[Gastrezension] Samantha Young – Das Erbe des Flammenmädchens

Samantha Young
Das Erbe des Flammenmädchens
ISBN 978-3-95649-056-9
Klappenbroschur
12,99 €
Übersetzer: Alexandra Hinrichsen
Band 2
ab 14 Jahren
Erschienen bei Darkiss
Leseprobe

Inhalt lt. Darkiss:
Die Fortsetzung der atemberaubenden Young-Adult-Serie von Spiegel-Bestsellerautorin Samantha Young.

Als „Siegel Salomons“ hat Ari zwar – theoretisch – unbegrenzte Macht über alle Dschinns, doch ihr eigenes Leben gerät völlig außer Kontrolle. Ein skrupelloser Zauberer will sie entführen, und der White King der Feuergeister droht damit, ihr alles zu nehmen, was sie liebt. Die Einzigen, auf die sie zählen kann, sind Jai und Charlie. Aber auch Aris Beziehungen zu den beiden Jungs wird immer komplizierter: Jai scheint ihre Gefühle nicht zu erwidern. Und ihre Jugendliebe Charlie erliegt langsam den Versuchungen der dunklen Seite. Kann Ari ihn vor sich selbst retten – oder ist es bereits zu spät?

Die Meinung von Rica:
Das Erbe des Flammenmädchens“ von Samantha Young ist eine gute Fortsetzung, die mich wieder super unterhalten konnte.

Der flüssige und bildhafte Schreibstil lies die Seiten auch dieses Mal förmlich dahinfliegen. Da ich beide Bücher direkt hintereinander gelesen habe, fiel mir der Einstieg natürlich leicht, aber auch mit einer längeren Pause dazwischen sollte dieser eigentlich kein Problem darstellen. Die Geschichte wird weiterhin im personalen Erzählstil aus wechselnden Perspektiven erzählt.

Die Charaktere lassen mich dieses Mal etwas zwiegespalten zurück. Sie alle durchleben positive und negative Entwicklungen, aber gerade die Protagonisten machten es mir nicht wirklich leicht.

Ari hat eine Menge durchgemacht, weswegen ich ihr den ein oder anderen Fehltritt durchaus verzeichen möchte. Das ändert aber nichts daran, dass ich es als sehr ungeschickt empfinde, was die Autorin aus den Kräften des Siegels macht. Anstatt Ari die Möglichkeit zu geben, etwas mehr Selbstvertrauen zu erlangen und sich mit ihren Kräften anzufreunden, kommen direkt die negativen Auswirkungen zum Vorschein. Ich sage nicht, dass es diese nicht geben sollte, aber sie hätten durchaus etwas später auftreten können. So spuckt Ari oft nur laute Töne anstatt Taten folgen zu lassen. Nichtsdestotrotz finde ich es gut, wie sie sich für Jai einsetzt und auch, wie sich ihr Verhältnis zu Charlie entwickelt.

Jai kann einem ja nur leidtun. Durch das neue Setting bekommt sein Hintergrund viel mehr Gewicht, was seiner Figur und auch der Geschichte wirklich gut tut. Mit im Gepäck sind nämlich viele neue Informationen rund um die Welt der Dschinn; vor allem über die Clans, die in der Menschenwelt leben.

Mit Charlie werde ich mich wohl nie anfreunden können. Seine Entscheidung, sich in einen Zauberer verwandeln zu lassen, verhieß von Anfang an nichts Gutes, aber die Veränderungen sind deutlich spürbar. Immerhin sorgt diese Entscheidung bei Ari für ein verändertes Verhalten Charlie gegenüber, das endlich leichter nachzuvollziehen ist. Allerdings muss ich auch zugeben, dass Charlies Entwicklung nicht halb so schlimm ist wie ich es befürchtet hatte. Es könnte für ihn sogar wieder bergauf gehen, wenn Young ihn nicht doch noch zu einem schlimmeren Schicksal verurteilt.

Das Liebesdreieck wird mir wohl immer ein Dorn im Auge sein, aber auch in diesem Band ist es nicht ganz so präsent wie man es erwarten würde. Trotzdem hat mich das Imponiergehabe der beiden Kerle unfassbar genervt. Ich an Aris Stelle hätte das schon längst unterbunden!

Die Geschichte an sich nimmt mal mehr mal weniger vorhersehbare Wendungen. Zumindest hat Young keine Skrupel, ihre Protagonisten leiden zu lassen. Alles rund um die Dschinn hat mir wieder überaus gut gefallen – gerade die Szenen mit den Königen waren wieder sehr reizvoll! Die große Intrige habe ich, glaube ich, immer noch nicht so ganz durchschaut, jedenfalls handeln alle Beteiligten ziemlich widersprüchlich. Alles in allem bot dieser Roman wieder von Anfang bis Ende gute Unterhaltung, bleibt aber weiterhin verbesserungswürdig.

Fazit:
Samantha Youngs „Das Erbe des Flammenmädchens“ ist eine gelungene Fortsetzung, die Fans des „Flammenmädchens“ bestimmt nicht enttäuschen wird. Ich fühlte mich wieder gut unterhalten, auch wenn ich über die Handlungen der Protagonisten teilweise nur den Kopf schütteln konnte. Zum Glück ist die Welt der Dschinn so reizvoll, dass alles andere sowieso schon fast nebensächlich wird. So mag auch dieser Band nicht perfekt, aber definitiv eine Empfehlung wert sein – 4/5 Bücher!

4buecherDanke an Rica für die schöne und ausführliche Rezension

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