[Rezension] Robin Stevenson – Die Unmöglichkeit des Lebens

 Robin Stevenson
Die Unmöglichkeit des Lebens
ISBN 978-3-407-82294-9
Klappenbroschur
13,95 €
Übersetzerin: Inge Wehrmann
ab 14 Jahren
Erschienen bei Beltz
Leseprobe

Inhalt:
Als Mel von Jeremy angesprochen wird ist es ihr zunächst unangenehm. Wer ist der Junge der vom Tod spricht. Doch die Gespräche mit ihm sind interessant und auf einmal redet man von Selbstmord. Was für Mel eher ein makaberer Spaß war wird für Jeremy immer ernster. Doch wie soll man das Ahnen?

Meine Meinung:
Hier an dem Buch hat mich der Titel neugierig gemacht, denn jeder hat Phasen wo er das Leben oder auch zu Leben fast unmöglich findet. Natürlich wusste ich auch das es um Selbstmord geht, ein Thema das man nicht oft genug besprechen kann, solange es nichts verherrlicht und zum nachdenken anregt.

Das schafft dieses Buch. Es geht um einen gemeinsamen Selbstmord und die Frage was passiert wenn einer es doch nicht Ernst meint. Kann man sich sicher sein dass man seine Meinung nicht irgendwie geändert hätte? Gibt es nicht immer Hochs und Tiefs im Leben, die man einfach durch stehen muss?

Die Geschichte von Mel und Jeremy spielt sowohl in der Gegenwart wie auch „davor“ man blickt chronologisch zurück und kommt immer weiter zum Kern der Geschichte. In der Gegenwart erlebt man was danach passiert. Jedes Kapitel beginnt mit der Gegenwart und landet dann auch in der Vergangenheit. Eine Spannung ist immer greifbar auch wenn man schon weiß was passiert. Es gibt keine Stellen die ich wirklich uninteressant finde. Eher Figuren oder Stränge, die sich mir manches Mal nicht ganz erschließen, die am Ende aber durchaus Sinn machen.

Melody ist an der Schule als Todesengel bekannt. Seit einem vermuteten Selbstmord wird sie so genannt, dabei wollte sie sich gar nicht umbringen, doch Freunde und Mitschüler sehen das anders. Sie passt auf die acht jährige hochintelligente Suzy auf, die so Erwachsen wird, aber eben doch erst 8 ist und spricht mit Jeremy, ihren neuen Anker in der Schule. Beide sind recht schnell auf einer Wellenlänge. Das Thema Tod hat sie irgendwie zusammen gebracht aber auch entzweit.
Jeremy hat schon einige Verluste erlitten und springt bereitwillig auf den Zug vom Selbstmord auf. Als Leser hat man das Gefühl das er nur down ist und auch kaum Spaß hat, jedoch gibt es einzelne Momente in denen das anders ist. Da erlebt man einen fröhlichen Jeremy.
Auf Grund dessen dass die Geschichte aus Mels Sicht erzählt wird lernt man Jeremy aber nicht wirklich gut kennen und kennt nur Mels Gefühlswelt. Hier hätte ich mir eine Jeremy-Sicht gewünscht.

Am Ende stelle ich mir bei solchen Büchern oft die Frage wo der Sinn steht. Sicher gibt es Bücher, die nur zur Unterhaltung gelesen werden, aber dies ist ein Buch das zum nachdenken anregen sollte. Nun bin ich weit weg davon mein Leben wegzuschmeißen, doch war ich selber schon in der Situation das eine mir nahe stehende Person dies wollte. Somit kann ich manchen Aspekt aus dem Buch gut verstehen und hoffe einfach, das sich der ein oder andere gefährdete Leser darüber nachdenkt ob es wirklich der richtige Weg ist und ob er seine Mitmenschen vor die selbe Situation stellen möchte wie Jeremy das mit seiner Umgebung macht. Ich finde das Leben viel zu wertvoll um es einfach wegzuschmeißen

4buecher

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