[Gastrezension] Kyra Groh – Pinguine lieben nur einmal

Diesmal habe ich mal was gemacht was vielleicht in Zukunft häufiger vorkommen wird. Ich habe mir einen Gastrezensent bzw. in diesem Fall eine Gastrezensentin gesucht um ein Buch zu rezensieren das ich selber schon gelesen und auch bewertet habe. Es war ein Rezensionsexemplar und eigentlich ist mir Veronika quasi zugelaufen. Als sie schrieb das dieses Buch auch auf ihrer Wunschliste steht habe ich gedacht warum nicht ein wenig von meinem tollen Verlagsglück abgeben. Eben mit der Bedingung das Buch zeitnah zu rezensieren. So haben alle etwas davon. ich habe ein Buch gut untergebracht, Veronika hat ein Wunschbuch und der Verlag eine zusätzliche Rezension 😉

Kyra Groh
Pinguine lieben nur einmal
ISBN 978-3-442-38044-2
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei blanvalet
Leseprobe

Inhalt:
Felicitas, genannt Feli, ist 20 Jahre und Studentin. Sie lebt mit dem homosexuellen Cem zusammen in einer WG. Beide sind romantisch veranlagt und beide noch auf der Suche nach der großen Liebe.
Als neuer Mieter zieht Janosch in das Haus ein. Als Feli an seiner Tür lauscht, fällt sie plötzlich und unvermutet sozusagen im wahrsten Sinne des Wortes mit der Tür ins Haus….

Meine Meinung:
Das Buch ist in der Ich-Form aus Sicht von Felicitas geschrieben. Feli ist noch sehr jung und etwas naiv. Obwohl sie ziemlich chaotisch und unordentlich ist, kam sie bei mir von Anfang an sehr liebenswert an. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen und mit ihr mitgefiebert.

Als nächsten Hauptprotagonisten haben wir den schwulen Studenten Cem, mit dem Feli in einer WG lebt. Auch er hinterlässt einen sehr sympathischen Eindruck, obwohl er sehr klischeehaft dargestellt wird. Er ist der typische schwule beste Freund, mit dem Frau lachen und weinen kann, und durch dick und dünn gehen kann. Die Schulter zum Ausweinen und Trösten. Trotz aller Klischeehaftigkeit ist es der Autorin gelungen ihn so dazustellen, dass man ihn einfach mögen muss.

Eine weitere wichtige Hauptperson ist Janosch, der neue Bewohner des Hauses. Janosch ist blind, und von daher auch etwas eigen. Manchmal hat er schon etwas verbittert auf mich gewirkt. Aber trotzdem ein junger Mann, der sein eigenes und selbständiges Leben leben möchte und Ziele hat. Er hat eine harte Schale und einen weichen Kern. Er wirkt stellenweise etwas schroff, ist aber trotzdem auch ein liebenswerter Charakter.

Das Buch ist absolut unterhaltsam geschrieben. Die Autorin ist noch sehr jung. Das merkt man auch dem etwas jugendlichen Schreibstil mit stellenweise Jugendsprache.

Der Roman strotzt nur so vor Witz, so dass ers sich wirklich absolut flüssig und leicht lesen lässt und man immer wieder schmunzeln muss.

Trotz des vielen Humors hat das Buch durchaus Tiefgang, da es auch um behinderte Menschen geht und wie man damit umgeht. Es hat mir sehr gut gefallen, wie Janoschs Ängste und Probleme dargestellt werden. Kyra Groh hat da sehr viel Fingerspitzengefühl bewiesen und den Umgang mit Behinderung sehr einfühlsam dargestellt.

Eine wirklich witzige und romantische Liebesgeschichte, aber auch mit ernsteren Untertönen und Tiefgang, die sich wirklich absolut gut lesen lässt und trotz aller Unterhaltung auch zum Nachdenken anregt.

Klar, dass das Ende sehr vorhersehbar ist, aber manchmal muss das einfach so sein.

Obwohl die doch sehr junge Autorin eigentlich eine andere Generation ist als ich, wußte mich dieses Buch wirklich restlos zu begeistern!
Das Cover ist einfach süß und auch passend zum Buchtitel, bei dem sich die Autorin sehr wohl was gedacht hat. Bei diesem Buch ist alles stimmig!

5buecher

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