[Rezension] Ashley Herring Blake – Eine Handvoll Lila

Ashley Herring Blake
Eine Handvoll Lila
ISBN 978-3-7348-5030-1
Hardcover
18,- €
Übersetzerin: Birgit Salzmann
ab 14 Jahren
Erschienen bei Magellan
Leseprobe

Inhalt:
Grace größter Traum ist Pianistin zu werden und dafür nach New York zu gehen, doch der Traum ist fast unerreichbar, denn momentan ist sie eher damit Beschäftigt der Babysitter für ihre Mutter zu sein, denn diese kann man nicht alleine lassen.
Dann lernt sie Eva kennen, die gerade ihre Mutter verloren hat und die beiden Mädchen öffnen sich und kommen sich näher. Eva gesteht Grace das sie auf Mädchen steht, doch kann Eva Grace helfen ihre Träume wahr werden zu lassen, oder steht am Ende doch wieder Grace Mutter im Weg?

Meine Meinung:
Eine Handvoll Lila ist eine ganz wundervolle Geschichte über das Zu-Sich-Selbst-Finden. Träume war werden zu lassen und vor allem auch eine Geschichte über Veränderungen und Mut.

Die Geschichte ließ mich von Beginn an nicht los. Der Schreibstil war flüssig und leicht zu lesen und dank der großen Buchstaben fliegt man nur so durch die kapitel. Diese haben eine angenehme Länge, so dass man auch innerhalb kürzerer Zeit doch noch weiterlesen kann, wo man sonst vielleicht aufhören würde. So war ich recht schnell fertig mit lesen, aber nicht fertig mit diesem Buch. Denn es klingt nach. man macht sich Gedanken, denn natürlich gibt es fast überall Parallelen. Vielleicht nicht so krass, aber doch ähnlich.

Die Figuren sind hier sehr stark gezeichnet. Oberflächlichkeit gibt es nicht und jede Figur hat seinen Stellenwert in der Geschichte.
Aus Grace ihrer Sicht ist die Geschichte in Ich-Form erzählt. Das baut zu beginn schon Spannung auf und fesselt so von der ersten Seite an. Grace ist ein sehr starkes Mädchen, denn sie ist eher die Mutter, als die Tochter. Sie lebt in ständiger Angst. Schwäche kann sie sich nicht erlauben. Sie hat auch kaum noch Kontakte, denn die müsste sie anlügen was ihre Mutter, ihr Zuhause betrifft. So bleibt ihr nur Luca, ihr bester Freund seit Kindertagen.
Luca ist der Fels in der Brandung. Er steht hinter Grace, sagt ihr aber auch die ehrliche Meinung. So wie ein richtiger Freund sein sollte. Einfühlsam und ehrlich. Das schafft nicht jeder und so empfinde ich auch ihn als sehr mutig.
Grace Mutter hat nicht nur ein Problem, sondern viele. Alle aufzuzählen wäre zu viel. Für mich ist sie zwar krank aber auch sehr egoistisch. Es ist traurig zu sehen wie sie mit ihrer Tochter umgeht.
Eva kommt recht plötzlich in Grace Leben wird aber recht schnell sehr wichtig für sie. Beide zu erleben war wirklich schön auch wenn es die Situationen nicht immer waren.

Am Ende steht eine sehr schöne Geschichte über zwei Mädchen und ihre Familie und Freunde. Alles ist perfekt abgerundet auch wenn es die Gegebenheiten zeitweise nicht sind. Eine Geschichte die zum nachdenken anregt und gewiss nicht so fern von der Realität ist, denn diese Familien gibt es vermutlich leider öfter als allen lieb ist.

[Rezension] Nina Müller – Kuschelflosse – Mein blubberblaues Vorlesebuch

 Nina Müller
Kuschelflosse – Mein blubberblaues Vorlesebuch
Band 4

ISBN 978-3-7348-2830-0
Hardcover
15,- €
ab 4 Jahren
Erschienen bei Magellan

Inhalt:
In Fischhausen ist immer etwas los, denn hier lebt Kuschelflosse, Sebi, Emmi und Herr Kofferfisch. Als Kuschelflosse eines Tages von einem geheimnisvollen Riff hört möchte er sofort dort hin. Schließlich soll es da eine Zauber-Schildkröte geben die Wünsche erfüllt und wer hat keine Wünsche. Kuschelflosse und seine Freunde machen sich auf dem Weg.
Dann findet in Fischhausen eine Blubberweltmeisterschaft statt und natürlich machen die vier Freunde mit. Ob sie wohl einen Preis gewinnen?

Meine Meinung:
Bisher haben mich Vorlesebücher nicht wirklich interessiert. Wem sollte ich sie auch vorlesen. Seitdem ich jedoch Oma bin habe ich schon ein Augenmerk darauf und freue mich nun auch diese toll illustrierten und geschriebenen Bücher lesen zu können.

Kuschelflosse kenne ich, vom Sehen, schon länger. Die Cover sind schon so liebevoll gestaltet, dass man gewiss sein kann das es der Inhalt auch ist. So suchte ich mir aus dem neuen Programm dieses Vorlesebuch aus und begann zu lesen.

Das Buch hat eine schöne große Schrift so dass es bis ins Vorlesealter rein interessant sein dürfte. Es beginnt mit der Vorstellung der vier Freunde und diese Vorstellungen machen schon Lust auf mehr. Sie sind lustig und sind liebevoll ausgearbeitet.

Die erste Geschichte zog selbst mich recht schnell in den Bann. Werden die vier Freunde ihr Ziel erreichen und welche Abenteuer werden sie bestehen? Wird wohl alles gut gehen? Wem werden sie begegnen. langweilig wird es hier nie. Da finde ich es gut das die Geschichte noch in Kapitel unterteilt ist. So kann man jedes Mal ein bisschen vorlesen. So etwa 10-15 Minuten dauert es ein Kapitel vorzulesen. je nachdem wie viel Zeit man sich lässt und wie viel man auf den Bildern entdecken möchte.

Denn die Illustrationen sind genauso interessant wie die Geschichte selbst. hier wird alles bildlich vermittelt. Die Farben passen zum Meer und sind schön bunt. Überall gibt es etwas zu entdecken und so braucht man gewiss eine ganze Weile mehr Zeit um Abends vorzulesen.

Für mich steht fest dass dieses Buch einen festen Platz beim Vorlesen bekommt und das die anderen Bände gewiss noch gekauft werden.

[Rezension] Natasha Friend – No 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

 Natasha Friend
No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam
ISBN 978-3-7348-5029-5
Klappenbroschur
17,- €
Übersetzerin: Jessika Komina und Sandra Knuffinke
ab 13 Jahren
Erschienen bei Magellan
Leseprobe

Inhalt:
Hollis lebt allein mit ihrer Mutter, ihren Vater kennt sie nicht. Sie weiß nur das sie durch eine Samenspende gezeugt wurde. Doch dann bekommt sie eine Nachricht von Milo, ihrem Halbbruder. Er möchte ihren Vater finden und möchte ihre Hilfe. Doch nicht mit ihr. Sie hat kein Interesse ihren Vater zu finden, doch dann kommt heraus das Milo und sie nicht die einzigen Kinder dieses Mannes sind, den sie nicht kennen und die Spurensuche beginnt.

Meine Meinung:
Nie habe ich mir Gedanken drüber gemacht wie es wohl für jemanden sein wird von einem anonymen Spender abzustammen. Schließlich gibt es da doch meist die Eltern die sich haben künstlich befruchten lassen und man denkt es wäre alles gut so. Doch natürlich tauchen auch da Fragen auf wie bei Adoptierten Kinder, denn es gibt immer eine Unbekannte: Den Spender.

Hier geht die Autorin gut auf die möglichen Gefühle künstlich erzeugter Kinder ein. Da dies jeder anders empfindet gibt es diese vier bzw. fünf Geschwister, die die Suche gemeinsam starten. Als Leser begleitet man jedoch nur Milo und Hollis und erlebt ihre Gefühle sehr nah.

Natasha Friend hat hier eine Geschichte geschaffen, die fesselt und, denke ich, nah an der Realität sein könnte. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Schrift etwas größer und die Kapitel nicht zu lang. Außerdem gibt es einen Sichtwechsel von Hollis und Milo, der immer mit dem jeweiligen Namen am Kapitelbeginn gekennzeichnet ist.

Fünf Geschwister stammen von No. 9677 ab. Hollis und Milo haben sich vor einigen Jahren schonmal getroffen. Zwischen ihnen herrscht auch direkt eine gewisse Vertrautheit. Ganz nach dem Motto: Blut ist dicker als Wasser. Jedoch könnten sie von der Denkweise bezüglich ihres Vaters nicht unterschiedlicher sein. Während Hollis sich auf dieses Abenteuer nur zögerlich eingeht sieht Milo es als seine persönliche Heldenreise. Als Begleitung hat er noch JJ, seinen besten Freund.
Später tauchen noch Geschwister auf. Abby, ein Mädchen mit erfolgreichen Eltern, die gerne Schriftstellerin werden möchte und Noah, seinerseits der Zwilling der neugierig auf Geschwister und den Vater ist. Josh der andere Zwilling möchte von dem Ganzen jedoch nichts hören.

Wer eine Geschichte mit Happy End erwartet könnte enttäuscht sein. Wobei ich finde das dieses Ende auch gut gewählt ist und dass die Autorin auch gut vermittelt warum es ihr bei diesem Buch wirklich geht.