[Rezension] Ursula Poznanski & Arno Strobel – Invisible

 Ursula Poznanski & Arno Strobel
Invisible
Band 2

ISBN 978-3-8052-0015-8
Klappenbroschur
14,99 €
Erschienen bei Rowohlt
Leseprobe

Inhalt:
In Hamburg geschieht eine Serie von grauenvollen Morden, die den Ermittlern Daniel Buchholz und Nina Salomon Rätsel aufgeben, denn ein Motiv gibt es nicht und jeder Täter, der befragt werden kann, gibt an, unfassbar wütend auf das Opfer gewesen zu sein, ohne es wirklich zu kennen. Was steckt hinter diesen Morden?

Meine Meinung:
Invisible ist bereits der zweite Fall für das Ermittlerteam Buchholz & Salomon und so fühlte ich mich auch direkt wohl in der Geschichte. Es war wie ein zurück kommen in eine bekannte Umgebung.

Die Morde werden recht lange behandelt und ich empfand es schon fast als zu lange bis es mal tiefer in die Ermittlungen geht. Eine Spannung war recht schnell da, doch konnte diese sich für mich nicht immer halten. Zum Ende hin jedoch stieg sie so sehr an, das ich das Buch auch unbedingt beenden wollte.

Wie aus dem Vorgänger gewohnt begleitet man als Leser die Kommissare im Wechsel. Ab und an taucht noch eine andere Schrift am Ende des Kapitels auf, bei der erst mit der Zeit klar wird ob es sich um Täter oder Opfer handelt. Die abwechselnde Sicht lockert die Ermittlungen auf und machen diese interessant.

Es gibt schon zahlreiche Figuren, die man aber recht gut auseinander halten kann. Nur bei den Opfern hatte ich da meine Probleme, aber da war es auch nicht ganz so wichtig
Nina Buchholz ist gewissenhaft aber auch impulsiv. So manches Mal dehnt sie Dienstvorschriften etwas aus, doch der Erfolg gibt ihr leider recht.
Daniel Buchholz ist dagegen vollkommen Regelkonform und sehr vorhersehbar. Allerdings drücken ihn private Probleme und eine Gereiztheit von der er nicht weiß woher sie kommt. Das machte seine Parts zeitweise etwas anstrengend.

Am Ende war für mich nicht vorhersehbar wer der Initiator war. Das wie war mir schon recht schnell klar und zielt auf viele Dinge im Netz über die sich viele so gar keine Gedanken machen, aber das Wer wurde erst ziemlich zum Ende hin wirklich klar. Etwas gestört hat mich jedoch die Geschichte zum Motiv, oder eher wie sie eingebracht wurde. Außerdem gab es da noch zwei drei andere Sachen wo ich den Zusammenhang oder Sinn nicht so ganz sah. Dennoch ist es ein gut geschriebener und fesselnder Thriller.

4buecher

[Rezension] Andreas Winkelmann – Housesitter

 Andreas Winkelmann
Housesitter
ISBN 978-3-8052-5102-0
Klappenbroschur
14,99 €
Erschienen bei Wunderlich
Leseprobe

Inhalt:
Thomas und Saskia freuen sich auf ihren zweiwöchigen Urlaub. Nicht ahnend das sie bei der Heimkehr eine ungute Überraschung erwartet. Zuhause riecht es merkwürdig und Möbel sind verrückt. Als Thomas das fest stellt ist es zu spät. Es wird schwarz um ihn herum und er wacht erst nach Tagen wieder auf. Saskia ist spurlos verschwunden. Ein Lauf gegen die Zeit beginnt.

Meine Meinung:
Andreas Winkelmann hat mich bisher nur selten enttäuscht und die Story von Housesitter klang so richtig gruselig. Dieser Thriller sollte unbedingt gelesen werden, dachte ich mir, und damit lag ich nicht verkehrt

Schon alleine der Gedanke daran, dass man nichtsahnend aus dem Urlaub kommt, voller guter Laune und nach einer tollen Zeit und dann so empfangen wird.
Andreas Winkelmann hat sich wieder einmal ein Thema raus gesucht, in das sich fast jeder rein finden kann. Fast jeder war schon einmal im Urlaub und sei es nur der Verwandtschaftsbesuch übers Wochenende, jeder kann sich diesen Tathergang perfekt vorstellen und das macht die Thriller von Andreas Winkelmann aus. In Housesitter ist das nicht anders. Von Beginn an ist man gespannt was kommen mag. Nie war mir langweilig oder empfand ich einen Abschnitt als langatmig. Jedes Kapitel beendete ich mit dem Wunsch noch weiter zu lesen, was auch den fiesen Cliffhanger am Ende der Kapitel geschuldet ist.

Gut finde ich auch die Figuren der Geschichte, ein Freund der nicht aufgibt, eine Kommissarin, die sich über Regeln hinweg setzt, aber auch einen Polizisten der einfach müde ist und seinen Job nur noch halbherzig zu erledigen scheint. Daneben einen Täter, den man von Beginn an kennen lernt ohne zu wissen wer es ist.
Thomas Benett ist Opfer des Täters und hofft darauf seine Freundin wieder zu finden. Er macht alles ihm mögliche. Er verlässt sich nicht allein auf die Polizei uns sitzt lethargisch Zuhause. Eine Person die man sich in so einer Situation wünscht, jemand der nicht aufgibt.
Priska Wagner ist ein wenig wie frischer Wind in der Geschichte. Durch sie dümpelt sie nicht dahin, sondern wird spannend gehalten. Ob man im Reallife wirklich so handeln kann, ohne wirkliche Konsequenzen mag ich nun zu bezweifeln, aber es ist eine Geschichte und kein Tatsachenbericht von daher stört mich dieser Aspekt nicht.
Scheurich ist eigentlich der ermittelnde Polizist und wirkt als ob ihm alles zu viel wäre. Mir ist er schon viel zu ruhig und ich bin froh das Winkelmann ihn in die Geschichte gebracht hat, aber ihm nicht zu viel Platz einräumte.
Der Täter ist zunächst wie ein Geist, doch im laufe der Geschichte wird seine Persönlichkeit immer klarer. Hier wurde ein guter Weg gefunden auch den Täter zu Wort kommen zu lassen. Ich empfand die Geschichte, obwohl der Täter bekannt war, nicht als vorhersehbar und war selber über manche Erkenntnisse überrascht.

Für mich bleibt Andreas Winkelmann ein Meister der Spannung. Er weiß es geschickt Cliffhanger zu nutzen und dem Leser ganz normale Dinge unheimlich erscheinen zu lassen, oder wer von den Leuten die es gelesen haben, werden noch mit ruhigem Gewissen aus dem Urlaub kommen?

[Rezension] Casey Hill – Tabu

Casey Hill
Tabu
ISBN 978-3-499-25664-6
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei rororo

Inhalt:
Reilly Steel ist in den USA eine erfolgreiche CSI Spezialistin, seit einem halben Jahr betreut sie nun aber die gerade gegründete Garda Forensic Unit, kurz GFU. Ein forensisches Labor das bei der Verbrechensbekämpfung hilft.
Auch in dem Fall von zwei toten jungen Erwachsenen. Aufgefunden in der Wohnung der Frau, nebeneinander liegend. offensichtlich ein erweiterter Suizid. Doch was so offensichtlich ist stellt sich nach der Untersuchung im Labor als falsch heraus. Dieser Suizid ist ein Mord und das ist nicht der Einzige. Reilly ermittelt zusammen mit Komissar Chris Delaney…

Meine Meinung:
Von Tabu hatte ich mir doch recht viel versprochen. Der Klappentext hört sich nach viel Spannung an und auch die Rezensionen hatten meist positive Bewertungen. Allerdings hätte ich meine Erwartungen nicht zu hoch schrauben dürfen, zumindest anfangs fand ich es die Story etwas zäh. Ich schaue im TV gerne die CSI Staffeln und auch dieses Buch geht ja in die Richtung. Es passieren viele Morde die erstmal nicht in einem Zusammenhang stehen. Reilly Steel leitet das forensische Labor und findet mit ihrem Team die entscheidenden Spuren um in dem Fall weiter zu kommen . Auf Grund dessen da sich alle Personen noch nicht gut kennen und diese GFU im Aufbau ist wirkt es stellenweise doch nicht so professionell und trotzdem kommen sie irgendwann dem Täter auf die Spur. Etwa bei der Hälfte fing es an für mich spannend zu werden, von da an habe ich das Buch nicht mehr zur Seite gelegt. Ich denke weil dort das Anfangsgeplänkel, Gemäkel und kennen lernen aufhört und ein Fokus auf die Geschichte von Reilly und die Morde gelegt wird. Ich hatte schon etwas länger vor dem Ende eine Ahnung wer der Schuldige sein könnte aber eben nur eine Ahnung und das nahm mir auch nicht die Spannung. Alles in allem finde ich den Plot sehr interessant und gut umgesetzt. Die Protagonisten wuchsen langsam in diesen Fall rein und als Leser lernt man sie etwa in der gleichen Geschwindigkeit immer besser kennen. So könnte ich mir gut vorstellen eine Fortsetzung, sprich einen nächsten Fall mit den Protagonisten zu lesen.
Tabu ist ein Psychothriller bei dem ich ein wenig auf die Spannung und das Gefangen sein warten musste aber mich am Ende nicht wirklich enttäuscht hat.

[Rezension] Todd Ritter – Das Schweigen der Toten

Todd Ritter
Das Schweigen der Toten
ISBN 978-3-499-25588-5
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei rororo

Inhalt:
Perry Hollow ist ein kleines beschauliches Städtchen dem Verbrechen fast fremd sind, bis auf einmal eine Kiste auftaucht. Die Meldung lautet: Sarg auf der Old Mill Road. Der Sheriff, Kat Campbell, glaubt das die Meldung mit dem Sarg wohl etwas übertrieben ist und fährt hin um nachzuschauen. Als die Kiste, die einem einfachen Sarg sehr ähnlich sieht, geöffnet wird, liegt darin ein Bürger von Perry Hollow. Tod mit zugenähten Lippen, aber nicht nur, dass das der erste Mord seit Ewigkeiten ist, es folgt schon eine Meldung an die örtliche Zeitung das der Nächste bald folgen wird. Die Suche nach dem Täter beginnt….

Meine Meinung:
Der Thriller beginnt recht rasant im Prolog bekommen wir die Qualen eines der Opfer mit und so bekommt man direkt schon Gänsehaut. Die weitere Handlung ist gut, allerdings wusste ich recht schnell, wer wohl damit zu tun hat. Das hat mir den Lesespaß aber nicht madig gemacht, denn schließlich hätte ich mich irren können. Die Spannung steigerte sich bis zum Schluss und doch gab es die ein oder andere Stelle, die dem ersten Anschein nach überflüssig war, aber dann doch seine Berechtigung hatte. Vieles wurde erst Anfangs angedeutet, dann aber bis zum Ende aufgeklärt, wohl um noch mehr Spannung rein zu bringen. Allerdings bin ich jemand der natürlich wissen will was dahinter steckt und dann zwar weiter liest um es zu erfahren, aber wenn es zu lange dauert auch etwas gelangweilt wird, das kam auch hier vor. Erst als die meisten Fragen beantwortet waren konnte ich so richtig eintauchen. Die  Hauptfiguren sind wohl Sheriff Kat Campbell, der Kollege Nick und der Nachrufeschreiber Henry, jeder mit persönlichem Schicksal. Ich glaube in der Realität würde man denken wie sollen die drei was zusammen auf die Reihe bekommen, das wirkt dann doch schon etwas unglaubwürdig. Das ist die perfekte Mutter eines besonderen Kindes, der Kollege der aus persönlichen Gründen ermittelt und Henry der bis Dato unscheinbar war, weil seine Vergangenheit es so „wollte“.
Dieser Thriller hat mich schon unterhalten, aber war nicht so gut wie ich es vorher erhofft hatte

[Rezension] NEXT von Miriam Meckel

Miriam Meckel
NEXT – Erinnerungen an eine Zukunft ohne uns
ISBN 978-3-498-04523-4
Gebundene Ausgabe
19,95 €
VÖ 16. September 2011 bei Rowohlt

Rückentext:
Netzwerk unser, das du bist das Leben
Gepriesen werde dein System
Deine Zeit komme
Deine Berechnung geschehe
Nicht mehr auf Erden, sondern im Cyberspace
Unsere Tägliche Information gib uns heute
und vergib uns keine Schuld
Wie auch wir nichts vergessen werden
Und führe uns nicht in Verwirrung
Sondern erlöse uns von der Vieldeutigkeit
Denn dein ist die Reichweite und die Konstanz
Und die fehlerlose Herrlichkeit
In Ewiger Zeit
@ Echo off

Inhalt:
Die nächste Zeit gehört nicht den Menschen, sondern den Computern. Zwanzig Datenpunkte sind ausreichend, um einen Menschen berechnen zu können. Wo wir leben, was wir kaufen, wohin wir reisen, mit wem wir sprechen, was wir mögen, wen wir lieben – all das ist in den Computernetzwerken längst über uns gespeichert und wird so ausgewertet, dass wir vorhersagbar werden. Der Computer weiß, wie wir entscheiden werden, bevor wir das selbst wissen. Wir kaufen Bücher, die Amazon uns vorschlägt, wir hören Musik, die Apple uns empfiehlt, wir befreunden uns mit Menschen, die Facebook für passend hält. Und das ist erst der Anfang einer Zukunft, die irgendwann ohne uns auskommt. NEXT erzählt Miriam Meckel aus zwei Perspektiven. Aus der eines menschlichen Algorithmus und aus der eines letzten Menschen. Ein faszinierendes Gedankenspiel. Eine irritierende Reise in unsere digitale Zukunft. Das Buch entwirft die Utopie einer Welt, in der das menschliche Ermessen, der Zufall, die Gefühle und die Fehlertoleranz keine Rolle mehr spielen. Alles wird analysierbar. Um welchen Preis?

Meine Meinung:

Ich weiß nicht wirklich was ich von diesem Buch halten soll. Aber zu Anfang sei gesagt das ich mir was ganz anderes vorgestellt habe. Eher eine Geschichte, nicht so viele Fakten, Querverweise, Quellenangaben und Fremdwörter, die mir das Lesen wirklich schwer gemacht haben. Ich möchte gerne von mir behaupten dass ich ziemlich viele Fremdwörter kenne und meine Allgemeinbildung nicht die Schlechteste ist, aber hier stieß ich an meine Grenzen.
Das Buch ist in zwei Teilen geschrieben. Der erste Teil ist die Erinnerung eines ersten humanoiden Algorithmus der zweite Teil die Erinnerung eines letzten Menschen. Der erste Teil war noch recht verständlich auch was die Autorin sagen wollte, Quellenlinks waren überschaubar und größtenteils  wusste ich genau was sie meint. Ich kam recht gut zurecht und las den Teil der die ersten gut 150 Seiten umfasste auch recht flott durch. Selten gab es Fremdwörter oder Absätze die ich nicht verstand. Das änderte sich dann als ich den Teil las, den der einer der letzten Menschen erzählte, seine Geschichte voll mit Absätzen die vollgepackt waren mit Fremdwörtern und in sich sehr kompliziert, es zog sich wie Kaugummi und ich habe wirklich überlegt ob dieses Buch nicht eher eine Lektüre für Studierte ist als für mich Normalsterblichen. Die kämen wahrscheinlich eher damit klar. Mir war es zu viel Fachchinesisch, dabei hatte ich gerade bei dem Teil aus der Sicht des Menschen gedacht das es unterhaltsam wird. Auch hatte ich gedacht das er davon berichtet wie er als letzte Mensch ist, statt dessen merkt man das die Verwandlung zur maschine schon angefangen hat. Er hat kein Gehirn mehr sondern einen Server. Nur so als Beispiel.
Mal ganz abgesehen davon das ich mir ja schon etwas anderes vorgestellt hatte, mehr Fiction und unterhaltsam nicht so trocken und untermalt mit so vielen Zitaten und Fachwissen, war es interessant weil man sich schon die Frage stellt wie weit sind wir schon, wie nah dran an der Zukunft ohne uns. Genau das will die Autorin wohl bezwecken so steht es jedenfalls im Nachwort und ich hoffe das wir nicht irgendwann zu Maschinen werden, denn mir würde so einiges fehlen, was Maschinen eben einfach nicht leisten können.

[Rezension] Annie Sanders – Die Racheagentur

Annie Sanders
Die Racheagentur
ISBN 978-3-499-25513-7
Taschenbuch
8,99 €
Erschienen bei rororo

Rückentext:
Kontrolle ist gut.
Rache ist besser.
Georgie und Flick sind nicht nur beste Freundinnen, sondern auch Geschäftspartnerinnen. Ihre Agentur vermittelt Putzfrauen, organisiert Kindergeburtstage und beaufsichtigt Handwerker. Doch so richtig brummt der Laden erst, sei sie für betrogene Frauen Rache an untreuen Männern üben. Schnell entwickeln sich die beiden zu wahren Vergeltungsprofis. Nur privat läuft es alles andere als rund. Aber wer sagt, man soll Privates und Berufliches nicht vermischen? Denn eines haben Georgie und Flick gelernt: Rache ist süß
Inhalt:
Die zwei Frauen Flick und Georgie haben eine Agentur die im Haushalt hilft, die Domestic Angels. Sie bieten, Blumen gießen. Tiere füttern und Pakete abholen an, bis eines Tages eine Kundin kommt und fragt ob sie ihr helfen würden, ihren fremdgehenden Mann einen Streich zu spielen. Sie sagen zu und so kurz vor Weihnachten ist das Geld ein schönes Extra, aber es soll bei dem einen Mal bleiben. Die Kundin ist sehr zufrieden und so kommt es das sie die Agentur weiter empfiehlt. Domestic Angels haben nun immer mehr solche Aufträge und werden zur Racheagentur….
Georgie ist verheiratet und hat eine Tochter mit Ed. Ed hat schon zwei Söhne aus erster Ehe die in den meisten Sachen bevorzugt werden, so geht er auf jedes Hockey Spiel der Jungs aber die Balettaufführung seiner Tochter verpasst er wegen eines wichtigen Termins. Georgie ist sauer lässt sich aber rasch besänftigen. Flick ist Single, naja nicht wirklich sie ist die Affäre eines Familienvaters und mit der Situation doch sehr unzufrieden.
Meine Meinung:
Anfangs hatte ich kurzzeitig überlegt abzubrechen, damit wäre aber meine Chance um einen schönen rührseligen Roman ärmer gewesen. denn auch wenn anfangs alles recht lahm daher tröpfelte kam später der Plot so richtig ins rollen und ich wollte weiterlesen und hoffte das meine wünsche erfüllt werden. Es ist ein typischer frecher Frauenroman und ich glaube auch damit hing mein Unwille am Anfang etwas zusammen. Da es ein Wanderbuch ist wollte bzw. musste ich es lesen, wenn ich auch momentan kein Chick Lit lesen mag. Aber das Durchhalten hat sich gelohnt und so etwa ab der Mitte des Buches wurde es immer Besser. es ist witzig und manchmal ein wenig naiv, spannend und hat stellenweise etwas von einem Krimi und ist natürlich ein Liebesroman. Die Figuren sind nicht übertrieben geschildert, sondern ganz normaler Frauen. Flick, der typische Singel, leider mit dem Hang zu verheirateten Männern und wenig Glück in der Liebe. Georgie, die arbeitende Mutter mit pedantem Ehemann zu Hause. Es war ein kurzweiliges Vergnügen dieses Buch zu lesen und am Ende gibt es dann doch:

[Rezension] Tess Stimson – In guten wie in schlechten Zeiten

Tess Stimson
In guten wie in schlechten Zeiten
ISBN 978-3-499-25423-9
Taschenbuch
8,95 €
Erschienen bei rororo

Rückentext:
VOM BRAUTSTRAUß ZUM ROSENKRIEG
Bei ihrer Heirat waren sich Clare und Marc noch einig: Karriere statt Kinder. Aber irgendwann wird Clare doch schwanger – mit Zwillingen! Ein Kindermädchen soll ihr helfen, Familie und Beruf zu vereinbaren. Aber nach der Geburt kriselt es in der Ehe trotzdem gewaltig. Marc macht Clare immer mehr Vorwürfe, und am Ende fordert er das alleinige Sorgerecht. Clare will für ihre Kinder kämpfen, eine Rabenmutter ist sie nicht. Doch eines Tages sind die Zwillinge fort – entführt vom eigenen Vater . . .
Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt eigentlich genau mit der Geburt der Zwillinge, alles davor wird nur mehr als kurz angerissen. Die Protagonisten kommen wechselseitig zu Wort, sprich der Schreibstil ist im Erzählstil des jeweiligen Akteurs. Das fordert auch sprunghaftes umdenken trübt aber nicht den Lesespaß. Was mir nicht so gefällt ist das eine 37 Jährige Frau so weltfremd ist und sich so gar nicht vorher im klaren ist was auf sie mit einem Kind zukommt, denn auch wenn es dann zwei sind, wäre Protagonistin Clare garantiert auch schon mit einem überfordert gewesen. Gut finde ich wie man durch das wechseln der Sichten auch die Gefühlswert und Beweggründe der jeweiligen Person mitbekommt und so sieht wieviele Mißverständnisse eigentlich enthalten sind.
Für mich ist es ein Buch das ich nur ungern unterbrechen mochte, man will immer weiter wissen was passiert, da nach fast jedem zu Wort kommen eine Art Cliffhanger zu lesen ist. Das treibt einen immer weiter durch die Geschichte die voll von Mißverständnissen, rund um die Karriere und Familie geht.

[Rezension] Steffi von Wolff – Ausgebucht

 

Steffi von Wolff
Ausgebucht
ISBN 978-3-499-21573-5
Taschenbuch
12,99 €
Erschienen bei rororo
Inhalt:
Die Zwillinge Dine und Katinka erben nach dem Tod ihrer Urgroßmutter das heruntergekommene Hotel Friesenzauber an der Nordsee. Statt Villen und Oldtimer, Schmuck und Bargeld bekommen die beiden Schwestern, die sich nicht ausstehen können, damit das zuletzt in den fünfziger Jahren renovierte Hotel. Und nicht nur das. Das Erbe ist auch noch an eine Bedingung geknüpft: Die beiden müssen es gemeinsam auf Vordermann bringen. Gelingt es ihnen, das Hotel innerhalb eines Jahres so zu führen, dass es für mindestens drei Monate ausgebucht ist, bekommen beide jeweils eine Million Euro aus dem Erbe.
In Altkirchtrup scheint die Zeit still zustehen. Nicht nur das Hotel wirkt wie im Dornröschenschlaf, auch die Bewohner des Ortes scheinen nicht in der Neuzeit angekommen zu sein.
Meine Meinung:
Ausgebucht ist ein kurzweiliger sehr witziger Roman von Steffi von Wolff. Ich mag ihre humorvolle Art zu schreiben und wenn einem die beiden Protagonisten Dine und Katinka Anfangs zeitweise echt auf den Keks gehen können, mag man sie im laufe der Geschichte immer mehr. Die Geschichte ist gespickt mit skurrilen Vorkommnissen. da ist die Frau vom Nachbarn die seit dem Krieg nicht mehr vor die Tür geht aber alles einmacht was ihr geboten wird. Das Pferd, nur der Alte genannt dem alles schmeckt und und und…das alles macht die Geschichte einzigartig, sehr witzig und kurzweilig. Der Schreibstil ist sehr flüssig und inhaltlich ist die Geschichte nicht nur witzig sondern auch sehr lehrreich in einem gewissen Sinne. Wenn man zusammen hält geht vieles viel leichter.
 

[Rezension] Stefan Rehberger – Träum weiter!

Stefan Rehberger
Träum weiter!
ISBN 978-3-499-24687-6
Taschenbuch
8,95 €
Übersetzerin: Gisela Schmitt
ab 14 Jahren
Erschienen bei Rowohlt 

Inhalt:
Roman Walter sieht neben seiner Freundin Patrizia, die schön ist, älter als er, erfolgreicher sowieso, verdächtig nach Verlierer aus. Als Patrizia schwanger wird, scheint seine Chance gekommen: Endlich will Roman der Welt und sich selbst beweisen, was er drauf hat. Doch ein Baby auf dem Schoß, einen pflegebedürftigen Vater am Ärmel und eine Partnerin im Nacken, die so schnell wie möglich ins Arbeitsleben zurück will – das sind denkbar schlechte Voraussetzungen für ein Leben auf der Überholspur.
Meine Meinung:
Träum weiter ist ein Buch das aus Männersicht beschreibt was so los sein kann wenn Freundin schwanger wird, was sich so alles ändert, was für Gedanken sich der werdende Vater macht und was für Schwierigkeiten kommen können. Der Mann könnte meines Erachtens nach aber auch gut durch eine Frau ersetzt werden. Denn ich denke jede Frau die auf einmal zu Hause bleiben muss wegen ihrem Kind fühlt sich manchmal unverstanden und nutzlos, hat Angst das der Mann fremd geht usw. So ist das bei Roman und Patrizia auch. Träum weiter ist aber auch Programm in dieser Geschichte, denn immer wieder gerät Roman ins träumen von der Vergangenheit, von Ängsten, von der Zukunft. Ein unterhaltsames Buch für zwischendurch das durch die ganzen Abschweifungen von der Geschichte teilweise verwirrend ist und seine Längen hat.

[Rezension] Ildikó von Kürthy – Freizeichen

Ildikó von Kürthy
Freizeichen
ISBN 978-3-499-23614-3
Taschenbuch
8,99

Erschienen bei Rowohlt

Inhalt:
Eine Frau, die sich langweilt, ist zu allem fähig: Annabel hat seit Jahren denselben Mann und die selbe Frisur. Sie ist 31 und will endlich etwas erleben. An einem Sonntag morgen reist sie nach Mallorca. Am Sonntagabend ist sie verliebt. Glaubt sie. Bis am Dienstag eine Konkurrentin auftaucht. Die ist dünn und liebt den Mann, den Annabel gerade verlassen will. Und das ändert natürlich alles!

Meine Meinung:
Annabel wird es langweilig in ihrer Beziehung und fliegt nach Mallorca zu ihrer reichen Tante. Leider ist diese wohl auch recht unzuverlässig so dass Annabel den ersten Tag auf der Suche nach einer Toilette auf Robin trifft, jünger wie sie, gut aussehend und scheinbar Yachtbesitzer. mit ihm verbringt sie ihren ersten tag auf Mallorca und verliebt sich. Anschließend verbringt sie 7 Tage aus Mallorca, 7 für sie aufregende Tage in denen sie die Frau kennen lernt von dem ihr Freund Ben ihr schon berichtet hat und die in Ben verliebt ist, von da weiß sie das sie Ben nicht verlassen will….

Hmm also die ersten so ca. 100 Seiten war ich eher gelangweilt, ich biss mich eher durch als Spaß am lesen zu haben.
Es störten mich ein wenig die Sprünge von Gegenwart in Vergangenheit, da ich stellenweise lieber wissen wollte wie es weiter geht als das mich in dem Moment die Vorgeschichte interessiert hätte. Gewiss ist es sehr authentisch denn wenn man etwas erlebt erinnert man sich an vergangene Ereignisse und so etwa sollte es wohl sein. Ich kam so aber Anfangs nur schwer in die Geschichte rein und erst als diese Sprünge weniger wurden machte es Spaß zu lesen. Trotzdem wäre mir ein flüssiges aneinanderreihen der Ereignisse die Annabell erlebt hat lieber gewesen.
Als Beispiel ist fängt das Kapitel damit an das sie in der Villa ihrer Tante ist und die Autorin uns dann erst den einblick gibt was den letzten Abend passiert ist.
Etwas verwirrend und hemmt für mich ein wenig den Lesefluss.

Trotzdem ein Buch was ich eben eingeschränkt empfehlen kann mit einem schönen Ende, was man sich als Leser aber schon sehr früh so denken kann, jedenfalls ging es mir so.