interessant und basiert auf den Werken von Edgar Allen Poe. Oder sagen wir sie hängen damit zusammen. So konnte ich in dem Buch einige Passagen aus den Werken lesen, was mich persönlich ein wenig im Lesefluss störte, ansonsten fand ich den Schreibstil aber recht leicht und flüssig. Die Geschichte um die Cheerleaderin Isobel und dem Außenseiter Varen begann mit einem Zufall. Die Beiden wurden einander zugeteilt für eine Englisch Hausarbeit. Isobel hat so überhaupt keine Lust mit Varen diese Hausarbeit zu machen, muss sich dem aber fügen. Anfangs tut sie reichlich wenig dafür. Das Thema hat Varen ausgesucht: Edgar Allen Poe. Isobel hat viel eher ihre Landesmeisterschaften im Cheerleading im Kopf als diese Hausarbeit, aber ihr Leben verändert sich nach und nach und man merkt auch das sich Isobels Sichtweise immer mehr ändert. Für mich machte sie das immer sympathischer. Da man als Leser Isobel durch die Geschichte begleitet lernen wir sie recht gut kennen. Währenddessen Varen ziemlich blass ist und bleibt, das finde ich schon Schade, schließlich ist er eine der Hauptpersonen. Andererseits passt es zu dem zurückhaltendem Varen das wir so wenig erfahren. Die ersten zwei Drittel habe ich nur so durchflogen, zum Ende hin allerdings wurde es wieder sehr verworren und ich kam stellenweise nicht mehr ganz so gut mit. Was ich nicht wusste ist das noch zwei Bände geplant sind, so war ich über das offene Ende schon etwas erstaunt und fand es auch etwas ärgerlich. Schließlich möchte ich wissen wie es weiter geht ;-) Alles in allem ein guter Start in eine Serie, die noch hier und da Holpersteine beherbergt.

[Rezension] Janet Clark – Schweig still, süßer Mund

Janet Clark
Schweig still, süßer Mund
ISBN 978-3-7855-7274-0
Klappenbroschur
12,- €
Erschienen bei Loewe

Inhalt:
Jana und Ella sind Freundinnen seit dem Kindergarten. Sie erzählen sich alles, aber seit einiger Zeit ist vieles anders geworden. Seitdem Marco mit Jana Schluss gemacht hat sehen sie sich nicht mehr so oft. Jana hat sich ziemlich verkrochen und auf die Schule gestürzt. Dann verschwindet Ella. Jana kann sich nicht vorstellen das sie abgehauen ist ohne Bescheid zu geben und glaubt das ihr etwas zugestoßen sein muss. Sie setzt alle Hebel in Bewegung um sie zu finden, aber das was sie erfährt trifft sie hart….

Meine Meinung:
Hmm wo fange ich an….Im Dezember sah ich das Programm von Loewe und entdeckte dieses Buch von Janet Clark. Die Beschreibung klang so als ob es genau das Richtige für mich ist und abgesehen davon habe ich von der Autorin Janet Clark ja schon ein anderes Buch gelesen und verschlungen, also landete es auf meiner Wunschliste. Letzte Woche flatterte das Buch rein und gestern wurde es direkt zur Hand genommen und wieder verschlungen.

Das erste war ein Thriller, dieses ist ein Jugendthriller und Beides beherrscht Janet Clark perfekt. Ich habe das Buch geschlossen und dachte. Schade nun ist es zu Ende und so soll es bei einem Buch doch sein, oder?

Nun bin ich nicht mehr Jugendlich, aber schon alleine durch das Alter der Protagonisten und auch den Alltag der selbigen passt es super in den Jugendbereich.
Neben der Suche geht es um Liebe und Schule, nervige Mütter und manchmal auch nervige Schwestern, auf die man sich doch verlassen kann. Jana war mir ganz nah und das recht schnell. ich konnte ihre Zweifel verstehen und habe mitgefühlt. Es gab eine Stelle da musste ich mir sogar ein Tränchen wegdrücken und das mit meinen nicht mehr jugendlichen fast 35 Jahren.

Das Buch lässt sich super leicht lesen und baut von Anfang an eine Spannung auf die nicht abreißt. Ich wollte es gar nicht zur Seite legen und hätte ich nicht arbeiten müssen hätte ich es gewiss in einem Rutsch durchgelesen. So hatte ich zwei Tage etwas davon.

Für mich ist Schweig still, süßer Mund ein echter Pageturner der alles hat was ein guter Jugendthriller haben muss.
Die Kapitel waren nach Datum eingeteilt und beinhalteten das aktuelle Geschehen und noch persönliche Briefe von Jana. Außerdem noch eine andere Sicht wo man erst nach und nach raus findet um wen es genau geht.

Der Schuldige stand für mich erst etwa im letzten Drittel fest und da wurde derjenige dann auch schon fast mit Namen benannt, noch ein absoluter Pluspunkt. Also ein rundum gelungenes Buch das ich gerne weiterempfehle.

Eine Kleinigkeit noch. manchmal werde ich gefragt ob ich mit der Altersempfehlung übereinstimme, meistens vergesse ich das zu erwähnen. Ich werde versuchen in Zukunft dran zu denken. Hier denke ich das 14 Jahre ganz gut passt um auch alles zu verstehen und verarbeiten zu können.

[Rezension] Mechthild Gläser – Stadt aus Trug und Schatten

Mechthild Gläser
Stadt aus Trug und Schatten
ISBN 978-3-7855-7402-7
Gebundene Ausgabe
17,95 €
Erschienen bei Loewe

Inhalt:
Flora ist ein fast normaler Teenager. Sie geht zur Schule und verbringt die Zeit am liebsten mit den Zwillingen Wiebke und Lorenz. Zu Hause kümmert sie sich seit ihre Mutter gestorben ist um ihren Vater, der ein wenig zerstreut ist. Dann träumt sie eines Nachts von einer merkwürdigen Stadt, dort gibt es nur Grautöne: Eisenheim. Allerdings träumt sie das nicht nur, denn es stellt sich raus das Eisenheim die Stadt der Träumenden ist und es dort Schlafende und Wandernde gibt. Sie war mal eine Schlafende und wurde zur Wandernden, weil sie es so wollte. Ich zweites Ich hat etwas gestohlen was für Eisenheim sehr wichtig ist und Flora kann sich an nichts erinnern. Viel schlimmer noch alles stürzt auf sie ein. Anstatt sich zurecht finden zu können wird sie ins kalte Wasser geschubst und der Austauschschüler Marian hat einen großen Teil damit zu tun.

Meine Meinung:
Nicht zu viel zu verraten fällt beinahe schon schwer, denn es ist gerade am Anfang alles sehr Zusammenhanglos. Es gibt den Strang der wachen Welt in der Flora das normale Mädchen ist und Eisenheim die Stadt der Träumenden. Beide wechseln sich im Wach-/Schlafrythmus ab Überschneidungen gibt es nur selten. Man lernt erstmal Flora kennen aber ich finde man merkt genau am Schreibstil wie verwirrt Flora ist. Wer wäre das nicht? Trotzdem lässt es sich gut und leicht lesen und auch wenn am Anfang alles mehr ein kennen lernen ist und nicht viel Spannendes passiert ändert es sich im Laufe der Geschichte. Zum Schluss wird es dann so richtig spannend und man mag nicht mehr aufhören zu lesen.
Der Plot ist recht interessant so unter dem Motto Nachts sind alle Katzen grau ist Eisenheim nur grau in grau ohne Farbe und wer weiß schon was man Nachts macht. Seid ihr schon mal wach geworden und hattet das Gefühl es wäre wirklich passiert. So in etwa stelle ich mir das Gefühl von Flora vor.
Die Protagonisten Flora und Marian sind deutlich beschrieben auch wenn Marian die ganze Zeit über etwas geheimnisvolles umgibt.
So wie ich gelesen habe ist es mal wieder der Beginn einer Trilogie. Ich weiß nicht wann der nächste Band erscheint, aber Potenzial für eine Fortsetzung ist auf jeden Fall gegeben und wenn ich anfangs dachte es ist mir etwas zu flach und langweilig hat mich die zweite Hälfte versöhnt und eines anderen belehrt.

[Rezension] Francesc Miralles – Retrum

Franesc Miralles
Retrum
ISBN 978-3-7855-7038-8
Klappenbroschur
14,95 €
Erschienen bei Loewe

Rückentext:
Vier Freunde verbindet eine Leidenschaft:
das spiel mit dem Tod.
Doch das Spiel wird zur Gefahr…
und dann holt der Tod sie ein.
Was als Spaß beginnt endet tödlich

Die ersten 50 Seiten:
Christian hatte einen Zwillingsbruder, aber als sie 14 waren, kam es zu einem Unfall, während Christian mit ein paar Knochenbrüchen und Schuldgefühlen weg kommt, stirbt sein Bruder. Der Vater macht sich Vorwürfe und die Mutter zieht weg. Zwei Jahre später ist Christian ein Einzelgänger liest gerne Gedichte von Lord-Byron und läuft gerne über den Friedhof. Dort trifft er auf Alexia, Robert und Lorena, die sich Retrum nennen. Sie wollen ihn in ihre Gruppe aufnehmen, wenn er eine Mutprobe besteht. Christian findet Alexia toll und macht mit nicht ahnend das sich von nun an alles ändern wird….

Meine Meinung:
Retrum beginnt recht sachte und eher langweilig als spannend. Der Leser lernt Christian kennen, der durch den Unfalltod seines Zwillings zum Eigenbrödler wurde. Er hat keine großartigen Kontakte, treibt sich gern auf dem Friedhof rum und liest Gedichte. Dort trifft er dann auf Alexia, Robert und Lorena, die Blassen. Die Drei sind etwas geheimnisvoll und undurchschaubar und Christian ganz hin und weg von Alexia.
Richtig in Fahrt kommt die Geschichte etwa ab dem zweiten Drittel, dann möchte man aber auch unbedingt weiter lesen. bis zum Ende gibt es auch noch einige Wendungen und Überraschungen, die für mich aber manchmal auch nicht der Richtige weg zur Auflösung waren aber mich schon ein wenig mit dem lahmen Anfang versöhnte
Der Schreibstil ist so flüssig, das man quasi durch fliegt und ehe man sich versieht, hat das Buch ein für mich eigentlich abgeschlossenes Ende, auch wenn ich schon gelesen habe das es eine Fortsetzung gibt.
Eins noch zum Erscheinungsbild. Als das Buch hier ankam dachte ich nur wow, es wäre genau das passende um es schön ins Regal zu stellen, genau meine Farben und düster. Dazu kam dann noch der Schwarze Schnitt und die Grafiken und die kleinen Texte am Anfang eines jeden Kapitels, die immer passten. Rundum ein gelungener Auftritt, der alleine gewiss schon zum Kauf anregt.