[Rezension] Nicole Gozdek – Die Magie der Lüge

 Nicole Gozdek
Die Magie der Lüge
Band 2

ISBN 978-3-492-70438-0
Gebundene Ausgabe
16,- €
ab 12 Jahren
Erschienen bei Piper
Leseprobe

Inhalt:
Anderta Passario ist zufrieden mit ihrem Leben als Wahrsagerin und Diebin. An der Seite Londurs ist sie glücklich und zieht mit ihm durchs Land. Doch dann verändert ein Zauber alles und anstatt neben Londur wacht sie neben einem Kind auf. So gefällt ihr ihr Leben nicht und sie möchte ihr altes zurück. Also macht sie sich auf die Suche nach Tirasan Passario um ihn aufzufordern ihre alte Wirklichkeit wieder herzustellen.

Meine Meinung:
Nach Die Magie der Namen wollte ich Die Magie der Lüge direkt hinten dran hängen um festzustellen, das es nicht nahtlos weiter geht.

Ganz im gegenteil. Man bräuchte den ersten Band nicht unbedingt zuerst lesen um mit dem zweiten beginnen zu können. man würde vielleicht die Namensmagie besser verstehen, das wäre aber denke ich schon alles. Jedoch würde man eine tolle Geschichte verpassen.

In Die Magie der Lüge begleitet man als Leser Anderta. Es beginnt mit ihrem Leben vor dem Zauber. man ist wieder in der alten Wirklichkeit in der Kinder noch Nummern waren und Namen Magie verströmten. Doch dann wirkt der Zauber und alles ändert sich.
Als Leser war ich zunächst genauso überrascht wie Anderta und fand den Einstieg auch etwas schwierig. Ich hatte damit gerechnet das Tirasan Anderta suchen wird, nicht umgekehrt (lag auch daran das ich Klappentexte nur einmal lese, nämlich wenn ich auf das Buch aufmerksam werde). So trifft man erst gar nicht auf den jungen Magier und seine Freunde, sondern wird mit vollkommen neuen Figuren bekannt gemacht. Wobei diese nicht so zahlreich sind wie im ersten Band.

Während es im ersten Band um die Namensmagie geht geht es hier um die Wahrheit und die verschiedenen Wirklichkeiten. Auch da rum das, nur weil einer etwas gut findet, es nicht für alle gut sein muss. Es ist ein Buch mit viel Wahrheit auch wenn das Wörtchen Lüge im Titel steht.

Wie oben schon geschrieben gab es nicht viele Figuren zum kennenlernen.
Anderte ist die Figur aus deren Sicht alles geschrieben wurde und die erste Hälfte ging sie mir total auf den Geist. Dieses Dauergemecker und Gejammer empfand ich als sehr nervig und wäre die Handlung nicht so fesselnd gewesen hätte ich das Buch wohl auch zugeklappt. Doch ihre Laune besserte sich und so wurde es auch angenehme von ihr zu lesen. Ab dem Moment habe ich das Buch kaum noch zur Seite gelegt weil Stimmung und Spannung stimmten.
Londur ist ein Söldner und hat kein gutes Ansehen. Darunter hat er schon zu leiden, denn er ist nicht von Grund auf böse wie viele seiner Kollegen. Doch hatte auch er Passagen an denen ich ihn als extrem herzlos und nervig empfand und das obwohl er die alte Wirklichkeit gar nicht kannte. Mit ihm wurde ich bis zum Ende nicht warm.
Tirasan und Rustan begegnet man auch in diesem Band wieder auch wenn es nicht so intensiv ist wie im Vorgänger und hier die Figuren viel blasser bleiben. Das fand ich Schade da hätte ich gerne mehr von gehabt.

Am Ende habe ich eine gute Geschichte gelesen, darüber dass die Wahrheit nicht immer bei jedem gleich ist und auch das man mit Wünschen vorsichtig sein muss. Schade fand ich das es kaum Zusammenhänge zwischen beiden Bänden gab. gerne hätte ich noch ein wenig mehr über das Leben mit den Kindern bei ihren Familien erfahren. Auch hätte ich gerne gewusst wie Tirasan in der gegenwärtigen Zukunft groß geworden ist. All das blieb verborgen.

4buecher

[Rezension] Nicole Gozdek – Die Magie der Namen

 Nicole Gozdek
Die Magie der Namen
Band 1

ISBN 978-3-492-28129-4
Klappenbroschur
16,99 €
ab 12 Jahren
Erschienen bei Piper
Leseprobe

Inhalt:
Es ist Tag der Namensgebung, denn in Mirabortas bestimmt der Name zu wem Du wirst. Nummer 19 möchte gerne ein großer Name werden, am liebsten ein großer Kämpfer, doch die Ernüchterung folgt als er seinen Namen hört. Er ist Tirasan Passario. Es gibt zunächst keine Namensmagie, die eigentlich wirken sollte sobald man seinen Namen erfährt, noch weiß jemand wer Tirasan wirklich ist. Tir macht sich auf den Weg in die Hauptstadt Himmelstor wo er hofft mehr über seinen Namen und seine vergangene Leben zu erfahren. Doch der Weg dorthin ist nicht ganz ungefährlich auch wenn an seiner Seite auch der Krieger Rustan Polliander ist. Irgendwer scheint die Gruppe auslöschen zu wollen.

Meine Meinung:
Das Buch fand ich schon interessant als ich es zum ersten Mal im Programm von Piper sah, doch bisher kam ich nicht dazu es zu kaufen und zu lesen. Auf Grund des zweiten Bandes wurde es aber nun dringend Zeit es nachzuholen und ich durfte in einer fesselnden Geschichte versinken.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und das Buch war von Beginn an spannend. Zunächst der Tag der Namensgebung bei der man einfach gespannt ist ob Nummer 19 seinen Wunschnamen bekommt, dann die Reise nach Himmelstor und alle Ereignisse die damit verbunden sind. Man möchte immer weiter lesen.

Der Plot ist total interessant. Manchmal denkt man es wäre doch toll wenn alle gleich aufwachsen, keine Vorteile weil die Eltern Geld haben, oder eben auch Nachteile weil nicht. Alle Kinder werden gleich gehalten und haben die gleiche Chance im Leben. Doch da kommt hier der Cut, denn so ist es ja auch nicht. Der Name bestimmt die Zukunft und zeigt die Vergangenheit. Unterschiede werden von hier an sehr deutlich. Es gab viele interessante Aspekte, die ich hier nicht vorgreifen möchte um die Spannung nicht zu nehmen. Ihr sollt ja noch selber lesen.

Die Figuren sind toll ausgearbeitet und haben viel Tiefe.
Gerade Tirasan aus dessen Sicht die Geschichte erzählt ist ist eine Figur mit Ecken und Kanten, Wünschen und Träumen, aber auch Hoffnungen. Er wird oft enttäuscht und sagt selber er hätte kein Selbstbewusstsein, doch wenn es drauf ankommt ist es da und er wächst über sich hinaus. Bei der Figur könnte man ein wenig an die Geschichte von hässlichen Entlein denken.
Rustan ist einer der Weggefährten von Tirasan, und auch wenn Tir nicht weiß womit er seine Aufmerksamkeit verdient hat, sieht der Leser ganz klar, dass es genauso richtig ist. Rustan ist ein großer Krieger mit dem Herz auf den rechten Fleck.
Es gibt noch mehr Weggefährten in der Gruppe, die dann zu Freunden werden und alle könnten sie nicht unterschiedlicher sein. Baro, der Händler, Allira, die Sängerin und auch Nelia, die Magierin. Jede Figur hat seinen Sinn in dieser Geschichte und obwohl sich Namen ähneln hatte ich kein Problem sie zu unterscheiden. Für die die es damit schwerer haben gibt es aber am Ende auch ein Namensverzeichnis.

Das Ende kam für mich dann doch etwas plötzlich und recht überraschend. Ich habe verstanden warum es so kam und doch war es mir in dem Moment zu schnell. Ich bin ganz froh das ich den zweiten Band Die Magie der Lügen direkt lesen kann und nicht warten muss bis er erscheint.

4buecher

[Rezension] Emma Donoghue – Raum

Emma Donoghue
Raum
ISBN 978-3-492-05466-9
Gebundene Ausgabe
19,99 €
Erschienen bei Piper

Inhalt:
Der kleine Jack ist fünf geworden und lebt in Raum. Das ist seine Welt. Alles im TV ist draußen. Seine Mutter ist der einzige Mensch den er hat. Beide gefangen seit vielen Jahren in Raum. Dort findet Jacks ganzes Leben statt…

Meine Meinung:
Dieses Buch ist sehr verstörend und gleicht nichts was ich bisher gelesen habe. RAUM ist denke ich auch aus so Geschichten entstanden wie die Entführung von Natascha Kampbusch und ich finde das Emma Donoghue es sehr gut darstellen konnte. Jedenfalls stelle ich es mir auch so vor in einem kleinen Raum mehrere Jahre gefangen zu sein, gepeinigt vom Entführer und das beste beschützend was man hat, sein Kind. Nur Jack hält seine Mutter hier in dem Buch am Leben und die Verantwortung für ihn. Sie versucht ihr möglichstes ihm es so „normal“ wie möglich zu gestalten das sie Gefangen sind. Allerdings kennt Jack nichts anderes und so ist die Situation für ihn das Normalste auf der Welt.
Erst hatte ich ein bisschen Probleme rein zu kommen, was wohl am Schreibstil lag. Es wird aus Jacks Sicht erzählt und damit in seiner kindlichen Sprache eines Fünfjährigen der es bisher mit niemand anderem als seiner Mutter zu tun hatte. Das ließ mich manche Absätze mehrfach lesen um diese verdrehten Sätze zu verstehen, aber als ich mich einmal daran gewöhnt hatte las es sich sehr flüssig.
Ich finde es ist eine Leistung eine Geschichte so authentisch zu schreiben. So dass ich als Leser das Gefühl hatte ich bin mittendrin und will helfen. Grausam ist das es wirklich Kinder gegeben hat die so aufwachsen mussten und ich hoffe das solche Fälle nie mehr passieren und kranke Menschen wie hier in der Geschichte Old Nick schnell auffliegen.
Raum ist ein besonderes Buch, was mich persönlich zum Nachdenken angeregt hat. Manchmal sollte man noch wachsamer sein damit so etwas nie wieder passiert.

[Rezension] Donato Carrisi – Der Seelensammler

Donato Carrisi
Der Seelensammler
ISBN 978-3-492-27386-2
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Piper

Inhalt:
Monica ist Notärztin und wird in eine abgelegene Villa zu einem Notfall gerufen. Der Mann hat selber noch anrufen können und hatte einen Herzstillstand. Als sie sein Oberteil öffnet um ihn wieder zu beleben ist dort eintätowiert: „Töte mich“. Monica und ihr Team sind aber dazu da Leben zu retten und wollen das auch bei diesem Mann. Dann entdecken sie einen Rollschuh, das Gegenstück zu dem was Monica zu Hause hat. Das Paar gehörte ihrer ermordeten Zwillingsschwester. Obwohl der Herr offensichtlich der Täter ist macht Monica ihren Job, aber er fällt ins Koma.
Clemente und Marcus sind derweil auf der Suche nach Lara, sie ist verschwunden und alle deutet auf den Täter hin der schon andere Frauen entführt und ermordet hat. Dieser Täter liegt im Koma im Krankenhaus. Es ist Monicas Notfall. Clemente und Marcus denken das Lara noch lebt, aber langsam wird die Zeit knapp, sie müssen sie schnell finden…

Meine Meinung:
Diese Rezension zu schreiben fällt mir etwas schwer. Klar so ein paar Worte zu einem Buch sind ja nicht die Welt, aber was ist wenn einem das Buch so gar nicht zugesagt hat. Ich bin der Meinung auch dann sollte eine Rezension ehrlich sein auch wenn sie miserabel ausfällt. Denn dieses Buch hat mir so gar nicht zugesagt. ich bekam keinen Bezug zu den Protagonisten. Alle blieben blass und chaotisch. Auch die Geschichte klang für mich als Klappentext gut aber das war ja nur der Anfang und irgendwie hatte ich mir etwas anderes vorgestellt. Ich habe es trotzdem beendet, schon alleine weil ich finde das ich wenn ich ein Buch vom Verlag zur Rezension bekomme es nicht einfach abbrechen kann. Vielleicht war es auch der falsche Zeitpunkt. Wobei, Nein eigentlich nicht. Es war für mich zum Beispiel nicht ersichtlich dass das ganze hinterher mit der Kirche zu tun hat, wenn auch nicht ganz. Aber die Hinweise landeten doch immer mehr in der Richtung. Auch war es nicht die Art Thriller die ich mag, so richtig heftig, fesselnd wo immer wieder etwas passiert. hier waren mir die verschiedenen Handlungsstränge im Weg und das ewige Rätselraten. Es tut mir wirklich leid, aber für mich war es nichts. Vielleicht oder garantiert gibt es Leute die diese Art von Thriller lieben. Wenn ihr auf den Piper Link oben klickt kommt ihr zu der Leseprobe. Sollte Euch der Klappentext zusagen, dann lest doch erst dort rein und entscheidet selber

[Rezension] Dan Wells – Sa(r)g niemals nie

Dan Wells
Sa(r)g niemals nie
ISBN 978-3-492-26883-7
Rough Cut Ausgabe
12,99 €
Erschienen bei Piper

Inhalt:
Oliver Beard sitzt im Gefängnis als der Zellennachbar an Schwindsucht stirbt. Als der Bestatter kommt um ihn abzuholen sieht Beard seine Chance zu fliehen um sein Erbe anzutreten. Gustav der Bestatter schleust ihn im Sarg raus und lässt ihn dann auf dem Friedhof frei. Als Beard aus dem Sarg steigt wird er von 5 Vampieren beobachtet, die ihn von da an als was ganz besonderes sehen. Er muss ein Vampir mit besonderen Kräften sein. Nun ist Beard nicht nur auf der Flucht vor dem Gesetz sondern auch noch auf der Flucht vor den Vampiren…

Meine Meinung:
Diesmal fange ich beim Cover an. Das passt perfekt. Es ist so schwarz wie der Humor in diesem Buch und somit doch sehr weit entfernt von Dan Wells Trilogie, die mir bisher am Besten gefallen hat. Dieses Buch war chaotisch, stellenweise kam ich nicht mehr mit. Es hat aber auch witzige Stellen die auch für mich zum schmunzeln waren. Ich bin leider kein Fan vom schwarzen Humor und hatte mir eben was ganz anderes vorgestellt. Trotzdem finde ich das Dan Wells es perfekt gelungen ist seinen Schreibstil auf das Jahr 1817 abzustimmen. Die Charaktere sind sehr authentisch und gut beschrieben. Das gibt es Frederick Alias Oliver Beard, der in jedes Fettnäpfchen tritt was es geben kann und John der Wundarzt der in reimen antwortet. Ein wenig erinnerten mich manche Szenen an Dick und Doof.
Sarg niemals nie ist etwas für Leser die diese Art von Humor lieben und nichts in Richtung Serienkiller Trilogie erwarten

[Rezension] Wolfgang Burger – Die falsche Frau

Wolfgang Burger
Die falsche Frau
ISBN 978-3-492-27258-2
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Piper

Inhalt:
Der Wirtschaftsminister aus der USA hat sich zu einer Tagung in Heidelberg angekündigt und alles ist in heller Aufruhr. BKA, Kripo, Polizei, alles ist damit beschäftigt die Sicherheit zu gewährleisten, denn es gibt Hinweise das ein Anschlag ausgeübt werden soll. Haben vielleicht die Brandopfer damit zu tun, die kurz vor der Tagung in einem Haus durch eine Explosion ums Leben kamen???

Meine Meinung:
Irgendwie hatte ich mir von dem Buch mehr versprochen. Muss aber auch sagen das es das erste Buch für mich von Wolfgang Burger und seinem Ermittler Andreas Gerlach ist und ich nicht langsam mitwachsen konnte. Vielleicht wäre ich als Fan von Gerlach begeisterter. Ich weiß es nicht. Fest steht man kann es auch ohne Vorkenntnisse lesen, es ist in sich abgeschlossen. Der Plot war sehr interessant und auch sehr modern. Denn diese Tagungen gibt es ja regelmäßig und ich erinnerte mich an einen Gipfel (ich glaube G8) war es wo ein Riesen Aufstand gemacht wurde. Also die Gegebenheiten sind sehr authentisch, trotzdem fühlte ich mich manchmal gelangweilt und brauchte ein wenig bis das Buch für mich interessant wurde und an Fahrt gewann. Trotzdem vermochte es nicht mehr mich komplett zu fesseln und mich in den Bann zu ziehen.
Die Personen gerade Andreas Gerlach fand ich ausreichend und gut genug beschrieben, auch für mich als Serienneuling. Ihn und auch seine Töchter fand ich sympathisch. Auch Sönnchen ist eine Person die mir positiv aufgefallen ist. Alle anderen sind für mich austauschbar, wenn auch sehr eifrig als Ermittler.
Also die Grundidee fand ich sehr gut und auch sehr real, die Umsetzung war mir trotz einer Länge von nur 346 Seiten noch zu langatmig.

[Rezension] Danielle Ramsay – Engelsgrab

Danielle Ramsay
Engelsgrab
ISBN 978-3-492-26475-4
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Piper

Inhalt:
Bei einem alten Bauernhof wird die Leiche der 15 Jährigen Sophie gefunden. Der Detective der als erstes dazu kommt verunreinigt den Tatort und flüchtet Panikartig. Erst später erfährt der zuständige Ermittler Jack Brady warum sein Kollege geflüchtet ist. Er kannte die 15jährige, nicht nur das er hat sie als letztes gesehen. Sie war die beste Freundin seiner Tochter, aber was verbirgt er? Er gilt nicht als einziger Verdächtiger, aber wer war es wirklich….

Meine Meinung:
Engelsgrab ist anfangs etwas chaotisch. So empfand ich es auf jeden Fall. Erstmal ist unklar wer die Leiche ist. Der Ermittelnde Kommissar hat eigentlich Privat genug mit sich selbst zu tun und eben genau auf dieses Privatleben liegt ganz oft der Fokus der Autorin. Der Kriminalfall war große Strecken vollkommen hinten an. Detective Brady hat Privat so viel aufzuarbeiten das er den Fall doch an manchen Stellen vernachlässigt und auch die Autorin tut das stellenweise, so dass ich mich teilweise gelangweilt fühlte. Zur Entschuldigung muss man sagen, das der Fall schon viel mit dem Privatleben des Ermittlers verbunden ist, so kennen sich alle wichtigen Personen schon Länger und dann bleibt es wohl nicht aus. Trotzdem hätte ich mir manchmal weniger Privatleben und mehr Kriminalfall gewünscht. Auch konnte ich manche Handlungen nicht nachvollziehen, die Aufklärung des Mordes hätte für mich noch ein wenig früher kommen können, auch da gab es Nebenhandlungen in denen sich Danielle Ramsay verstrickt hat. Am Ende dann war ich total überrascht über den wirklichen Tatablauf.
So hat dieser Krimi seine guten und schlechten Seiten. Er ist für mich nicht überragend, aber auch nicht gähnend langweilig. Der Titel allerdings passte für mich nicht wirklich.

[Rezension] Julie Hastrup – Vergeltung

Julie Hastrup
Vergeltung
ISBN 978-3-492-27268-1
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Piper

Inhalt:
Die 22 Jährige Anna wurde auf dem Weg von der Disko nach Hause ermordet. Dem Täter reichte aber nicht eine Tötungsart er muss wie blind vor Wut gewesen sein. Morgens wird sie von einer Spaziergängerin gefunden. Die Sonderermittlerin Rebekka wohnte früher auch in dem Ort und wird für die Ermittlungen hinzugezogen. bald stellt sich heraus das es vor 20 Jahren schonmal so einen Tötungsfall gab, bei dem der Täter nie gefunden wurde. Haben beide Fälle etwas miteinander zu tun?

Meine Meinung:
Vergeltung kam ganz unvorbereitet zu mir. Auf einmal war es mit in der Post. ich hatte schon gelesen das die Krimi Couch es empfiehlt und es war schon kurz davor auf meine Wunschliste zu wandern, aber dem kam der Verlag mir zuvor. Gestern dann fing ich an zu lesen, die ersten 50 Seiten waren ruck zuck besprochen. Ein rasanter Schreibstil und eine schon am Anfang greifbare Spannung schob mich nur so durch das Buch. Ich las von Tag zu Tag, sprich von kapitel zu Kapitel und wollte gar nicht aufhören. Heute morgen dann habe ich es beendet und musste mich erstmal sammeln. in diesem Thriller passiert so viel. Es scheint als ob der Mordfall Anna schnell gelöst werden kann, aber es scheint eben nur so. raus kommt eine sehr verworrene Geschichte, die von Julie Hastrup aber so beschrieben wird, das man selber noch gut mitkommt. nur stellenweise irretierten mich die Sprünge aber das war nur selten der Fall. Nebenher ging es um das Privatleben von der Kommissarin Rebekka, die Probleme mit ihrer Mutter und dem Tod ihres Bruders. Das wurde dann immer deutlich an Gedankenfetzen. Diese Nebengeschichte hat nichts mit dem Mord zu tun, aber lockerte ein wenig die Stimmung auf. Julie Hastrup hat hier einen großartigen Thriller geschrieben, an dem es nur wenig auszusetzen ist und der über viele Irrwege schlüssig endet.

[Rezension] Karla Schmidt – Die rote Halle

Karla Schmidt
Die rote Halle
ISBN 978-3-492-27294-0
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Piper

Rückentext:
TANZ BIS AUFS BLUT
Ein verlassener Flughafen, eine blutige Balettinszenierung. Die brutal zugerichtete Leiche einer Tänzerin. Ein Junge, verschluckt von den endlosen unterirdischen Gängen. Und die grausame Botschaft an die Mutter:,
Sie kann ihren Sohn nur retten, wenn sie selbst zur Täterin wird.

Die ersten 50 Seiten:
Janina ist mit ihrem Sohn Simon in Berlin angekommen. Sie soll für ihren ehemaligen Mentor und guten Freund die Kostüme für seine letze Inszenierung machen. Teil der Kostüme sind echte Schweinehälften. Darsteller ist unter anderem Dave Warschauer, ihr Freund von vor 16 Jahren und Vater von Simon. Simon ist nicht begeistert davon in Berlin zu sein, einzig den verlassenen Flughafen findet er sehr interessant, als er einen vermeintlich drogensüchtigen Jungen sieht will er ihm folgen um ihm zu helfen….

Meine Meinung:
Das erste was ich von dem Buch las war die Beschreibung im Herbst/Winter Programm von Piper, das klang gut das klang spannend das wollte ich lesen. Dann las ich das nächste Mal von Facebook von dem Buch und das klang schlecht ganz schlecht und ich war mir nicht mehr so sicher ob es gut war es auf meine WL zu setzen. Das sollte ich aber bald selber raus finden, denn zwei Tage nach diesem Negativposting flatterte Buchpost in Form von Die Rote Halle hier rein und natürlich MUSSTE ich es nun lesen. Ich fing an zu lesen und tendierte eher dazu der negativ Schreiberin recht zu geben. Es war chaotisch es las sich zwar schnell aber verstanden habe ich nur die Hälfte, nichts passte zusammen, alles war ruckelig. Vieles wurde rein geschmissen ohne Sinn und Verstand und nur die Tatsache das es ein Rezensionsexemplar war, lies mich weiter lesen und dann passierte es. Es fing an sich Puzzleteil um Puzzleteil zusammen zu fügen, alles ergab einen Sinn, selbst das Chaos vom Anfang und Karla Schmidt hatte mich mit diesem Buch überzeugt, das geschah so etwa ab dem zweiten Drittel, von da an wollte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Ich wollte wissen wie es weiter geht. Spannung baute sich auf. Ich lernte so langsam alle Charaktere besser kennen und verstehen. Kurz gesagt es wurde richtig gut. Man muss sagen dieser Negativ Beitrag hatte mich nur bedingt beeinflusst und er sprach auch mehr vom ersten Band, den ich nicht kenne und den ich somit auch gar nicht beurteilen kann, aber dieses Buch ist ein netter Thriller für zwischendurch und richtig gut wenn man das Chaos am Anfang überstanden hat. Noch etwas war etwas merkwürdig. Das Ende kam zum Schluss, aber damit weiß man noch nicht wie es wirklich endet. Zum Schluss gibt es noch ein Kapitel Anfang, was für mich eine Fehlbenennung ist…aber wenn ich das nun sage, verrate ich vielleicht zu viel. Wer das Buch gelesen hat oder neugierig ist darf mir gerne einen Kommentar posten dann verrate ich euch wie ich das letzte Kapitel genannt hätte. Vielleicht hat es Karla Schmidt ja auch genauso gemeint. Ich weiß es nicht. Wegen dem schwachen Anfang:

[Rezension] Allison Leotta – Ewig sollst du büßen

Allison Leotta
Ewig sollst du büßen
ISBN 978-3-492-26458-7
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Piper

Inhalt:
Anna Curtis ist Staatsanwältin und ist zuständig für Häusliche Gewalt, als sie den Fall von Laprea auf den Tisch bekommt. Laprea wurde schon mehrfach von ihrem Freund geschlagen, aber immer wieder ging sie zu ihm zurück. Auch diesmal kann man ihr nicht wirklich helfen und leider stirbt sie kurz nachdem sie vor Gericht für ihren Freund gelogen hat und er daraufhin frei kam. alles spricht dafür das er sie ermordet hat, aber stimmt das Offensichtliche? Anna wird bei dem Fall hinzugezogen, obwohl es nicht in ihren Bereich gehört. Sie kennt die Familie, allerdings nicht nur die, mit dem Verteidiger hatte sie eine Beziehung und ihr jetziger Vorgesetzter ist als Mann auch nicht zu verachten…

Meine Meinung:
Unbewusst habe ich schon wieder zur einem Gerichtsthriller gegriffen und auch dieser war durchaus spannend auch wenn es eine Stelle gab die ich eher langweilig und langatmig fand und auch ein wenig zu ausführlich, aber da es ziemlich am Anfang war kam die Spannung sehr schnell wieder und blieb dann bis zum Schluss. Behandelt wird hier das Thema Häusliche Gewalt und das eben Kinder von schlagenden Eltern selber zum Schläger bzw. leichter zum Opfer werden können, ob das immer so ist sei dahingestellt, aber hier hat nicht nur Opfer und mutmaßlicher Täter Gewalt in der Kindheit erfahren, sondern auch noch Staatsanwältin Anna Curtis, wodurch sie wohl viel emotionaler reagiert hat, als jemand der in der „Heilen Welt“ groß wurde. Anna Curtis ist die Hauptfigur des Romans und nicht abgehoben, sehr gefühlvoll und eben wie eben geschrieben emotional. Sie hätte man denke ich gerne zur Freundin, wenn sie auch teilweise recht unentschlossen wirkt. Eine Staatsanwältin, die noch ganz am Anfang steht und nicht so weit entfernt ist. Die Beiden männlichen Protagonisten konnten unterschiedlicher nicht sein, der Inspector der Chef ist geradlinig und der Verteidiger, den Anna schon von früher kennt. Eine sehr interessante Kombination. Dazu noch ein Fall, der leider alltäglich ist, wenn auch nicht immer mit der Konsequenz.  Das Ganze gepaart mit verworrenen Gefühlen und vielen Wendungen die nicht aufgesetzt wirken, sondern durchaus glaubhaft rüber kommen und schon ist Ewig sollst du büßen fertig. Bis auf die eine Länge spannend vom Anfang bis zum Schluss.