[Rezension] Marah Woolf – Götterfunke 3: Verlasse mich nicht

 Marah Woolf
Götterfunke 3: Verlasse mich nicht
Band 3

ISBN 978-3-7915-0042-3
Hardcover
19,- €
ab 14 Jahren
Erschienen bei Oetinger
Leseprobe

Inhalt:
Agrios gibt nicht auf und will unbedingt die Macht an sich reißen. Der Kampf geht weiter und unter Zeus Gehilfen ist ein Verräter. Niemand weiß wer Freund und wer Feind ist. Mittendrin Jess, die um ihre Familie, um Cayden und um die ganze Menschheit kämpft

Meine Meinung:
Heiß erwartet wurde von mir der dritte Götterfunke Band und ich war ganz Happy das ich ihn für eine Leserunde gewonnen habe. So musste ich nicht länger warten und legte auch kurz nach der Ankunft los.

Diesmal wird man zu Beginn ziemlich in die Geschichte geschmissen. Es geht nahtlos weiter, aber ich musste mich zunächst orientieren. Das ging aber recht schnell und ruck zuck war ich wieder gefesselt von der Welt der Götter und ihrem Leben unter Menschen.

Besonders Klasse fand ich einen  Auftritt von Hades, aber auch das Hermes nicht mehr nur Berichterstatter war, sondern eine richtige Rolle in der Geschichte bekam. Mir gefielen die beiden Götter sehr gut und ich wusste zu Beginn nicht wen ich gerne mehr erleben würde.
Neben den beiden Göttern gab es aber auch noch andere die auftauchten. Die Infos wurden nebenher gestreut und es war nie so aufdringlich das es langweilig wurde. Auch andere Passagen die vielleicht hätten langatmig werden können, waren dies keineswegs.

In diesem Band muss Jess wirklich wieder einiges mitmachen und ich hätte nicht in ihrer Haut stecken mögen. Ich habe mit ihr mitgefiebert und bis zum Ende war nicht sicher wie die Geschichte ausgehen wird. Das Ende war wirklich bis auf den letzten 50 Seiten ziemlich offen, was ich sehr gut fand. Ich hatte zwar mit der ein oder anderen Vermutung recht, aber das machte es nur noch spannender.
Alle bekannten Götter hatten hier auch wieder ihren Auftritt. Athene und Apoll, gerade bei Apoll habe ich mich da sehr gefreut. Hera und natürlich Zeus. Aber nicht nur die Götter waren wieder dabei auch Josh und Lea und leider auch Robyn, aber ohne sie hätte man manche Szene auch einfach nicht so gut darstellen können.

Nun zum Schluss bin ich ein wenig traurig das es vorbei ist und ich würde mich wirklich sehr freuen wenn Marah Woolf noch mehr Geschichten über die Götter schreibt. Es gibt noch so viele Geschichten die erzählt werden könnten und so hoffe ich auf eine Art Fortsetzung, auch wenn die Geschichte rund um Jess abgeschlossen zu sein scheint. Vielleicht eine über Hades? Oder wie es mit Hermes weiter geht? Ich lasse mich überraschen

[Rezension] Kirsten Storm – Wünsch Dir was 1: Der erste Wächter

Kirsten Storm
Wünsche Dir was 1: Der erste Wächter
Band 1

ASIN B079WC43K2
EBook
2,99 €
Erhältlich bei Amazon

Inhalt:
Romy ist gerade sehr glücklich. Sie fühlt sich wohl als Single und hat gerade ihr aktuelles Buch beendet. Das feiert sie mit ihrer Freundin als ein Fremder sie auf einen Drink einlädt. Dieser Mann ist recht seltsam und so ist sie froh als er wieder verschwindet.
Doch am nächsten Tag lädt er sie zu einem Ausritt ein und ihre Freundin, die Verräterin, fällt ihr auch noch in den Rücken. Bei dem Ausritt glaubt sie zu träumen, denn sie fliegt und wird in einem fremden Bett wach. Sie wurde entführt, denn sie soll die neue Misaya, eine hohe Priesterin von Cupiditas sein. Einer fremden Welt, doch Romy will nichts anderes als nach Hause und diesem Unsinn entgehen.

Meine Meinung:
Ich war recht schnell angetan von der Beschreibung zu diesem Buch und sagte gerne diese Rezension zu. Es klingt ein wenig traumhaft was Romy geschieht, auch wenn sie es wohl eher als Alptraum empfindet.

Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Kirsten Storm hat einen flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil und auch wenn es in eine fremde Welt geht konnte ich mich dort gut zurecht finden. Mein Problem war auch weder der Plot noch das Setting, sondern eher das drumherum.

Ich empfand die Welt als schön und spannend und konnte sie mir gut vorstellen. Eine Welt ohne technik, aber dafür mit Magie. Klingt wirklich schön. Zudem eine Welt in der sich zumindest die Misaya alles wünschen kann, wer möchte da nicht an ihrer Stelle sein.

Sie selbst ist wohl die passende Antwort. Das man zu Beginn verstört ist über all das Fremde kann ich gut nachvollziehen, vor allem wenn man entführt wurde. Doch selbst als ihr klar wurde wo sie gelandet ist und was sie sein könnte blieb Romy stur und nervte mich damit ein bisschen. Es gab keinerlei Anzeichen das sie erkannte was sie sein kann. Dinge die sie sich mal eben nebenher wünschte (Essen, Lesestoff, etc.) tauchten auf und doch merkte sie nicht was dahinter steckt. Das sie nur nach hause will kann ich auch gut verstehen, doch das ewige Gejammer ging mir schon ein wenig auf den Keks, vor allem da es sich abwechselte mit schmachten nach Aydem. Das war mir ein wenig zu viel.
Da war es gut das es die halbe Katze gab, die der Geschichte Witz und Lockerheit brachte. Die Art von Lumian erinnerte mich ein wenig an den gestiefelten Kater, warum auch immer, denn so gut habe ich den auch nicht mehr im Gedächtnis. Zudem auch an die Grinsekatze von Alice im Wunderland. Vermutlich eine gute Mischung aus Beidem.
Aydem nervte mich ein wenig weil er so Pflichbewusst war. Sicher ist das zunächst eine gute Eigenschaft, aber nicht wenn man neben Fantasy ein wenig Liebe erwartet. Hier war die Frage kriegen sie sich oder kriegen sie sich nicht.

Man darf allerdings nicht vergessen das es der erste Band ist und doch passiert mir dort zu wenig. hier und da gibt es wirklich große Überraschungen und mit dem Ende hätte ich weniger gerechnet, habe es aber auch nicht so richtig verstanden. Zudem fehlt mir da noch etwas, so dass ich jedem empfehlen würde, die Bände hintereinander zu lesen, denn nur der eine Band wirkt unvollständig und kann frustrierend sein.

Wer mag kann direkt mit der Leseprobe weiter machen, doch sehe ich gerade noch nicht so richtig den Sinn darin. Mich interessiert nur wenig wie es wirklich weiter geht und das sollte ein erster Band doch schaffen: Den Leser dazu motivieren das er unbedingt weiter lesen möchte. Bei mir wurde das, trotz tollem Setting und guten Plot, nicht geschafft

[Rezension] Joyce Winter – Dreamkeeper 1: Akademie der Träume

 Joyce Winter
Dreamkeeper 1: Akademie der Träume
Band 1

ISBN 978-3-8415-0499-9
Klappenbroschur
13,- €
ab 14 Jahren
Erschienen bei Oetinger
Leseprobe

Inhalt:
Allegra steht kurz vor ihrem Abi als sie von der Dream Intelligence eingeladen wird. Damit hatte sie eigentlich erst später gerechnet, doch möchte sie unbedingt hin, denn die DI ist zum Schutz der Träume der Menschen da und Allegra möchte ein Teil davon sein.
Angekommen muss sie unerfahren in ihren ersten Einsatz und Träumer retten die nicht zurück gekehrt sind, doch damit nicht genug. Viele merkwürdige Dinge gehen vor sich und auf Allegra, deren Eltern schon Traumagenten waren, liegt alle Hoffnung.

Meine Meinung:
Ich mag Traumbücher sehr gerne. Schließlich ist man ziemlich willenlos in dem was man träumt. Sie tauchen auf und werden verarbeitet. Der Gedanke das es da Agenten gibt, die aufpassen dass nichts schlimmes passiert ist da sehr tröstlich und für mich ein gutes Setting um zu dem Buch zu greifen.

So gelang mir der Einstieg auch recht schnell. Die große dicke Schrift sorgte gar dafür das ich trotz fieser Erkältung ohne Probleme lesen konnte. So lenkte mich dieses Buch ein wenig ab und vertrieb mir die Zeit. Dass die Handlung nicht so kompliziert war traf sich dann auch ganz gut

Spannung wurde von Beginn an aufgebaut. Zunächst am Anfang bei dem man gerne mehr über die Akademie und die Aufgaben der Agenten erfahren möchte.
Im Mittelteil flachte sie etwas ab um sich dann am Ende wieder immens zu steigern. Es gibt einen großen Showdown auf den diese Geschichte hin arbeitet und bei dem viele der aufkommenden  Fragen geklärt werden.

Es gibt allerdings nicht so viele Personen, denn es gibt nur wenige Traumagenten oder auch Schüler mit dieser Gabe, so dass alles überschaubar bleibt.
Allegra weiß seit dem Tod ihrer Eltern das sie irgendwann mal zur DI möchte, dachte aber sie hätte wenigstens Zeit ihr Abi zu machen. Zuhause lebt sie zusammen mit ihrer großen Schwester und verbringt Zeit mit Freunden. An der Akademie muss sie sich erst eingewöhnen, findet jedoch schnell Anschluss. Wenn sie auch etwas besonderes ist kommt sie sich nicht besonders vor und ist recht bodenständig mit Herz auf dem rechten Fleck.
Ihre Zimmerkollegin ist Florentine und sie wird auch zur engsten Vertrauten an der Akademie. Für die Geschichte ist sie wichtig und doch bleibt sie als Figur eher blass.
Ebenso Arthur, er fasziniert Allegra, aber man erfährt nur wenig über ihn, doch wenigstens ein bisschen mehr wie über Florentine. Er ist ein ruhiger Geselle, der trotzdem immer da ist wenn man ihn braucht. Er hilft wo er kann, versucht sich aber im allgemeinen eher aus allem rauszuhalten.
Neben den Schülern, gibt es natürlich Lehrer und andere Figuren die die Geschichte lebendig gestalten.

Am Ende geht es wieder um Gut gegen Böse und da es der Start in eine Serie ist gibt es auch nicht auf alles eine Antwort und auch keinen wirklichen Abschluss. Eher so wie man das von Internatsgeschichten gewohnt ist. Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es weiter gehen wird.

4buecher

[Rezension] Max Kruse – Das silberne Einhorn

 Max Kruse
Das silberne Einhorn
ISBN 978-3-99056-071-6
Softcover
12,- €
ab 5 Jahren
Erschienen bei Sanssouci

Inhalt:
Es ist der Geburtstag der Prinzessin als alle eingeladen werden bis auf eine Fee. Diese verflucht das ganze Reich. Traurigkeit soll herrschen bis zu ihr auf die Insel ein silbernes Einhorn kommt. Doch Einhörner gibt es schon lange nicht mehr und so schwindet die Hoffnung, bis doch eins auftaucht und das Einhorn und die Prinzessin sich auf den Weg zu Insel machen.

Meine Meinung:
Ich habe als Kind Märchen geliebt und auch das letzte Einhorn. Somit machte mich dieses Buch schon sehr neugierig.

Laut Amazon ist dieses Büchlein ab 5 Jahren und sicher kann man es Kindern in dem Alter schon vorlesen. Schließlich ist es ein Märchen, doch den Sinn verstehen sie dann denke ich weniger. Ich würde es eher als Märchen für Erwachsene einstufen.

Der Schreibstil ist so wie man es von Märchen erwartet. Poetisch, aber trotzdem leicht zu lesen. Etwas verzaubernd. Die Geschichte ist dies ebenfalls. Sie fängt mit dem Fluch an und erinnert da dann doch schon stark an Dornröschen. So geht es dann auch weiter. Es gab immer wieder Textstellen die mich an Märchen oder an Das letzte Einhorn erinnerten. Drumherum ist aber eine schöne Abenteuergeschichte gewoben.

Doch es gab auch Dinge die mich richtig störten. Ich bin durchaus ein Freund von Sprüchen und Weisheiten, aber hier gab es einfach zu viel davon und nicht immer gelang es dem Autor sie flüssig in die Geschichte zu bringen, so dass sie fehl am Platz wirkten. Ein paar weniger hätten der Geschichte auch nicht geschadet, ganz im Gegenteil.

So wurde das Märchen zu einer großen Abenteuergeschichte die wie gewohnt endet. Jedes Kapitel hatte etwas besonderes und es macht überwiegend Spaß diese Geschichte zu lesen. Doch wie so oft wäre auch hier weniger mehr.

[Rezension] Clare Swatman – Before you go

 Clare Swatman
Before you go
ISBN 978-3-7641-0369-8
Taschenbuch
9,99 €
Übersetzerin: Sonja Rebernik-Heidegger
Erschienen bei Blanvalet
Leseprobe

Inhalt:
Zoe und Ed sind seit vielen Jahren ein Traumpaar und haben schon einige Höhen und Tiefen durch, als Ed bei einem Unfall ums Leben kommt. Doch das Ende ist hier zugleich ein Anfang, denn Zoe reist an entscheidenden Tagen ihrer gemeinsamen Vergangenheit zurück und darf diese Tage nochmal erleben. Kann sie am Ende Ed vor dem Tod bewahren?

Meine Meinung:
Wer wünscht sich nicht manchmal die zeit zurück zu drehen um etwas anders zu machen. Eine Entscheidung zu revidieren oder einfach einen Tag nochmal zu erleben. In dieser Geschichte wird es Wirklichkeit.

Es beginnt mit dem Ende, das eigentlich gar kein wirkliches Ende ist. Doch es fühlt sich für Zoe so an. Es ist der Anfang einer wunderschönen Geschichte, bei der es toll wäre wenn sie passieren könnte.

Clare Swatman hat einen flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil. So fesselte mich dieses Buch von der ersten Seite an.
Als Leser begleitet man Zoe durch ihre Zeitreise und nie wurde mir langweilig. Ganz im Gegenteil. jedes Mal wollte ich wissen ob sie etwas verändern konnte. Ob es der letzte Tag in der Vergangenheit war oder ob dann die Zukunft kommt. Diese Tagesabschlüsse sind perfekt gewählt um Lust auf mehr zu bekommen und das steigert sich von Tag zu Tag.

Man erlebt Zoe und Ed kaum vor dem Unfall, doch als die Reisen in die Vergangenheit anfingen lernt man beide recht gut kennen. Das glückliche Traumpaar kann man allerdings nicht immer erkennen. Sie haben zeitweise schon heftige Probleme, die andere Paare schon längst getrennt hätten. Wenn man eins sicher weiß ist es dass das ja bis zum Unfall nicht geschehen ist. Die Frage ist wie sicher man sich da sein kann.

Irgendwann gab es den Punkt an dem ich anders dachten in Bezug auf das Ende, anders als Zoe. Ich war mir nicht sicher ob sie wirklich etwas ändern konnte, zu viel sprach dagegen. Ob Zoe oder ich recht hatte werde ich natürlich nicht bekannt geben, doch ich kann Euch dieses Buch empfehlen, denn es zeigt auf jeden Fall, das man von vornherein dran denken sollte das jeder Tag der letzte sein könnte und das man nie im Streit auseinander gehen sollte.

[Abgebrochen] Andreas Gößling – Wolfswut

 Andreas Gößling
Wolfswut
ISBN 978-3-426-52132-8
Taschenbuch
14,99 €
Erschienen bei Knaur
Leseprobe

Inhalt:
Lotte Soltau sortiert den Nachlass ihres Vaters als sie auf eine Lagerhalle stößt in dem Fässer gelagert sind. In diesen fünf Fässern sind Leichenteile, grausam zugerichtete Frauen. Ihr Vater jedoch war immer lieb, hilfsbereit und zuvorkommend. Soll er wirklich der Mörder gewesen sein?

Meine Meinung:
Dieses Buch kam unvorbereitet zu mir. Es wurde mir vom Verlag zugesendet und auch wenn ich Überraschungspost sehr mag, war ich on Beginn an skeptisch ob es mir gefallen könnte. Habe ich doch mittlerweile so meine Probleme mit Thrillern. Doch gefielen mir die Bücher mit Andreas Gößling in der Zusammenarbeit mit Michael Tsokos recht gut und so begann ich recht positiv.

Der Einstieg fiel mir da auch leicht. Andreas Gößling hat einen leicht zu lesenden Schreibstil und der Fall, den auch ich aus den Nachrichten kenne, war interessant. Die Geschichte drumherum machte mich neugierig. Ich las 150 Seiten und merkte dann doch das mir die Story nicht zusagt. Andreas Gößling verliert sich manchmal in Kleinigkeiten und die ständigen Gedanken von Hallenstein, der Kommissarin, zu den Männern fand ich einfach nur nervig und daneben. So fing ich an mich zu langweilen und immer weniger zum Buch zu greifen. Für mich immer der Punkt aufzuhören.

Ich muss sagen, dass dem Buch bzw. der Geschichte eine andere Kommissarin oder eher ein andere Verhalten gut getan hätte. Außerdem muss es manchmal nicht so ausführlich sein. Gößling kann aber Spannung aufbauen. Von daher denke ich das dieses Buch wirklich Geschmackssache ist und wir einfach nicht zusammen passen, oder es der falsche Zeitpunkt ist.

Wer nun trotzdem Lust hat es zu lesen und eine Rezension dazu zu schreiben darf sich gerne bei mir melden. Ich würde es gegen Gastrezension abgeben.

[Rezension] Alexander Gruber – Grimms-Märchen-Morde

 Alexander Gruber
Grimms-Märchen-Morde
ISBN 978-3-386532-605-8
Klappenbroschur
12,- €
Erschienen bei Pendragon

Inhalt:
Es gibt tatsächlich viele Leute die Märchen gar nicht kennen. Weil Eltern in der Kindheit nicht wollten das sie gelesen  werden oder auch aus anderen Gründen. Andreas Gruber hat hier einen kleinen Sammelband mit kurzen Märchen der Gebrüder Grimm geschrieben. Interessant eigentlich nur für Erwachsene.

Meine Meinung:
Ich habe als Kind viele Märchen gelesen. Egal ob von den Gebrüdern Grimm oder anderen Erzählern. Ich habe sie geliebt. Einfach weil Märchen auch immer irgendwie gut ausgingen. Andreas Gruber zeigt aber nun die andere Sicht auf Märchen. Der Aspekt des Verbrechens.

Das einleitende Wort von Andreas Gruber fand ich hierbei am interessantesten, denn ich habe mich nie weiter mit Märchen auseinander gesetzt und so ist mir nie in den Sinn gekommen, das ihnen etwas Wahres anhaften könnte. Doch viele Märchen sollen Erzählungen aus der damaligen Zeit sein. Verbrechen die also wirklich statt gefunden haben. Das lässt mich manch ein Märchen aus anderer Sicht sehen.

Für mich bekannt waren Hänsel und Gretel und auch Jorinde und Joringel, aber es gibt auch einige Märchen die ich nicht kannte. Eins haben sie jedoch alle gemeinsam. Man kann sie recht zügig lesen, denn sie sind nicht länger wie 12 kleine Buchseiten, manche passen sogar auf eine Seite. So passt das Buch auch gut mal in eine Pause.

Der Krimi Aspekt wird nicht wirklich hervorgehoben. Es sind auch keine Märchenadaptionen. eher eine Sammlung von Märchen, die unterstreichen wie kriminell die Protagonisten damals waren, wenn man voraussetzt das es wirklich wahre Geschichten sind. Somit wird manch ein Märchenkenner vielleicht enttäuscht sein. Ich selber hatte mir ein wenig mehr erhofft. Vielleicht ein paar Worte zu den Märchen außer das zur Einleitung, also spezielles eingehen auf die Geschichte. Doch vielleicht wäre das auch zu weit gegangen. Ganz zufrieden bin ich am Ende auf jeden Fall nicht, denn die Märchen kann man so auch in anderen Büchern finden und brauchte dafür nicht unbedingt ein Neues von Alexander Gruber. Nur die Einleitung von ihm ist da einzigartig und auch interessant.

[Rezension] Susan Mallery – Der Beste küsst zum Schluss

 Susan Mallery
Der beste küsst zum Schluss
Band 20

ISBN 978-3-95649-771-1
Taschenbuch
9,99 €
Übersetzerin: Ivonne Senn
Erschienen bei MIRA Taschenbuch
Leseprobe

Inhalt:
Shelby muss das Vetrrauen in die Männer wieder finden, durch den gewalttätigen Vater ist das nicht mehr vorhanden. Aidan will den Frauen abschwören, denn nur mal eine schnelle Nummer ist nicht mehr das was er für seine Zukunft will.
Da kommt Shelbys Vorschlag einfach nur Freunde zu sein genau richtig. Beiden Seiten ist so geholfen. Nur Freunde, kann das gut gehen?

Meine Meinung:
Dies ist der letzte Fool´s Gold Band und ich war sehr gespannt wie die Serie enden sollte.

Als Leser begleitet man dieses Mal Shelby und Aidan. Beide ziemlich Beziehungsunfähig aber ansonsten mit beiden Beinen im Leben.

Als Leser wird man direkt in die Geschichte rein geworfen. Es gibt kein Vorgeplänkel. Es beginnt direkt mit dem aufeinander Treffen der Beiden, bei der Shelby Aidan den Vorschlag zur Freundschaft macht. Ein interessanter aber auch merkwürdiger Vorschlag, denn schließlich muss auch eine Freundschaft wachsen, doch Susan Mallery hat es für mich perfekt umgesetzt, so dass kein komisches Gefühl blieb.

Die Hauptfiguren sind, wie oben schon geschrieben, Shelby und Aidan.
Sie Mitinhaberin einer kleinen Bäckerei und angekommen im Leben was sie führen möchte. Nur der Punkt mit der Beziehung ist noch schwierig. Ihre Ängste, hervorgerufen durch den gewalttätigen Vater, stehen ihr im Weg. Somit möchte sie Vertrauen gewinnen in die Männerwelt. Ausgesucht hat sie sich dafür Aidan.
Er ist Geschäftsmann und veranstaltet Abenteuertouren, auf diesen legt er regelmäßig Frauen flach. Als ihn eine später nochmal besucht und mehr will bringt das Aidan zum nachdenken, denn er kann sich nicht mehr an sie erinnern. Er lässt sich gerne auf das Experiment ein.
Von da an ist es mal lustig, mal traurig. Es geschieht viel in diesem halben Jahr und man merkt schnell dass da nicht nur Freundschaft wächst. Die Betonung darauf das sie nur Freunde sind nervt irgendwann, vor allem auch da man als Leser beide Seiten erlebt und weiß das es anders ist oder anders werden könnte.

Das Ende ist natürlich vorhersehbar, wirkliche Überraschungen gab es nicht. Es war eine Geschichte die nur auf das Ziel hin arbeitet ohne viele Hürden oder gar Wendungen, trotzdem war die Geschichte gut.

Es ist der letzte Band der Fool´s Gold Reihe, aber vielleicht begegnet man dem ein oder anderen doch wieder, denn im Band wird die kleinen Stadt Happily Inc erwähnt und genau diese Stadt spielt bei den nächsten Büchern von Susan Mallery, die erscheinen eine Rolle. Ich freue mich drauf und finde es so nicht ganz so wild, das es nur eine Geschichte von 20 ist und das Ende nicht wirklich etwas besonderes ist.

4buecher

[Rezension] Martin Krist – Drecksspiel

Martin Krist
Drecksspiel
ISBN 978-3-7467-0426-5
Taschenbuch
10,99 €
Erhältlich bei Amazon

Inhalt:
Eine Frau wird mit ihrem kleinen Baby auf einer Hütte gefangen gehalten.
Eine Prostituierte wird brutal ermordet.
Eine Tochter aus gutem Haus wird entführt.
Was haben diese drei Fälle miteinander zu tun?

Meine Meinung:
Ja das ist die Frage die den Leser von Beginn an begleitet. was haben die vielen Personen und losen Stränge miteinander zu tun? Am grausamsten ist wohl die Geschichte von Hannah und Millie in der Hütte, aber auch der Mord an der Prostituierten Leyla. Man kann Martin Krist seine Handschrift direkt erlesen. Harmlos ist hier nichts.

Aber erstmal fiel es mir etwas schwer rein zu kommen. Ich weiß nicht ob es an den vielen Strängen lag die erstmal wie lose Fäden vor mir lagen und oder an den vielen Personen aus deren Sicht geschrieben wird. Denn jedes Kapitel beinhaltet mehrere Szenen immer aus der Sicht eines Protagonisten.
Doch irgendwann gelang es mir mich in die Geschichte einzufinden und ich konnte gut und flüssig lesen. Immer im Hinterkopf die Frage: Wie wird das alles zusammen gehören? Der flüssige Schreibstil war ein Grund warum ich dieses Buch in einem Rutsch durch gelesen habe, der andere Grund war die Spannung die sich trotz oder gerade wegen der Szenenwechsel gut aufbaute. Es gab viele viele kleine Cliffhanger die einen wieder weiter trieben.

Wie oben erwähnt gab es viele Figuren in dieser Geschichte. 40 sind es laut Personenregister, aber keine Angst nicht alle spielen eine große Rolle. Das Personenregister ist aber auf jeden Fall eine Hilfe. Auflisten möchte ich hier nur diejenigen aus deren Sicht Teile der Story erzählt werden.
Hannah und ihre Tochter sind mit die wichtigsten Protagonisten. Gefangen gehalten in einer Hütte erschließt sich dem Leser erst nach und nach warum sie in diese Situation kamen und es stellt sich immer die Frage werden sie gerettet oder nicht. Hannah würde alles tun um ihre Tochter zu retten. Millie steht bei ihr an erster Stelle
David ist ein weiterer wichtiger Protagonist. Er wird angeheuert um die Tochter aus gutem Hause zu finden um dann am Ende auf was ganz anderes Aufmerksam zu werden. Er ist sehr rätselhaft und nicht einschätzbar. Kein Böser aber trotzdem hatte ich die ganze Zeit über das Gefühl das er auch nicht ganz astrein ist.
Arthur spielt nur eine kleine Rolle die sich auch erst recht spät erschließt. Für mich ein Egoist.
Toni eine Person die  Dreck am stecken hat und mit seinen Taten alles nur noch schlimmer macht. Er ist irgendwie jemand der in jedes Mist rein gerät der Möglich ist
Philip. Er ist der Mann von Hannah und zunächst verschwunden. Er verhält sich am Anfang schon recht merkwürdig und irgendetwas stimmt nicht mit ihm
Viele Protagonisten von denen man mal mehr mal weniger erfährt. Die alle ein Puzzleteilchen sind.

Ein Puzzle das man erst am Ende gelöst hat. Ein sehr spannendes nervenaufreibendes Ende mit überraschenden Ausgang und meiner Frage ob es wohl eine Fortsetzung geben wird. Nachdem ich dann ein wenig gegoogelt habe habe ich rausgefunden das es der Auftakt einer Reihe ist.

Mein Fazit: Kein Thriller der sich mal eben nebenher lesen lässt, dann kommt man gerade am Anfang nicht mehr genau mit. Das war auch mein Problem der Einstieg. Als mir der gelungen ist waren es wieder unterhaltsame spannende Stunden

4buecher

[Rezension] Ashley Herring Blake – Eine Handvoll Lila

Ashley Herring Blake
Eine Handvoll Lila
ISBN 978-3-7348-5030-1
Hardcover
18,- €
Übersetzerin: Birgit Salzmann
ab 14 Jahren
Erschienen bei Magellan
Leseprobe

Inhalt:
Grace größter Traum ist Pianistin zu werden und dafür nach New York zu gehen, doch der Traum ist fast unerreichbar, denn momentan ist sie eher damit Beschäftigt der Babysitter für ihre Mutter zu sein, denn diese kann man nicht alleine lassen.
Dann lernt sie Eva kennen, die gerade ihre Mutter verloren hat und die beiden Mädchen öffnen sich und kommen sich näher. Eva gesteht Grace das sie auf Mädchen steht, doch kann Eva Grace helfen ihre Träume wahr werden zu lassen, oder steht am Ende doch wieder Grace Mutter im Weg?

Meine Meinung:
Eine Handvoll Lila ist eine ganz wundervolle Geschichte über das Zu-Sich-Selbst-Finden. Träume war werden zu lassen und vor allem auch eine Geschichte über Veränderungen und Mut.

Die Geschichte ließ mich von Beginn an nicht los. Der Schreibstil war flüssig und leicht zu lesen und dank der großen Buchstaben fliegt man nur so durch die kapitel. Diese haben eine angenehme Länge, so dass man auch innerhalb kürzerer Zeit doch noch weiterlesen kann, wo man sonst vielleicht aufhören würde. So war ich recht schnell fertig mit lesen, aber nicht fertig mit diesem Buch. Denn es klingt nach. man macht sich Gedanken, denn natürlich gibt es fast überall Parallelen. Vielleicht nicht so krass, aber doch ähnlich.

Die Figuren sind hier sehr stark gezeichnet. Oberflächlichkeit gibt es nicht und jede Figur hat seinen Stellenwert in der Geschichte.
Aus Grace ihrer Sicht ist die Geschichte in Ich-Form erzählt. Das baut zu beginn schon Spannung auf und fesselt so von der ersten Seite an. Grace ist ein sehr starkes Mädchen, denn sie ist eher die Mutter, als die Tochter. Sie lebt in ständiger Angst. Schwäche kann sie sich nicht erlauben. Sie hat auch kaum noch Kontakte, denn die müsste sie anlügen was ihre Mutter, ihr Zuhause betrifft. So bleibt ihr nur Luca, ihr bester Freund seit Kindertagen.
Luca ist der Fels in der Brandung. Er steht hinter Grace, sagt ihr aber auch die ehrliche Meinung. So wie ein richtiger Freund sein sollte. Einfühlsam und ehrlich. Das schafft nicht jeder und so empfinde ich auch ihn als sehr mutig.
Grace Mutter hat nicht nur ein Problem, sondern viele. Alle aufzuzählen wäre zu viel. Für mich ist sie zwar krank aber auch sehr egoistisch. Es ist traurig zu sehen wie sie mit ihrer Tochter umgeht.
Eva kommt recht plötzlich in Grace Leben wird aber recht schnell sehr wichtig für sie. Beide zu erleben war wirklich schön auch wenn es die Situationen nicht immer waren.

Am Ende steht eine sehr schöne Geschichte über zwei Mädchen und ihre Familie und Freunde. Alles ist perfekt abgerundet auch wenn es die Gegebenheiten zeitweise nicht sind. Eine Geschichte die zum nachdenken anregt und gewiss nicht so fern von der Realität ist, denn diese Familien gibt es vermutlich leider öfter als allen lieb ist.